Josefs Vorschlag fand Gehör beim Pharao und seinen Beratern. Als sie beratschlagten, wer für diese Aufgabe ernannt werden sollte, sagte der Pharao: „Wer könnte besser dafür geeignet sein als Josef? Denn er ist ein Mann, der ganz offensichtlich vom Geist Gottes erfüllt ist.“ 1. Mose 41, 37&38

In der Geschichte von Josef beobachten wir, wie Josef immer wieder Gott die Ehre für jegliche Erfolge zurückgab. Er war erfüllt mit dem Geist Gottes. Geführt und geleitet von Gott lebte er ein erfolgreiches und erfülltes Leben. Josef ging als gesegneter Mann in die Geschichte ein und als einer, der bis am Ende seiner Tage mit Gott unterwegs blieb und seinen Lauf erfolgreich vollendete. Ein weiteres Geheimnis seines Erfolges finden wir in seiner Haltung der Ehre. Er wusste, wem er seinen Erfolg zu verdanken hatte: Gott. Josef wusste, dass er ohne Gott nie all das erreicht hätte, was er hatte.

Wie sieht das bei uns aus? Wissen wir, wem wir was zu verdanken haben? Sind wir nicht alle in der Gefahr, Wunder so schnell als selbstverständlich anzuschauen, Durchbrüche uns selbst zuzuschreiben und Gott und seine Kraft, mit der er in unserem Leben am Wirken ist, sogar zu vergessen? Wir Menschen vergessen schnell. Darum hat Gott sein Volk im ersten Teil der Bibel immer wieder motiviert, für jegliche Durchbrüche in ihrem Leben einen Altar zu bauen oder ein Fest zu feiern. Etwas Sichtbares zu tun, damit sie nie vergessen, wem sie das Wunder zu verdanken haben. Mich hat diese Einsicht motiviert, mir selber zu überlegen, wie ich einen Lebensstil leben kann, wo ich nie vergesse, was ich Gott alles zu verdanken habe und Wunder, Segen und Erfolg nicht als selbstverständlich anschaue. Darum habe ich mir ein paar Eigenschaften antrainiert, die mir helfen, Gott immer wieder jegliche Ehre für alles zurückzugeben. Warum? Ich denke, wann immer wir Gott ehren für all das, was er tut, ihm den Dank zurückgeben, den er verdient hat und ihn erheben für alles was er in unserem Leben tut, kann er uns Neues und weiteren Segen anvertrauen. Ich denke, der Grund warum viele Menschen irgendwo auf ihrer Reise stehenbleiben sind, nicht mehr gesegnet werden und Gott nicht mehr so erfüllend und spannend erleben wie zu Beginn ihrer Beziehung, ist, weil sie irgendwann aufgehört haben Gott zu danken. Sie haben es unterlassen Gott für ihren Segen, ihre Erfolge, ihre Familie, ihren Reichtum und alles was er in ihrem Leben tat und am tun ist, den Dank zurückzugeben und ihn zu ehren.

Ich persönlich wünsche mir, dass ich nie stehenbleibe und je älter ich werde desto gesegneter sein darf. Ich wünsche mir, dass ich die beste Zeit noch vor mir habe und Gott mich noch mit vielen Abenteuern, offenen Türen, neuen Menschen und seinem Segen überraschen und mein Leben beleben wird. Und ich bin überzeugt, ich lege heute den Boden dafür, damit dies geschehen kann. Nämlich indem ich einen Boden der Dankbarkeit und der Anbetung gegenüber meinem Gott lebe.

