Zu dieser Botschaft bekenne ich mich offen und ohne mich zu schämen, denn das Evangelium ist die Kraft Gottes, die jedem der glaubt, Rettung bringt. … Denn im Evangelium zeigt uns Gott seine Gerechtigkeit, eine Gerechtigkeit, zu der man durch den Glauben Zugang hat; sie kommt dem zugute, der ihm vertraut. Darum heißt es in der Schrift: „Der Gerechte wird leben, weil er glaubt.“ Römer 1, 16&17

Römer 1, 16-20: Paulus schämt sich des Evangeliums nicht! Warum? Weil für ihn ist ganz klar, dass unser Glaube an Gott, unser Glaube an die Geschichte und das Leben von Jesus unsere Rettung ist. Wenn wir glauben, dass Gott seinen Sohn auf diese Erde gesandt hat, der für unsere Fehler gestorben und wiederauferstanden ist, so wird das unser Leben positiv verändern. Doch vor was rettet uns Gott? Hier ist es wichtig, dass wir die Bibelstelle ohne „Filter“ lesen. Denn oftmals sind wir geprägt durch unser „frommes Vorwissen“ und denken, es geht um die Rettung wenn wir sterben und in den Himmel kommen. Doch wenn wir den Römerbrief genauer unter die Lupe nehmen, sehen wir, dass Paulus in der Gegenwartsform und nicht in der Zukunftsform schreibt. So können wir davon ausgehen, dass Gott uns in unserem Leben im Hier und Jetzt begegnen, verändern und retten möchte. Retten vor uns selbst, vor unserer Selbstsucht und vor unserer Orientierungslosigkeit. Gott will uns JETZT begegnen und durch unseren Glauben können wir HEUTE erkennen, wer wir sind. Wir sehen den Plan Gottes, erkennen seine Ideen für unser Leben und finden den Sinn und Zweck unseres Daseins.

Weiter schreibt Paulus, dass Gott seinen Zorn sichtbar werden lässt. Doch die Frage ist: Über was lässt er seinen Zorn hereinbrechen? Lesen wir dies genau, sehen wir, Gottes Zorn ist nicht für die Menschen bestimmt, sondern er lässt ihn über all das Schlechte der Menschen, sprich über unsere schlechten und bösen Taten hereinbrechen. Wann passiert das? Ebenfalls JETZT. Dies bedeutet, Gott will uns befreien von all dem Schlechten, Bösen und Widerwärtigen in unserem Leben und uns helfen, unser Leben Schritt für Schritt zu verbessern und zu besseren, mitfühlenderen und barmherzigen Menschen zu werden. Doch warum wird sein Zorn geweckt? Ganz einfach, weil wir seine Wahrheit mit den Füssen treten. Und zwar die Wahrheit, die jeder erkennen kann – die Größe Gottes, die überall auf dieser Welt, in unserem Jetzt und unserer Gegenwart sichtbar ist und nur ein Ziel hat: uns in eine ehrfürchtige und anbetende Haltung zu führen.

„Seit der Erschaffung der Welt sind seine Werke ein sichtbarer Hinweis auf ihn, den unsichtbaren Gott, auf seine ewige Macht und sein göttliches Wesen. Die Menschen haben also keine Entschuldigung, denn trotz allem, was sie über Gott wussten, erwiesen sie ihm nicht die Ehre, die ihm zukommt, und blieben ihm den Dank schuldig!“ Römer 1, 20&21

Römer 1,21-32: Der Schlüssel um unsere Freiheit zu finden, die Ruhe in unserer Seele zu erleben, den Frieden zu entdecken und ein besserer Mensch zu werden, liegt einzig und allein in unserer Haltung der Anbetung. Wir können noch so gute Menschen sein, noch so viel über Gott wissen, wenn wir es unterlassen ihn zu ehren, im zu danken, uns vor ihm zu demütigen und seine Größe immer wieder zu erkennen, treten wir seine Wahrheit mit Füssen und verpassen so seine Gnade und Liebe. In Gottes Schöpfung und seinen Wundern sollten wir eigentlich immer wieder Gott sehen und dies lässt uns erkennen, wer wir sind: Menschen, die nicht alles wissen, nicht alles begreifen und nicht alles erklären können.
Wenn wir es unterlassen, ein Leben in Anbetung zu führen, Gott nicht ehren, nicht dankbar sind und uns nicht immer wieder vor Gott demütigen, kommt die Selbstverständlichkeit in unser Leben. Wir bekommen das Gefühl, wir können alles und wissen alles. Der Mensch wird zu Gott und Stolz hat unser Herz gepackt und lässt uns überheblich werden. Wir nehmen uns wichtiger und beten statt Gott die Schöpfung, den Erfolg oder uns selbst an. Dies führt zum Chaos und wir sind trotz unserem Wissen und trotz unseren guten Taten den Begierden unseres Herzens einfach so ausgeliefert. Wir dienen nach und nach uns selbst und somit dem Stolz, was zum seelischen Tod führt. Es wird finster um uns, die Seele wird leerer und leerer und wir verlieren nach und nach die Hoffnung. Angst statt Vision, Leere statt Freude, Sucht statt Frieden, Begierde statt Erfüllung nehmen mehr und mehr in uns Raum ein. Wir sind immer mehr unserem Treiben und unseren Sehnsüchten ausgeliefert und verlieren nach und nach den Boden unter unseren Füssen. Wir tun Dinge, die wir nie hätten tun wollen, die uns schaden und uns weg vom Leben, von der Freude und dem Frieden bringen. Anders gesagt, wir finden schleichend den seelischen Tod.

Doch was ist jetzt der Schlüssel? Was ist unsere Rettung? Diese finden wir in unserer Haltung der Anbetung. Wir hören nicht auf Gott anzubeten, ihn zu ehren und ihm für alles zu danken. So finden wir zurück zum Leben, zur Freude und zum Frieden.

Ich ermutige dich, mache Anbetung zu einer Lebenshaltung, zu einer Selbstverständlichkeit. Willst du mehr Frieden erleben? Willst du ein besserer Mensch werden? Willst du deine Träume verwirklichen? Willst du ein besserer Ehepartner, Arbeitnehmer oder Chef werden? Willst du glücklicher und freier sein? Dann bete Gott an. Nicht durch unsere Leistung werden wir zu besseren Menschen, sondern durch die Gnade Gottes und diese wird durch eine Haltung der Anbetung freigesetzt. Egal wo du stehst, egal was noch alles schief läuft in deinem Leben, suche Gott. Bete ihn an, danke ihm, ehre ihn, gib ihm Priorität und du wirst durch deine Haltung der Anbetung Schritt für Schritt deine persönliche Rettung finden. In deinem Heute, Hier und Jetzt!

„Ihr sollt so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe auf der Erde, wie er im Himmel geschieht!“ Aus dem Vater Unser, Matthäus 6, 9