„Jeder, der an einem Wettkampf teilnehmen will, unterwirft sich einer strengen Disziplin!“ 1. Korinther 9, 25

Paulus schreibt, dass sich jeder, der den Lauf mit Jesus begonnen hat, einer strengen Disziplin unterwirft. Wie bei einem Marathon bin ich überzeugt, dass jeder, der mitläuft, den Lauf vollenden will. Jeder will das Ziel erreichen. Jeder, der den Lauf mit Gott gestartet hat, meint es ernst, will sein Bestes geben und versucht mit seinen Kräften dran zu bleiben. Auch wenn manchmal Dinge passieren, die wir nicht wollen, die uns den Atem rauben, uns an die Seitenlinie des Lebens drücken und wir jegliche Kraft zu verlieren scheinen, wollen wir alle tief im Herzen unseren Lauf vollenden. Und genau in solchen Momenten brauchen wir nicht Menschen, die uns sagen, was wir falsch machen, sondern Menschen, die uns zurufen: „Gib nicht auf! Du schaffst das! Steh wieder auf! Du wirst dein Ziel erreichen!“

Dies lernte und erlebte ich so schön, als ich 2016 den New York Marathon lief. Tausende von Menschen liefen ihn mit mir. Ich war nicht allein. Und egal wer gerade neben mir lief, ich hatte das Gefühl, wir laufen zusammen. Wir waren wie eine große Familie. Wenn jemand keine Kraft mehr hatte, konnte es gut sein, dass ihm ein Fremder auf die Schultern klopfte. Als ich bei etwa nach 27 km einen Muskelkrampf hatte, eilte ein wildfremdes Paar herbei, und hat mir mit Powerriegeln, Getränken und gutem Zureden geholfen, so dass ich den Mut fand, zurück in den Lauf zu gehen. Alle, inklusive die Fans an der Seitenlinie, waren füreinander.

So ist es auch im Glauben, Gott wird uns immer wieder Menschen zur Seite stellen, die für uns sind. Die für uns da sind, die uns ermutigen und uns zurufen: „Gib nicht auf!“ Gott will uns auch brauchen, andere zu ermutigen und ihnen zuzurufen: „Bleib dran, du schaffst das!“ Wir sind alle zusammen unterwegs, in einem großen Lauf, jeder läuft in seinem Tempo seinen Lauf. Den Lauf des Lebens mit unserem Gott zusammen. Und jeder, der ihn gestartet hat, will ihn auch vollenden, das Ziel erreichen. Darum sei ein Mensch, der andere ermutigt, ihnen zuruft und sie anfeuert, wenn sie die Kraft verlieren. Und wenn du die Hoffnung zu verlieren scheinst, dann öffne die Augen und du wirst die Menschen sehen, die Gott neben dich gestellt hat und die dir zurufen: „Gib nicht auf!“