„Zwei Blinde, die am Strassenrand sassen, hörten, dass Jesus vorbeikam, und riefen: „Herr, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit uns!“ … Jesus blieb stehen und rief die beiden zu sich: „Was möchtet ihr von mir?“ fragte er.” Aus Matthäus 20, 30-32

„Jesus habe Gnade mit uns“, riefen ihm die zwei Blinden zu und Jesus blieb stehen und fragte sie: „Was wollt ihr?“ Ist das nicht eine komische Frage? Jesus wusste doch, dass sie blind waren. Für alle war klar, dies waren Blinde. Doch Jesus stellte hier diese Frage, weil er damit sehen wollte, wie gross ihr Glaube ist. Ihre Antwort hätte sein können: „Wir sind blind. Könntest du uns ein bisschen Geld geben, damit wir uns wieder mal was zu essen kaufen können?“ Doch statt ihr Denken zu limitieren und Jesus nur um etwas Kurzfristiges und Kleines zu bitten, sagten sie zu ihm: „Jesus, wir möchten wieder sehen. Bitte heile uns!“ Sie baten Jesus, das Unmögliche zu tun. Und Jesus tat es!

So fragt Gott auch uns immer und immer wieder: „Was willst du?“ Und was antworten wir? Sind wir uns bewusst, dass wir einen Gott haben, dem nichts unmöglich ist? Dass unser Gott die richtigen Leute in unserer Zukunft für uns bereithält? Gott kann und will uns neue Türen öffnen, er hat einen Plan für unser Leben, er hat uns berufen anderen zu helfen und sein Lachen und Leuchten in die Welt hineinzutragen. Wir beten einen Gott an, der uns mit seiner Güte und Gunst täglich von Neuem begegnen will. Wir haben einen Gott, der von allem mehr als genug hat und uns immer wieder überfliessend segnen will. Darum, frage und bitte um grosse Sache. Beleidige Gott nicht, indem du ihn nur um kleine Dinge bittest. Bitte Gott stattdessen um mehr! Statt ihn darum zu bitten, dass er dir helfen soll, mit deinen Nöten klarzukommen, bitte ihn um den völligen Durchbruch. Statt ihn anzuflehen, dass er dir hilft, mit deinen finanziellen Nöten klarzukommen, bitte ihn um überfliessenden Segen, dass du mehr als genug hast und auch anderen damit helfen kannst. Bitte ihn nicht nur darum, dass deine Kinder, deine Kollegen oder Menschen, die dir nahe sind, wieder zurück auf den rechten Weg kommen, sondern bitte ihn, dass sie zu Menschen werden, mit denen er die Welt verändern kann und sie ihre volle Berufung ausleben können.

Was wollen wir? So oft bleiben wir in den kleinen alltäglichen Gebeten stehen und verpassen den überfliessenden Segen, nur weil wir vergessen haben, grosse, mutige, überschwängliche und aussergewöhnliche Gebete zu beten. Ich ermutige dich, beginne wieder grösser von Gott zu denken. Habe den Mut, gross zu bitten, grosse Gebete zu beten und erwarte wieder mehr von deinem Gott. Und auch du wirst erleben, wie Wunder in deinem Leben geschehen.

„Da ergriff ihn tiefes Mitgefühl; er berührte ihre Augen, und im selben Augenblick konnten sie sehen. Von da an folgten sie Jesus nach.“ Matthäus 20, 34