Denn ein Schmerz, wie Gott ihn haben will, bringt eine Umkehr hervor, die zur Rettung führt und die man nie bereut.“ 2. Korinther 7,10

Wenn Gott Schmerzen zulässt, dann nicht, um uns zu strafen, uns zu quälen oder uns in die Irre zu führen. Vielmehr möchte er uns dadurch weiterführen. Auch wenn wir es nicht verstehen und wir nie eine Antwort auf unsere „Warum‘s“ bekommen werden, dürfen wir doch wissen: Gott hat es erlaubt und es zugelassen, weil er etwas Gutes daraus entstehen lassen will. Genau in solchen Situationen kommt unser Glaube ins Spiel. Wir sagen zu Gott: „Ich hasse diesen Schmerz. Ich hasse es, wie ich immer wieder über diese Versuchung stolpere. Ich mag meine Krankheit nicht. All die Fragen und die Dunkelheit in meinem Leben verstehe ich nicht. Aber ich glaube an dich. Ich vertraue dir trotzdem und weiß: Du hast alles in deiner Hand. Du hast es unter Kontrolle und behältst den Überblick. Ich werde mit dir zusammen diese Zeit nicht nur überleben, überstehen oder überwinden, sondern ich werde durch diese Situation wachsen. Ich werde stärker, ich werde neue Gaben und neuen Segen entdecken. Ich weiß, dass dieser Schmerz mich zu meinem nächsten Sieg führen wird.“

Sogar wenn wir an unserer misslichen Situation im Leben selber schuld sind, wenn wir Schmerzen durchleben müssen, weil wir es selbst verbockt haben, ist Gott da, und seine Gnade will uns helfen und uns durch den ganzen Prozess führen, so dass wir besser und stärker aus dem durchlebten Verlust, der selbstverschuldeten Misere oder den angehäuften Schulden herauskommen. Doch damit dies geschehen kann – ganz gleich ob wir nun in etwas hineingeschlittert sind, für das wir gar nichts können, ob wir ungerecht behandelt werden, einen schweren Schicksalsschlag erleben oder es selbst verschuldet haben -, müssen wir bereit werden, zu sehen, was Gott uns dadurch lehren und aufzeigen möchte.

Jeder Schmerz, jede Dunkelheit, die Gott in unserem Leben zulässt, ist dazu da, um uns etwas aufzuzeigen, uns stärker werden zu lassen oder unseren Glauben zu testen. Jede schmerzvolle Situation enthält eine Lektion fürs Leben. Darum nutze deinen Schmerz. Nutze ihn, damit du weiterkommst. Nutze ihn, damit du neuen Segen entdecken kannst. Nutze ihn, damit du zu einem größeren Segen für andere werden kannst. Nutze ihn. Lass nicht zu, dass der Schmerz zu einem Stillstand in einem Leben führt, sondern benutze ihn als Sprungbrett für dein nächstes Level in deinem Leben. Bitter zu werden, stehenzubleiben, sich in seinen „WARUM“ Fragen zu drehen und nicht mehr vorwärts zu gehen, das ist einfach. Das kann jeder. Doch im Schmerz mit Gott zusammen neue Chancen, neue Möglichkeiten sehen, neuen Segen und neue Freude entdecken, das ist Glaube. Das ist das, was in jedem von uns schlummert und das Gott mit uns zusammen hervorholen möchte. Darum entdecke die Chancen in deinen Herausforderungen und nutze den Schmerz, um deinen nächsten Sieg zu erreichen. Hör auf, dich zu beklagen und suche stattdessen Gott und das, was er dir dadurch zeigen und dir weitergeben möchte.

Wenn wir herausfinden, warum Gott diesen Schmerz zugelassen hat, finden wir auch den nächsten Schritt zurück ins Leben, zurück in den Segen. Bleiben wir jedoch stehen und suchen einen Schuldigen, werden sich die Situationen, Probleme und Trennungen so lange wiederholen, bis wir endlich bereit sind, etwas daraus zu lernen. Darum mach es nicht wie ein Dickkopf, der immer wieder in dieselben Situationen hineinrasselt und dabei Gott, dem Leben oder anderen die Schuld dafür gibt. Halte stattdessen an. Suche Gott in deinem Schmerz und versuche herauszufinden, was ER dir dadurch zeigen möchte, und du wirst den Schmerz nutzen, um deinen nächsten Segen zu entdecken. Du wirst dein Lachen wiederfinden und schlussendlich besser, stärker und fröhlicher im Leben unterwegs sein.

„Gott lässt auch zu, dass du manchmal in unangenehme Situationen gerätst, um bestimmte Charakterschwächen auszumerzen. Du kannst den Problemen gebieten, bis du heiser wirst. Du kannst binden, du kannst lösen, du kannst singen und schreien, du kannst das volle Programm abspulen, aber das wird dir überhaupt nichts nützen! Gott ist viel mehr daran interessiert, dich zu verändern als deine Umstände. Und je eher du lernst, mit ihm zusammenzuarbeiten, desto schneller wirst du die Probleme hinter dir lassen.“ Joel Osteen