„Der Herr macht arm, er macht reich, lässt die einen hochkommen und bringt die anderen zu Fall. Die Verachteten holt er aus ihrem Elend und bringt sie zu Ehren, er lässt sie aufsteigen in den Kreis der Angesehenen und gibt ihnen einen Ehrenplatz. Denn die ganze Erde gehört dem Herrn; er hat sie errichtet auf Fundamenten, die nicht wanken.“ 1. Samuel 2,7&8

Gott liebt es, Menschen aus dem Nichts hervorzuholen, sie an Plätze zu führen, von denen sie nicht einmal geträumt haben und sie an Positionen zu setzen, die sie sich nie aus eigener Kraft hätten verdienen können. Gott wird auch dich immer wieder ehren, erheben und weiterführen. Warum? Weil wir einen Lebensstil des Gebens leben. Menschen, die sich entschieden haben, weiterzugeben von dem was Gott ihnen anvertraut hat, werden automatisch Segen erleben.

Ich weiss, wir haben in unserer Kultur eher das Bild, dass Menschen, die reich sind, Menschen, die gesegnet sind, dies nur durch Lügen, Betrug und Hinterhältigkeit erreicht haben. Doch wenn wir in der Bibel lesen, sehen wir, dass viele Personen, die wir als Glaubenshelden verehren und unsere Vorbilder sind, von Gott unglaublich finanziell gesegnet waren. Sie waren reich. Sie waren Könige. Sie waren Grossgrundbesitzer. Sie waren Geschäftsmänner. Sie verfügten über viele Ressourcen und Reichtümer. Warum waren sie so gesegnet? Sie waren gesegnet, weil sie gute Verwalter waren und Gott wusste, dass er ihnen Wohlstand anvertrauen konnte. Gott wusste, dass sie ihren Segen für andere einsetzen und seine Pläne damit ausführen würden. So ist es auch bei uns, wenn wir uns entscheiden, Geber zu sein. Wenn wir uns mit unseren Ressourcen, Gaben und Finanzen ins Reich Gottes investieren, dann wird Gott uns mehr anvertrauen. Eigentlich ist es sehr einfach: Gott gibt denen mehr, die sich als vertrauenswürdig erweisen. Umgekehrt wird Gott niemandem mehr geben, der verantwortungslos mit seinen Gaben, seiner Zeit und seinen Finanzen umgeht oder keine Ahnung hat, was überhaupt damit geschieht.

Interessant finde ich die Haltung der Menschen, die meinen, sie müssten nicht über gute Verwalterschaft nachdenken, weil sie ja eh nicht viel haben. Dabei vergessen sie, dass die Treue im Kleinen dazu führt, dass einem mehr anvertraut wird. Wenn dann in den Nachrichten bekanntgegeben wird, dass jemand im Lotto gewonnen hat oder viel Geld geerbt hat, sagen sie Sätze wie: „Mensch, wenn ich fünf Millionen Franken erben würde, würde ich eine Million davon meiner Kirche schenken. Ehrlich!“ Wirklich? Warum meinen Menschen, sie würden Gott 20% von einem unerwarteten Geldsegen überlassen, wenn sie Gott nicht mit dem ehren, was sie heute haben? Gute Verwalter sagen: „Mit dem, was ich jetzt habe, ehre ich Gott.“ Darum ermutige ich dich, warte nicht mehr auf den Moment, wo du mehr hast, um zu geben, sondern gebe heute weiter von dem, was du in deinen Händen hast. Ehre Gott mit deinen Finanzen, mit deiner Zeit, mit deinen Gaben – und Gott wird es vermehren. So werden wir immer wieder erleben, wie wir gesegnet werden. Immer und immer wieder. Gesegnet, weil wir geben. Gesegnet, um zu geben.