„Führt mich mein Weg mitten durch die Not, so schenkst du mir neue Lebenskraft. Du streckst deine Hand aus und wehrst den Zorn meiner Feinde ab, mit deinem mächtigen Arm rettest du mich. Der Herr wird alles für mich zu einem guten Ende bringen! Herr, deine Güte währt ewig; und was du zu tun begonnen hast, davon wirst du nicht ablassen.“ Psalm 138,7-8

Alles, was Gott in unserem Leben begonnen hat, wird er auch erfolgreich zu Ende bringen. Wir haben einen Gott an unserer Seite, der nicht inmitten des Prozesses, des Laufes, des Unterwegssein einfach so aufgibt. Darum möchte ich dich heute ermutigen, dranzubleiben. Finde neuen Glauben für den Prozess in der Mitte. Ich weiß, es ist einfach, mit einem großen Glauben etwas Neues zu starten. Die Augen leuchten, wenn wir einander vor dem Traualtar das Ja-Wort geben. Die Gefühle sind unbeschreiblich, wenn wir das frischgeborene Baby in den Armen halten. Und die Erwartungen sind hoch, wenn wir ein neues Projekt oder Geschäft starten. Wir fühlen uns gut und sind im Flow unseres Lebens. Ebenso fühlen wir uns beflügelt, wenn wir die Ziellinie vor unserem inneren Auge sehen. Glauben für den Start und für das Ende zu haben, ist keine große Kunst. Doch den Glauben in der Mitte zu behalten, das ist der Schlüssel, um das Ziel auch wirklich zu erreichen.

Darum, verliere den Glauben in der Mitte nicht. Wenn etwas länger dauert als geplant, wenn es mehr Kraft braucht als erwartet oder wenn es nicht so einfach geht wie du dir vorgestellt hast. Die Mitte. Die Zeit, in der viele den Glauben verlieren und aufgeben. Der Moment, wo es einfacher ist, stehenzubleiben als vorwärts zu gehen. Wenn du dich in der Mitte eines Prozesses befindest, denk daran, Gott hat uns nie versprochen, dass wir unser Ziel ohne Gegenwehr, ohne Herausforderungen, ohne Tiefs und dunkle Zeiten erreichen werden. Bleib dran. Kämpfe weiter und lass dir die Freude, den Glauben und die Hoffnung nicht rauben. Sage wieder zu dir selber: „Ich lasse mir den Glauben in der Mitte nicht mehr rauben. Auch wenn es nicht so läuft, wie ich mir vorgestellt habe, ich halte an den Zusagen Gottes in meinem Leben fest und gehe weiter aufs Ziel zu. Auch wenn Menschen mir sagen, gib deine Ehe auf, gib deine Träume auf, gib deinen Glauben auf, höre ich nicht auf sie, sondern entwickle einen neuen Glauben für die Mitte.“

Wenn Gott einen Traum in unser Herz gelegt hat, wird er uns auch den Weg zeigen, wie wir das Ziel erreichen werden. Wenn Gott dir ein Versprechen gegeben hat, denk daran, Gott arbeitet im Hintergrund daran, dass es wahr werden wird. So ging es auch Maria, der Mutter von Jesus. Wir lesen, wie ein Engel zu ihr kommt und ihr verspricht, dass sie den Erlöser zur Welt bringen wird. Voller Glaube und Zuversicht sagte Maria Ja zu diesem göttlichen Kind. Doch was ihr der Engel nicht sagt ist, wie hart die Geburt und auch das Leben von Jesus sein wird. Er sagte ihr nicht, dass sie als Hochschwangere in eine andere Stadt gehen muss. Er sagte ihr nicht, dass sie ihr Kind in einem Stall zur Welt bringen wird. Er sagte ihr nicht, dass sie mit ihrem Kind flüchten muss, weil jemand es töten will. Er sagte ihr nicht, dass ihr Sohn mal einen schrecklichen Tod sterben muss, bevor er wirklich zum Erlöser und Messias werden kann. Was will ich damit sagen? Gott sagt uns oftmals bewusst nicht, was in der Mitte, bis wir das Ziel erreichen, alles geschehen wird, weil er weiß, dass wir sonst gar nicht starten würden. Und darum braucht es in der Mitte unseren Glauben. Einen Glauben, der nicht aufgibt, der dranbleibt und es durchzieht, weil wir wissen, Gott wird in unserem Leben zum Ziel kommen. Auch wenn es nicht so aussieht, Gott hat uns und seine Zusagen nicht aufgegeben und wird den Lauf mit uns zusammen vollenden. Darum finde wieder Glauben für die Mitte und halte an den Zusagen Gottes fest. So wirst du das Ziel mit Gott zusammen erreichen.