„Hör auf die Stimme des Volkes, auf alles was sie sagen“, antwortete der Herr, „denn nicht dich weisen sie zurück, sondern mich. Sie wollen mich nicht länger als König.“ 1. Samuel 8, 7

Gott hat in jeden von uns schon von Anfang an alles hineingelegt, was wir brauchen, um das Beste aus unserem Leben herauszuholen. Helden werden nicht gemacht, sondern Helden werden geboren. Jeder von uns ist ein Held und hat das Potenzial in sich, die Welt zu verändern, positive Spuren zu hinterlassen und anderen Menschen zu helfen. Doch wie entdecken wir, was Gott in uns hineingelegt hat?

Dazu schauen wir zusammen eine weitere Situation im Leben von David an. Bevor Saul König wurde, regierte der Prophet Samuel als Richter das Volk. Doch Samuel wurde älter und seine Söhne waren illoyal und käuflich, so vertraute das Volk ihnen nicht und verlangte einen König, so wie ihn die anderen Völker auch hatten. Samuel brachte das Anliegen vor Gott und dieser sagte zu ihm: „Gib ihnen einen König, wenn sie das wollen. Eigentlich ist das Problem viel tiefer, sie vertrauen mir nicht mehr!“ Das Volk vertraute Gott nicht, dass er die problematische Situation mit Samuels Söhnen lösen würde. Sie wollten die Situation selber in die Hand nehmen. Dies führte dazu, dass Saul König wurde. Ein König, dessen Herrschaft von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Doch warum gab Gott ihnen einen König, obwohl er bereits wusste, dass Saul es nicht schaffen würde? Gott musste dem Volk geben, was es wollte, denn nur so – durch Sauls Versagen – wurde das Volk offen für Gottes Lösung. Ohne Saul hätten sie nie David, den einfachen Hirten, als König akzeptiert. So ist es auch bei uns: Gott gibt uns manchmal Dinge, die uns eigentliche schaden, nur damit wir realisieren, was er uns eigentlich wirklich geben möchte und wir wieder offen werden dafür. Dadurch sehen wir wieder, was er eigentlich von Anfang an tief in uns hineingelegt hat. Helden werden geboren. In jedem von uns steckt ein Held, ein Gewinner, ein Sieger, ein Überwinder, ein Mensch mit einem gewaltigen Potenzial, welches nur darauf wartet, von uns entdeckt und freigesetzt zu werden. Doch so oft verpassen wir es, weil wir aufgehört haben Gott zu vertrauen und die Sache, das Leben, die Situation oder das Problem selber in die Hand genommen haben, statt Gott einzuladen, ihn zu fragen und auf seine Weisung und Lösung zu warten. Das Volk war ungeduldig, darum kam Saul ins Spiel. Wo sind wir ungeduldig? Wo haben wir aufgehört, Gott zu vertrauen und schlagen uns mit einem „Saul“ in unserem Leben herum? Um wieder zu erleben, wie Gott zum Ziel kommt, müssen wir lernen ihm zu vertrauen. Mehr auf ihn zu setzen als auf unseren Verstand und tun, was er uns auf Herz legt. Und je mehr er wieder unser König wird, umso mehr kann er herausholen, was er tief in uns hineingelegt hat. Ich wünsche dir gerade in dieser Woche, dass du Gott vertrauen kannst – von Neuem oder zum ersten Mal – und erleben darfst, wie „Sauls“ aus deinem Leben verschwinden oder sich verändern.