Wir haben es nicht nötig, dir etwas darauf zu antworten. Unser Gott, dem wir gehorchen, kann uns zwar aus dem glühenden Ofen und aus deiner Gewalt retten; aber wenn er das nicht tut: Deinen Gott werden wir niemals verehren, und das goldene Standbild, das du errichtet hast, werden wir nicht anbeten.“ Daniel 3,18

Es ist einfach, Gott zu vertrauen, wenn alles rund in unserem Leben läuft. Es ist einfach, Gott anzubeten und ihn zu loben, wenn unsere Kinder gesund sind und nie Probleme machen, wenn an unserem Arbeitsplatz alles super läuft, wir keine Kämpfe in unserem Leben haben und uns sowieso von allem mehr als genug zur Verfügung steht. Doch was machen wir, wenn Gebete unbeantwortet bleiben, es nicht so läuft wie wir uns vorstellen, die Probleme sich nicht zu verändern scheinen und wir Gottes Segen nicht erleben? Oftmals sind wir dann frustriert und denken: „Wenn sich doch nur diese Situation verändern würde, dann könnte ich wieder glücklich sein. Wenn ich die richtige Person kennenlernen würde, dann wäre alles gut. Wenn wir endlich unser langersehntes Baby bekämen, dann könnten wir uns wieder freuen.“ Diese Haltung kann man auch mit „Vorbehaltlicher Glaube“ betiteln. Wir glauben nur dann, wenn Gott ein Wunder tut, er uns gibt was wir uns wünschen und uns segnet. Doch Gott sucht unseren bedingungslosen Glauben.

Bedingungsloser Glaube glaubt, auch wenn Wünsche unerfüllt bleiben, die langersehnte Heilung noch auf sich warten lässt oder Veränderung und Durchbrüche nicht zu kommen scheinen. Auch wenn Situationen in unserem Leben keinen Sinn ergeben und unsere Fragen unbeantwortet bleiben, halten wir an Gott fest. Wir lassen uns die Freude nicht rauben und vertrauen weiterhin, dass Gott noch einen Weg für uns bereithält und trotzdem unser Bestes sucht.

Darum sage nicht mehr zu dir (und zu Gott): „Ich werde erst glücklich sein, wenn ich mein Haus habe, wenn meine Ehe wieder rund läuft, ich einen neuen Job finde oder die Heilung erlebe!“ Es ist wichtig, dass wir ehrlich sind und alle unsere Wünsche bei Gott deponieren. Gib die Hoffnung auf ein Wunder nie auf und sehne dich nach mehr. Ansonsten wirst du dieses „Mehr“ in deinem Leben nie erleben. Aber: mach deinen Lebensinhalt, deinen Glauben und deine Beziehung zu Gott nicht von einer Erfüllung deiner Sehnsüchte oder dem nächsten Wunder abhängig. Vertraue stattdessen Gott, auch wenn es ganz anders herauskommt, als du es erwartet oder dir vorgestellt hast. Dies sehen wir auch in der Geschichte aus der Bibel von den drei hebräischen Jungs. Sie wurden herausgefordert, sich vor einem fremden Götzen hinzuknien und ihn anzubeten. Doch sie entschieden sich dagegen und die Konsequenz war, dass man sie in den Feuerofen warf. Doch sie verbrannten in diesem Inferno nicht, denn ein Engel kam und schützte sie. Bevor sie in den Ofen geworfen wurden, sagten sie: „Unser Gott kann uns helfen. Aber selbst wenn er nicht helfen wird, werden wir uns trotzdem nie vor dem Götzen verneigen.“

Sage auch du: „Ich glaube daran, dass Gott mir helfen, mich heilen und weiterführen kann. Ich glaube daran, dass Gott mehr mit mir in meinem Leben tun will. Doch sollte sich nichts in meinem Leben verändern, werde ich nicht bitter. Ich verliere meine Freude nicht. Ich weiß, mein Gott sitzt immer noch auf dem Thron, und er hat das letzte Wort, und das wir ein gutes sein.“