»Ich weiss ja, dass in mir, das heisst in meiner eigenen Natur, nichts Gutes wohnt. Obwohl es mir nicht am Wollen fehlt, bringe ich es nicht zustande, das Richtige zu tun. Ich tue nicht das Gute, das ich tun will, sondern das Böse, das ich nicht tun will.« Römer 7,18-19 

Paulus bringt es hier treffend auf den Punkt. Das, was wir tun wollen, tun wir nicht und das, was wir nicht tun wollen, tun wir. Paulus bekennt damit, dass nicht einmal er, der für mehr als die Hälfte der Briefe im Neuen Testament verantwortlich war, perfekt war. Auch er stolperte in gewissen Bereichen in seinem Leben. Doch hätte Paulus nur auf das Negative in seinem Leben geschaut, hätte er nie so viel für Gott bewegen können. Er wäre stehengeblieben und hätte sich selbst und Gott aufgegeben. Dies sagt uns, auch wir müssen nicht alles im Griff haben. Auch wir dürfen versagen. Auch wir dürfen noch Fehler machen. Aber auch wir können trotzdem schon Geschichte für und mit unserem Gott schreiben. Warte nicht darauf, bis endlich alles so ist, wie es sein sollte. Ansonsten wirst du dein ganzes Leben lang warten. Gott lässt manche Schwächen sogar bewusst zu, damit wir abhängig bleiben von ihm und nicht denken, wir hätten alles aus eigener Leistung im Griff. Deshalb schaue nicht mehr auf all das, was nicht rund läuft, sondern schaue stattdessen auf Gott.

Der Widersacher von Gott versucht uns immer wieder zu sagen, dass wir es nicht im Griff haben, so dass wir auf uns und unsere Schwächen schauen. Ziehe heute einen Schlussstrich und sage zu dir selber:

„Jetzt ist fertig. Ich bin nicht mehr gegen mich. Ich fokussiere mich nicht mehr auf meine Schwächen. Ich bin ein Kind Gottes. Gott hat mich befreit, hat mir vergeben und mich wiederhergestellt. Ja, ich weiss, ich habe noch gewisse Herausforderungen. Aber ich bin ein Werk Gottes und ich bin in den Händen Gottes. Gott arbeitet an mir und ist stetig dran, mich vorwärts zu bringen, zu verändern und an mir zu feilen. Doch in der Zwischenzeit, freue ich mich an dem, was schon gut ist und rund läuft.“

Es ist viel wichtiger, dass wir wieder nach vorne schauen und unsere Bestimmung sehen und erreichen, anstatt dass wir uns immer an derselben Stelle drehen, nur weil wir auf unsere Schwächen schauen. Deine Zeit ist zu wertvoll, vergeude sie nicht, indem du immer wieder an dir selber verzweifelst, weil du noch Fehler machst. Das alles nimmt dir nur deine Freude, deine Energie, deine Kreativität und deinen Segen. Schau weg von all dem, was du noch falsch machst und schaue stattdessen auf Gott. Du wirst neue Freude finden, eine neue Zuversicht entdecken und nebenbei noch erleben, wie Gott dich stetig am Verändern ist. So kannst du auch wieder glücklich mit dir selber sein.