„Und nun kündigt der Herr dir an, dass er dir ein Haus bauen wird. Denn wenn du stirbst, werde ich einen deiner Nachkommen als deinen Nachfolger einsetzen und werde sein Königtum festigen. Er wird dann für mich, für meinen Namen ein Haus bauen. Und ich werde seiner Herrschaft für immer Bestand geben! … Meine Gnade will ich ihm nie entziehen. Dein Haus und deine Königsherrschaft werden für alle Zeit vor mir bestehen bleiben und dein Thron wird für immer feststehen.“ 2. Samuel 7, 11-16

David ist jetzt König. Er hat sein Ziel erreicht. Ein einfacher Hirtenjunge regiert nun das Volk Gottes. Man könnte sagen: „Wow, David, du bist angekommen, du kannst jetzt endlich den wohlverdienten Erfolg genießen, dich ausruhen und das Leben eines Königs voll auskosten.“ Doch David wäre nicht David, wenn er dies tun würde. Auch im Palast, am Ziel seines Lebens angekommen, betet er weiterhin Gott an, sucht Gott und kümmert sich um Gottes Anliegen. Gott ist ihm wichtig geblieben. Gott ist für David weiterhin erste Priorität.
So oft habe ich schon gesehen, wie das Gegenteil geschieht. Menschen erreichen ihr Ziel, erleben wie sich ihre Gebete erfüllen oder Wunder passieren, und dann vergessen sie Gott. Vorher waren sie leidenschaftlich für ihren Gott unterwegs, doch dann haben sie geheiratet, Kinder bekommen, üben einen genialen Job aus, haben nebenbei noch die langgewünschte Ausbildung abgeschlossen, das Haus ist gebaut, alle Wünsche scheinen sich erfüllt zu haben und Gott ist auf das Nebengleis im Leben gerutscht bis er plötzlich keine Priorität mehr hat. Auch David hätte dieser Gefahr erliegen können. Auch David hätte vergessen können, wem er alles zu verdanken hat. Auch David hätte stehenbleiben können. Wir hätten ihn verstanden… Er hat so viel durchgemacht, jetzt hat er doch eine Pause verdient, um mal durchzuatmen. Mal mit der Leidenschaft für Gott ein bisschen kürzer treten. Doch David tat genau das Gegenteil. Auch auf dem Höhepunkt seines Erfolges suchte er Gott. Betete weiterhin Gott an. Verlor nie seine demütige Haltung und entwickelte sogar den Wunsch, Gott ein Haus zu bauen. Er wohnte im Palast, die Bundeslade Gottes in einem Zelt. Das geht nicht. So sagte er zu sich: „Auch wenn ich jetzt meinen Erfolg genießen, mich mal zurücklehnen und die Dinge laufen lassen könnte, ich will nicht aufhören, leidenschaftlich meinen Gott anzubeten, mein Bestes für ihn zu geben und seine Ehre zu suchen. Ich will ihm ein Haus bauen, einen Ort, wo ihn die Menschen anbeten und ehren können. Einen Tempel wie ihn die Welt zuvor noch nie gesehen hat. Meinem Gott habe ich alles zu verdanken und dies will ich nie vergessen!“

Gott sieht das Herz von David und ist so berührt von seiner Haltung, dass er ihm sagt, dass der Tempel Davids Sohn bauen wird, Gott aber jetzt mal Davids Haus baut. Gott segnet David über sein Leben hinaus. Bis in alle Ewigkeit wird seine Nachkommenschaft regieren und mit Jesus hat Gott dieses Versprechen definitiv erfüllt, weil Jesus aus Davids Stammbaum kommt.

Wenn wir es schaffen trotz Erfolg, trotz Reichtum, trotz Zielerreichung, trotz allen Wundern, die wir erleben, Gott immer noch zu priorisieren, ihn zu gewichten, ihn wichtig zu nehmen und an ihm dranbleiben, werden auch wir erleben, wie aus dem Segen, den wir jetzt erleben noch viel mehr entstehen kann. Nur weil wir nicht aufhören, Gott zu suchen und ihm und seinem Haus Gewicht zu geben. Darum vergiss nie, wem du was zu verdanken hast und ehre Gott weiterhin. Bete ihn an und mache seine Anliegen weiterhin zu deinen und auch du wirst erleben, wie Gott dich noch viel mehr segnen kann.