Eines Tages fragte David: „Ist noch irgendjemand aus Sauls Familie am Leben? Ich will ihnen Gutes tun, wie ich Jonatan versprochen habe.“ … David antwortete: „Hab keine Angst! Ich will dir Gutes tun, wie ich es deinem Vater Jonatan versprochen habe. Ich will dir Ländereien zurückgeben, die früher deinem Grossvater Saul gehörten, und du bist eingeladen, immer an meinem Tisch zu essen.“ Aus 2. Samuel 9,1-7 

Saul war der König, der David nicht nur an den Königshof holte, sondern ihn später auch verfolgte und töten wollte. Doch dann fiel Saul mit seinem Sohn Jonatan in einer Schlacht und David kam auf den Thron. Eigentlich hätte er jetzt all die Nachkommen von Saul ermorden oder sie zumindest vergessen sollen. Doch eines Tages kommt David wie aus dem Nichts ein Gedanke, der ihm sagt: „David, es gibt hier jemanden, der deine Hilfe braucht!“ Und so erkundet sich David und findet heraus, dass es noch einen Nachkommen von Saul gibt. Der Sohn von Jonatan, der als Fünfjähriger auf der Flucht nach dem Tod seines Vaters von seinem Kindermädchen fallen gelassen wurde und seither gelähmt ist – Mefi-Boschet. Mefi-Boschet wuchs am Königshof auf, er war der Sohn des zukünftigen Königs. Er hatte alles, was man sich wünschen konnte. Luxus, ein Leben im Palast und im Überfluss und zudem eine Zukunft. Wie auf einen Schlag wird ihm das alles – plus seine Beine – genommen. Mefi-Boschet wird buchstäblich von seinem Kindermädchen und vom Leben fallen gelassen. Er wird vergessen. Er fühlt sich einsam und übergangen. Doch plötzlich erinnert sich David an ihn. Und holt ihn zurück an den Hof, wo er bis an sein Lebensende am Tisch des Königs essen darf.

So ist es auch bei uns. Auch wenn wir uns vergessen oder im Stich gelassen fühlen, Gott vergisst uns nicht. Wir beten den Gott an, der das ganze Universum in seiner Hand hält und egal was uns widerfahren ist, wo wir im Stich gelassen wurden, Gott flüstert in die Ohren von jemandem, wie bei David, um dir das Verlorene wieder zurückzugeben. Wir alle erleben Situationen, die nicht fair sind. Wir fühlen uns hintergangen, zählen nichts mehr und werden ungerecht behandelt. Zudem gibt es Situationen, in denen Menschen einfach durch ihre negativen Entscheidungen Schaden in unserem Leben anrichten. Wir kämpfen mit Depressionen, Angstzuständen oder seelischen Nöten, nur weil Menschen uns verletzt haben. Und da sind wir nun, vergessen, nicht wahrgenommen und versuchen, unser Leben wieder auf die Reihe zu kriegen. Egal was du alles erlebt hast oder am Durchmachen bist, ich möchte dir heute sagen: Gott ist da und er hat dich nicht vergessen. Dieser Zerbruch, diese Ungerechtigkeit, dieser Fehler in deinem Leben, diese Krankheit, diese Sucht, diese Angst, egal was, mit Gott zusammen wird dies nicht das Ende deiner Story sein, sondern erst der Anfang von neuem Segen, den Gott in deinem Leben freisetzen will. Darum suche Gott und erlebe, wie er dich tröstet, dich wieder aufbaut, dich heilt, dich verändert, dich näher an sein Herz zieht. Erlebe, wie Gott da ist und zu dir sagt:

„Ich habe dich nicht vergessen. Ich habe immer noch einen guten Plan für dein Leben. Vertraue mir, ich werde dich weiterführen und Neues, Schönes und Geniales daraus kreieren. Ich kann jemandem zuflüstern und dich so innerhalb von kurzer Zeit an einen Platz holen, den du dir nie hättest vorstellen können und du wirst wieder sehen, wie ich für dich bin und dich nicht vergessen habe!“