Unter ihnen war ein Mann, der seit achtunddreißig Jahren krank war. Jesus sah ihn dort liegen, und es war ihm klar, dass er schon lange leidend war. „Willst du gesund werden?“ fragte er ihn. Der Kranke antwortete: „Herr ich habe niemand, der mir hilft, in den Teich zu kommen, wenn das Wasser sich bewegt.“ … Da sagte Jesus zu ihm: „Steh auf, nimm deine Matte und geh!“ Im selben Augenblick war der Mann gesund; er nahm seine Matte und ging.“ Aus Johannes 5,2-8  

In dieser Geschichte begegnet Jesus einem Mann, der seit 38 Jahren gelähmt ist. Er befindet sich in Betesda, einer Tempelanlage bei einem speziellen Teich. Wenn sich dieser Teich bewegt, wird der erste Kranke, der das Wasser berührt, geheilt. Der gelähmte Mann lebt seit 38 Jahren dort und hat es nie geschafft, Erster zu sein. Jetzt kommt Jesus und fragt ihn: „Willst du gesund werden?“ Der Mann gibt ihm zur Antwort: „Ich habe es noch nie bis zum Teich geschafft!“ Was soll das? Das war nicht die Frage. Die einfache Frage von Jesus hätte er mit Ja oder Nein beantworten können. Doch statt seiner Sehnsucht eine Stimme zu geben und sie mit einem klaren Ja zu beantworten, entschuldigte er sich. So oft geht es uns genau gleich. Wir begegnen Jesus und er fragt uns: „Willst du gesund werden? Willst du mehr erleben? Willst du eine Veränderung? Willst du weiterkommen?“

Leider bleiben so viele in ihrem Leben stehen und statt Jesus mit einem Ja zu antworten, rechtfertigen sie sich. Sie entschuldigen sich und versuchen ihre Mittelmäßigkeit, ihren Stillstand, ihre Not zu erklären. Sie sagen: „Wegen meinen Eltern bin ich, wo ich bin. Weißt du, Jesus, mein Lehrer hat nie an mich geglaubt, darum ist nichts Anständiges aus mir geworden. Ich hatte schlechte Voraussetzungen, darum bin ich stehengeblieben.“ Ich möchte dich heute ermutigen, löse dich von deinen Entschuldigungen. Nichts und niemand hat die Macht, dich wirklich auszubremsen. Weder deine schlechte Kindheit, deine Fehler, deine Umstände noch andere Menschen. Gott hat das letzte Wort. Immer. Darum sage zu deinem Selbstmitleid, deinen Depressionen, deinen Süchten, deinen Versuchungen, deinen Nöten, deinen negativen Umständen: „Jetzt ist fertig. Ich will eine Veränderung. Ich will gesund werden. Ich will wieder sehen, wie Freiheit, Kraft und neue Wunder mein Leben beleben. Ja, ich will.“

Trotz seinen Entschuldigungen heilte Jesus den Gelähmten. Er ging auf seine Ausreden gar nicht ein. Er sagte nur: „Steh auf und geh!“ Und sofort war der Gelähmte geheilt. Stell dir nur mal vor, was Gott alles bei dir tun kann, wenn du deine Entschuldigungen loslässt? Er hat den Gelähmten trotzdem geheilt – wie viel grösser wird seine Kraft in deinem Leben sichtbar werden, wenn wir wieder mehr erwarten, hoffen und glauben? Auch wenn du im Moment noch denkst, dieser Zustand wird immer so bleiben, mit dieser Situation werde ich immer zu kämpfen haben, diese Behinderung gehört in mein Leben und diese Not und finanziellen Begrenzungen sind normal – Gott kann mit einem Wort dein Leben innerhalb kürzester Zeit auf den Kopf stellen und dich mit seinen Wundern, Möglichkeiten, Segen und offenen Türen überraschen. Erwarte wieder mehr. Statt dich zu entschuldigen, sage wieder laut und deutlich Ja zu Jesus und zu seiner Frage: „Willst du gesund werden? Willst du frei sein? Willst du diese Herausforderung überwinden?“