„Abraham war damals fast hundert Jahre alt. Es war ihm klar, dass er keine Kinder mehr zeugen konnte; auch seine Frau Sara konnte keine Kinder mehr bekommen. Trotzdem zweifelte er nicht an dieser Zusage, sondern ehrte Gott mit unerschütterlichem Vertrauen. Er verließ sich darauf, dass Gott die Macht hat, zu tun, was er verspricht.“ Römer 4, 19-21

Abraham fand Gottes Anerkennung, weil er unerschütterlich daran glaubte, dass Gott ihm geben wird, was er ihm versprochen hat. Dass seinem Gott nichts unmöglich ist und er trotz widriger Umstände erleben wird, wie die Verheißung eintreffen wird. Er hielt im Glauben daran fest. Ich finde diese Stelle genial, weil sie zeigt, dass auch wir, wenn die Verheißung noch nicht eingetroffen ist, das Wunder noch weit weg ist, die Heilung auf sich warten lässt, trotzdem am Glauben festhalten sollten. Mehr noch, Abraham ließ es sich nicht nehmen, seinen Gott zu ehren, ihn anzubeten und Gottes Größe zu preisen, auch wenn er selber noch nichts davon gesehen hat. Wie sieht das bei uns aus? Wie gehen wir in solchen Situationen mit unserem Glauben um, wenn das Wunder auf sich warten lässt? Beten wir Gott trotzdem an? Gehen wir weiterhin in die Kirche? Dienen wir weiterhin den Menschen? Sind wir immer noch großzügig? Oder sagen wir: „Solange Gott nichts tut in meinem Leben, warte ich mal ab. Ich werde mein Leben Gott schon wieder zur Verfügung stellen, aber zuerst muss er mal ein Wunder tun.“ Diese Haltung ist eine viel zu einfache und leider verbaut sie uns das Wunder. Wenn wir stehen bleiben und mit dieser Haltung durchs Leben gehen, werden wir nie erleben, wie Gott ein Wunder tut.

Abraham sah noch gar nichts von seiner Verheißung. Mehr noch, eigentlich war es gar nicht mehr möglich, dass seine Frau noch schwanger wurde. Und trotzdem hielt er an diesem Versprechen fest und ehrte Gott. Diese Haltung sucht Gott auch in uns. Auch wenn alles gegen uns zu sein scheint, das Wunder noch auf sich warten lässt, bete Gott trotzdem an. Lobe ihn schon jetzt für den Durchbruch, freue dich schon jetzt an allem, was Gott in der Zukunft tun wird. Wann immer wir Gott ehren, ihn anbeten, ihm dienen, gut zu den Menschen sind, Gott in der Kirche ehren durch unsere Anbetung, unser Mitarbeiten und unsere Finanzen, machen wir damit ein Statement des Glaubens. Wir sagen: „Auch wenn in meinem Leben noch lange nicht alles so läuft wie es sein sollte, ich noch Herausforderungen habe, mit Anfechtungen am Ringen bin, eine schwere Krankheit habe oder gegen eine Sucht am Kämpfen bin, ich höre nicht auf, Gott zu ehren, ihn anzubeten und meine Stimme für ihn zu erheben.“ Denn unsere Anbetung macht den Unterschied. Sie bezeugt unseren Glauben, bringt in der unsichtbaren Welt Dinge, die gegen uns sind, ins Wanken und Dingen, die noch auf uns warten, wird Leben eingehaucht. Anbetung trotz Nöten und unerfüllten Wünsche macht zudem unser Leben lebendig. Glaube wird lebendig und wir werden früher oder später sehen, wie sich die Umstände zu unseren Gunsten wenden werden. Vielleicht nicht immer genau so, wie wir uns vorstellen, aber definitiv zu unserem Besten. Darum ermutige ich dich, bete Gott heute, morgen und auch am nächsten Sonntag in einer bibeltreuen Kirche an, und du wirst sehen, wie sich durch deine Haltung der Anbetung Glauben für deine Zukunft freisetzt.