„Gott hat mich zum Apostel berufen und dazu bestimmt seine Botschaft bekannt zu machen, die er schon vor langer Zeit durch seine Propheten in der Heiligen Schrift angekündigt hatte. Es handelt sich um das Evangelium von seinem Sohn. Dieser stammt seiner irdischen Herkunft nach von David ab, und nachdem er von den Toten auferstanden ist, ist ihm – wie es das Wirken des Heiligen Geistes zeigt – die Macht gegeben worden, die ihm als dem Sohn Gottes zukommt. … Darum gilt mein Auftrag auch euch in Rom, euch, die ihr von Jesus Christus berufen seid. Ihr seid von Gott geliebt, ihr seid berufen und ihr gehört zu seinem heiligen Volk!“ Aus Römer 1, 1-7

Römer 1,1-7: Du und ich, wir alle sind von Gott dazu bestimmt, seine Botschaft der Liebe zu verkünden. Wenn wir die Bibel studieren und lesen, sehen wir, dass JEDER dazu berufen ist, mitzuhelfen, die Botschaft Gottes – auch das Evangelium genannt – zu den Menschen zu bringen. Ist das nicht gewaltig? Wir, du und ich, dürfen mithelfen, die Liebe Gottes, seine Gunst, seine Gedanken und Pläne für jeden Einzelnen zu den Menschen zu bringen. Geht hinaus, zusammen, im WIR als Kirche, als heiliges Volk und bringt zusammen die Botschaft Gottes zu den Menschen. Dies führt Paulus unter anderem auch so schön in seinem Brief an die Epheser aus:

„Sie (die Leiter der Gemeinde) haben die Aufgabe, diejenigen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, für ihren Dienst auszurüsten, damit die Gemeinde, der Leib von Christus, aufgebaut wird.“ Epheser 4, 12

Weiter ist es Paulus wichtig zu betonen, dass Jesus von David abstammt, einem König aus dem Alten Testament. David wird auch als der Mann erwähnt, der nah am Herzen Gottes ist. David war aber auch ein König voller Fehler. Ehebruch, Lügen und Mord prägten unter anderem seine Karriere. Trotzdem wird er an mehren Stellen im neuen Testament erwähnt, wenn es um Jesus und dessen Stammbaum geht. WARUM? David, ein zwielichtiger Mann, und doch hat er es in das Neue Testament, in die Geschichte von Jesus geschafft. Ich denke, die Antwort auf diese Frage finden wir im Herz von David. David hat es immer wieder geschafft, trotz seinen Herausforderungen, seinen Fehlern, seinen Zweifeln und Ängsten Gott zu suchen, ihn weiterhin anzubeten und zu ehren. Paulus ist diese Abstammung wichtig, er erwähnt sie im Römerbrief. Er sagt damit, Jesus hat in seinem Stammbaum einen Sünder, der jedoch immer wieder Gott suchte. So sagt Paulus auch zu dir und mir, auch wir Sünder können uns in die Linie von Jesus einreihen, nicht weil wir ab sofort ein perfektes Leben führen, sondern weil wir…

  1. …uns entschieden haben, trotz allem zu glauben.
  2. …uns entschieden haben, an der Gnade Gottes festzuhalten.
  3. …uns jeden Tag von Neuem entscheiden, uns von Gott durch seinen Geist leiten zu lassen.

Auch wir dürfen und sollen Gott anbeten, aus der Gnade und unserem Glauben heraus, dass Gott trotz allem, trotz unseren Fragen, unseren Fehlern, unseren Zweifeln, unserem Versagen und unseren Ängsten, einen Plan hat und uns nie aufgeben wird. Der Schlüssel um Gott zu finden und ihn immer wieder zu erleben, liegt nicht in unserer Leistung, sondern in unserer Anbetung. Dies ist eigentlich auch das Kernthema des ganzen Römerbriefes: Gott ehren und ihn anbeten trotz allem! Dies wird uns im ganze Römerbrief immer wieder begegnen. DARUM, egal wo wir stehen und ob wir alles begriffen und umgesetzt haben, was wir eigentlich sollten, können wir Zeugen von der Liebe Gottes sein, weil wir selber total abhängig sind von seiner Liebe und Gnade (Vers 6). DARUM kann jeder von uns aus der Haltung der Anbetung heraus die Vergebung, Gnade und Liebe Gottes zu den Menschen bringen. DARUM sind wir berufen, die Botschaft mit anderen zu teilen. Denn wir alle…

  1. …sind geliebt.
  2. …sind berufen.
  3. …gehören zu Gottes Volk, seiner Kirche und seine DNA ist in jedem von uns – ausgelöst durch den Glauben an ihn und seiner Gnade für uns.

Römer 1, 8-15: Wenn wir dies als Kirche beginnen zu begreifen, nie vergessen und uns immer wieder danach ausrichten, dass JEDER berufen ist ein Teil von etwas Großem zu sein, Teil einer Kirche, die den Auftrag hat und lebt, Menschen mit der Liebe und Gnade Gottes zu erreichen, dann hat dies Auswirkungen. Dies sehen wir zum Beispiel so schön bei der ersten Gemeinde der Bibel in der Apostelgeschichte:

„Sie priesen Gott bei allem, was sie taten, und standen beim ganzen Volk in hohem Ansehen. Und jeden Tag rettete der Herr weitere Menschen, sodass die Gemeinde immer grösser wurde.“ Apostelgeschichte 2, 47

Eine Kirche, in der die Menschen trotz ihren Fehlern Gott anbeten und die offen ist für alle hat Auswirkung und zieht Leute an. Gott liebt es, wenn wir ihn ehren und anbeten, darum wird er uns neue Türen öffnen, uns segnen und unseren Einfluss als Einzelne aber auch als Kirche vergrößern. Menschen werden von überall her kommen um eine solche Kirche, in der die Menschen nicht Perfektion suchen, sondern Gottes Ehre, zu besuchen und zu erleben. Darum nehmen wir die Gnade Gottes in vollem Umfang in Anspruch, ehren ihn auch wenn alles gegen uns zu sein scheint und hören auch in den größten Herausforderungen nicht auf, Gott anzubeten. So wird seine Kraft unser Leben berühren und unsere Kirche weiterbringen. Der Himmel küsst unser Leben, unseren Alltag und dies begeistert und zieht an.

DARUM – wir sind berufen die Botschafter Gottes zu sein. WIE? Indem wir seine Gnade brauchen, an Gott glauben, ihm vertrauen, ihn anbeten, auf ihn hören, ihn suchen, ihn täglich ehren und ihm durch unsere Dankbarkeit zeigen, dass Gott uns wichtig ist. DARUM werden wir Gottes Botschafter sein, nicht weil wir in erster Linie große Taten vollbringen, lange Gebete beten oder geniale Kommunikatoren des Evangeliums sind, sondern weil wir Gott trotz allem immer wieder die Ehre geben, an ihm festhalten und ihn anbeten!

„Als Erstes möchte ich meinem Gott durch Jesus Christus für euch alle danken, denn in der ganzen Welt spricht man von eurem Glauben.“ Römer 1, 8