Da gingen den beiden die Augen auf, und es wurde ihnen bewusst, dass sie nackt waren. Deshalb flocht sich jeder aus Feigenblättern einen Lendenschurz. Am Abend, als es kühler wurde, hörten sie, wie Gott, der Herr, durch den Garten ging. Sie versteckten sich zwischen den Bäumen. Aber Gott rief den Menschen: „Wo bist du?“ Der Mann antwortete: „Ich hörte dich kommen, da bekam ich Angst und versteckte mich, weil ich nackt bin!“ „Wer hat dir das gesagt?“ fragte Gott. 1. Mose 3, 7-11

„Wer hat dir das gesagt?“ fragt Gott den Menschen, nachdem dieser einen entscheidenden Fehler gemacht hat, indem er von der verbotenen Frucht aß. Spannend, wie Gott ihn weder verurteilte noch zornig auf ihn war, sondern ihm nur diese eine Frage stellte. So fragt Gott auch uns. Wer hat dir gesagt, dass du zu nichts fähig bist? Wer hat dir gesagt, dass du dies oder jenes nicht kannst? Wer hat dir gesagt, dass du zu wenig wertvoll bist, um geliebt zu werden? Wer hat dir gesagt, dass du diese Herausforderung nicht schaffen wirst? Wer hat dir gesagt, dass deine Ehe verloren ist? Wer hat dir gesagt, dass es deine Kinder nicht schaffen werden? Wer hat dir gesagt, dass man dich nicht brauchen kann? Wer? Gott definitiv nicht. Im Paradies war es die Schlange, heute sind es all die negativen Stimmen in uns und um uns herum, die uns vom Segen Gottes wegbringen wollen. Schenke diesen Stimmen kein Gewicht mehr, öffne dich Gott gegenüber und erlebe, wie er dich weiterführen wird.

Wir haben einen liebenden Gott, einen Gott, der nicht böse nach uns ruft, sondern versöhnend. Doch so oft geht es uns wie Adam. Wir machen einen Fehler, etwas läuft schief, wir erleben einen unerklärlichen Schicksalsschlag oder beginnen zu zweifeln – und dann verstecken wir uns vor Gott. Wir gehen nicht mehr in die Kirche, wir sind immer seltener mit Menschen zusammen, die Gott lieben und suchen alles andere, nur nicht Gott. Doch Gott hat nie aufgehört nach uns zu rufen. Warum? Nicht damit er uns verurteilen, sondern uns wieder lieben kann. Gott ruft nach uns, damit er uns wieder zurück auf die Straße des Segens, der Fülle und des Lebens bringen kann. Adam und Eva versteckten sich – wo versteckst du dich noch vor Gott? Ich möchte dich ermutigen, komm heraus aus deinem Versteck und öffne dich gegenüber Gott. Gott wird dich nicht verurteilen, sondern er will dich wieder segnen und wartet mit offenen Armen auf dich.