Hier ein paar Prinzipien, für die ich mich entschieden habe, und so auch als Leiter ein Vorbild für andere zu sein:

1. Das Prinzip der Großzügigkeit

In der Bibel lesen wir an mehren Stellen, dass Gott uns segnet und uns neue Türen öffnen wird, wenn wir großzügig von dem weitergeben, was Gott uns anvertraut hat. Sei es durch Zeit, Geld, Worte oder Taten. Wann immer wir uns verschenken und von unseren Gaben und unserem Besitz weitergeben, setzt dies neuen Segen frei. Segen für die Menschen um uns herum und Segen, der wiederum uns selber zugute kommt. Segen, von dem wir wieder weitergeben können. Spannend ist zudem, wann immer wir großzügig sind und bleiben, vergessen wir nicht, wem wir was zu verdanken haben. Dank Gott habe ich Gesundheit, Intelligenz und Talente mitbekommen, welche mir helfen, einen guten Job zu tun, wodurch ich wiederum großzügig sein kann. Mit meinem Verdienst, meinen Gaben, meiner Zeit und meinem Überfluss.

2. Das Prinzip der Anbetung

Sonntag für Sonntag stehe ich während dem Anbetungsteil in unserer Kirche auf, richte mich auf, strecke meinen Oberkörper Gott entgegen, manchmal auch meine Hände und fokussiere meine Gedanken und meine Haltung auf Gott. Ich entscheide mich Gott zu danken, ihn zu ehren und meine Gedanken wieder von ihm prägen zu lassen. Nicht selten kommen neue Ideen, neue Inspirationen und es entsteht ein Moment wo ich wieder realisieren darf, wie groß mein Gott ist und wie klein und nichtig eigentlich meine Sorgen sind. Gott schenkt mir neue Hoffnung und Freude für die nächste Woche, für das Leben, für meine Familie, für meine Ehe, für all die Herausforderungen und all das Schöne, das auf mich wartet. Es kann vorkommen, dass ich es in den Ferien unterlasse, eine Kirche zu besuchen, weil es einfach zeitlich oder örtlich nicht passt, und ehrlich, dann fehlt es mir… Ich brauche das wöchentliche Ausrichten auf Gott in einer Kirche und deren Anbetungsmusik. Dies hilft mir, nicht zu vergessen wem ich was zu verdanken habe und es macht mich ready für weiteren und neuen Segen.

3. Das Prinzip des Aufschreibens

Weiter habe ich vor Jahren damit begonnen, aufzuschreiben was Gott alles in meinem Leben tut. Dadurch möchte ich nie vergessen, was für Wunder er in meinem Leben, unserer Familie und Kirche tut. Dies hilft mir, nie zu vergessen wie groß und gewaltig mein Gott ist und dass ihm nichts unmöglich ist. Schreib auf, wenn Gott etwas bewegt hat. Erinnere dich immer wieder an all die Wunder, die er in deinem Leben tut und entwickle dadurch eine Haltung, wo wir du nicht mehr vergisst, was du Gott alles zu verdanken hast.

Josef beendete seinen Lauf erfolgreich. Gott will auch mit dir deinen Lauf erfolgreich beenden. Darum trainiere dir einen Lebensstil an, bei dem du dich immer wieder daran erinnerst, was Gott alles tut und du ihm immer wieder jegliche Ehre dafür zurückgibst. Gerade als Leiter sind wir herausgefordert, Vorbilder zu sein. Die Menschen, die wir leiten, brauchen Menschen, die vorausgehen, Gott erleben und vor allem mit Gottes Geist erfüllt bleiben. Wir bleiben erfüllt und erleben immer wieder neue Wunder, weil wir nicht aufgehört haben Gott zu danken, ihn zu ehren und uns an all die Wunder zu erinnern. Welches könnte dein nächster Schritt sein auf deiner Reise als Leiter, als Vorbild, als Mensch, der nie vergessen will, wem er was zu verdanken hat?

Ich wünsche dir den Mut, nicht aufzuhören unterwegs zu bleiben und Gott zu ehren, es wird sich für dich und dein Umfeld auszahlen, immer wieder!

„Die Menschen haben also keine Entschuldigung, denn trotz allem, was sie über Gott wussten, erwiesen sie ihm nicht die Ehre, die ihm zukommt, und blieben ihm den Dank schuldig. Sie verloren sich in sinnlosen Gedankengängen, und in ihren Herzen, denen jede Einsicht fehlte, wurde es finster.“ Römer 1, 21