„Diese Israeliten sind uns zu zahlreich und zu mächtig geworden. Wir müssen uns etwas einfallen lassen, damit dieses Volk nicht noch grösser wird. … Doch je mehr die Ägypter sie unterdrückten, desto zahlreicher wurden die Israeliten! Da bekamen die Ägypter Angst vor ihnen.“ Aus 2. Mose 1,9-12

Ein neuer Pharao kam in Ägypten an die Macht. Dieser wusste nicht mehr, warum all die Israeliten eigentlich dort lebten und begann, sie zu unterdrücken. Spannend zu lesen ist, dass je mehr er sie unterdrückte und sie zur Sklavenarbeit zwang, desto mehr wurden sie von Gott gesegnet. Die Israeliten wurden so zahlreich, dass die Ägypter, die sie doch eigentlich unterdrücken sollten, sogar Angst vor ihnen bekamen. So ist es auch in unserem Leben. Oftmals, wenn Gott uns weiterbringen, befördern oder segnen will, schickt er nicht zuerst eine gute Situation oder eine schöne offene Türe, sondern oftmals schickt er Feinde in unser Leben. Er lässt eine unfaire Situation zu. Wir sehen nicht mehr weiter. Doch lass dich in solchen Momenten nicht entmutigen. Je mehr gegen dich zu sein scheint, umso stärker wird der Segen sein, den Gott daraus kreieren wird. Klar, es gefällt dir vielleicht im Moment nicht, doch dein Charakter, dein Glaube, dein nächster Durchbruch wird oftmals unter Druck geformt.

Es ist mit einer Orange zu vergleichen. Wenn du aus einer Orange den Saft pressen willst, brauchst du dafür Druck. So auch bei uns. Wenn wir nie unter Druck in unserem Leben geraten, wird sich unser Glaube nicht vergrößern und somit können wir auch nicht sehen, was wirklich in uns steckt. Um die ganze Fülle und den vollen Segen aus unserem Leben herauszuholen, braucht es hie und da Druck. Feinde, Situationen, die gegen uns sind, Menschen, die uns schaden wollen und Umstände, die wir nicht verstehen. Doch wenn wir trotzdem an Gott festhalten und ihn weiterhin ehren, ihn anbeten und tun, was er uns aufs Herz gelegt hat, dann wird uns dieser Druck stärker machen. Neuer Segen wird in unser Leben kommen. Auch wenn du an deinem Arbeitsplatz nicht mehr weitersiehst, denk dran: Gott hat die schwierige Situation zugelassen, um dich weiterzubringen. Diese Not ist dein nächster Test. In dieser Schwere wird dir Gott besonders nahe sein.

So war es auch bei Jesus. Bevor Jesus ans Kreuz genagelt wurde, war er im Garten Gethsemane. Dieser Ortsname bedeutet im Hebräischen „Ölpresse“. Um Olivenöl herzustellen, braucht es Druck. Gott wird es nie zulassen, dass du in Drucksituationen gerätst, wenn er nicht dadurch deinen Glauben vergrößern möchte.

Jesus wurde an einem Freitag gekreuzigt. Er war einem unglaublichen Schmerz, einer nie dagewesenen Belastung und großem Druck ausgesetzt. Samstags wurde Jesus dann ins Grab gelegt und alles sah hoffnungslos aus. Alle dachten, dass es jetzt vorbei sei. Doch am Sonntagmorgen kam er aus dem Grab heraus zurück ins Leben und überwand den Tod. Der Tod konnte ihn nicht festhalten, der Druck konnte ihn nicht besiegen. Auch wenn du dich fühlst, als wäre alles aus, wenn Druck dein Leben zu einer riesen Belastung macht, denk daran: Gott ist auf deiner Seite. Der Sonntag wird kommen. Dieselbe Auferstehungskraft, die Jesus von den Toten zurück ins Leben geholt hat, lebt in dir und mir. Dieser Feind wird dich nicht besiegen, diese Neinsager werden nicht Recht bekommen, dieser Druck wird dich nicht zerquetschen. Halte an deinem Glauben an Gott fest. Tue das, was richtig ist, und Gott wird deine Feinde gebrauchen, um dich zu segnen. Auch wenn du vielleicht einen Freitag in deinem Leben hast, der Sonntag wird kommen. Du wirst stärker, gesunder, besser, fröhlicher und befreiter aus dieser Situation herauskommen, weil Gott auf deiner Seite ist.