„Unser Siegeskranz hingegen ist unvergänglich. Für mich gibt es daher nur eines: Ich laufe wie ein Läufer, der das Ziel nicht aus den Augen verliert.“ 1. Korinther 9, 26

Im November 2016 hatte ich das Privileg, den New York Marathon zu laufen. Ich erinnere mich noch sehr gut daran wie ich mich nach 1½ Jahren Lauftraining an der Startlinie befand. Links und rechts von mir Tausende von Menschen, die dasselbe Ziel hatten: Nämlich diesen Lauf zu vollenden, das Ziel zu erreichen. Dies war etwas, das mir mein Trainer eingetrichtert hatte und immer wieder zu mir sagte: „Schaue mit deinem inneren Auge immer wieder aufs Ziel!“

So ist es auch in unserem Glauben. Wollen wir den Lauf mit unserem Gott im Himmel erfolgreich vollenden, müssen wir uns aufs Ziel fokussieren. Wir dürfen nie den Ort unserer Bestimmung – den Himmel – aus den Augen verlieren. Denn in jedem Leben gibt es – wie in jedem Langstreckenlauf – Momente wo wir in der Gefahr sind aufzugeben, den Lauf abzubrechen, aufhören zu glauben, nicht mehr hoffen und ein Wunder zu erwarten. Die Umstände sind zu schwer und die Schmerzen zu groß. Doch genau in diesen Momenten des Zweifelns, des Fragens und in der Gefahr aufzuhören, ist es wichtig, dass wir uns das Ziel vor unserem inneren Auge malen. Uns festhalten an dem, was Gott uns geben will. Uns vor unserem inneren Auge auf das „Später“ fokussieren, auf den Ort, wo wir die Ewigkeit mit Gott zusammen verbringen werden. Genau dieses Fokussieren auf den Himmel, auf den Ort wo es keinen Schmerz mehr gibt, hilft uns, dran zu bleiben, den Lauf zu vollenden und als Sieger ins Ziel zu kommen. Sieger, nicht weil wir Erste sind, sondern weil wir durchgehalten und das Ziel erreicht haben.

Nach 30 km lief ich in eine emotionale Wand. Ich konnte einfach nicht mehr und hatte keine Kraft mehr. Ich war kurz davor, aufzugeben, den Lauf abzubrechen. Doch dann fokussierte ich mich auf den Moment, wo ich über die Ziellinie laufen werde. Ich richtete meine Gedanken auf den schönen Moment im Hotel aus, wenn ich erschöpft aufs Bett sinken werde und mit meinem Coach auf den Sieg anstoßen werde. Den Moment, wo ich es geschafft habe. Den Moment, wo ich über die Ziellinie laufen werde. Und ehrlich, in dem Moment willst du nicht zurückschauen und zu dir sagen: „So schade habe ich aufgegeben. Hätte ich es doch nur durchgezogen!!“ So wird es uns auch mal im Himmel gehen. Wir werden über die Ziellinie laufen, Gott, Jesus, der Heilige Geist und Tausende von Engeln und all unsere Freunde und die Menschen, die schon dort sind, werden uns zujubeln, uns anfeuern und sich mit uns freuen, dass wir unseren Lauf im Glauben durchgezogen haben und ihn trotz Schmerzen, Fragen und Ängsten nicht aufgegeben haben. Wir werden als Sieger in den Himmel laufen und in dem Moment wirst du nur dankbar sein, dass du es geschafft hast. Dass du deinen Lauf mit Gott vollendet hast und du wirst dich erfüllt fühlen und als Sieger, weil du es durchgezogen hast.

Erreiche dein Ziel mit Gott zusammen. Laufe als Sieger in den Himmel, weil du dich immer wieder aufs Ziel, auf das was Gott dir in der Ewigkeit verspricht, fokussierst und das Ziel nie aus den Augen verlierst.