„Ich entscheide mich, immer wieder aufzustehen, weiterzugehen und noch vorne zu schauen. Egal, was ich erlebe oder durchmachen muss, ich zweifle nicht an meinem Gott und erwarte immer wieder seinen Segen, seinen Zuspruch, seine Ideen und Weisungen für mein Leben. Ich lebe mein bestes Leben!“

Unser Leben ist mit dem eines Baumes zu vergleichen. Stelle dir doch mal einen gesunden jungen Baum vor, der eine grosse Zukunft vor sich hat. Er ist berufen, gross zu werden, Schatten zu spenden, Früchte zu bringen und Menschen Geborgenheit zu geben. Er wird vielleicht für ein junges verliebtes Paar ein Ort sein, wo sie sich zum ersten Mal küssen werden. Und wenn er dann eines Tages gefällt wird, dann wird er mit seinem Holz entweder Wärme spenden, ein Haus einkleiden oder als Möbel ein Haus verschönern. Was man auch immer mit Holz alles tun kann, so oder so, eine grossartige und vielseitige Zukunft wartet auf diesen Baum. Doch was würde jetzt passieren, wenn sich jemand entscheiden würde, dem Baum statt Wasser jeden Tag ein bisschen Gift zu geben? Dieses Gift würde seine Wurzeln nach und nach kaputt machen. Der Baum würde nicht mehr wachsen, sondern nach und nach seine Kraft verlieren. Er würde nicht mehr blühen und ganz sicher nie und nimmer seine Berufung und Bestimmung ausleben, weil man ihn früher oder später entsorgen würde.

Und genau gleich ist es mit unserem Leben. Wenn wir der Bitterkeit Raum geben in unserem Herzen, dann verlieren wir nach und nach unsere Bestimmung. Wir werden nie mehr unser volles Potenzial ausleben und zu einem Segen für andere werden. Warum? Weil wir geistlich gesehen nicht mehr wachsen können. Bitterkeit ist wie ein Gift, dass unserem Leben jegliche Energie, Freude und Kraft entzieht. Wir hören auf zu wachsen und Frucht zu bringen. Wir hören auf zu leben.

Dann eines Tages fragst du dich: „Warum habe ich keine Energie und keine Freude mehr? Warum kann ich nicht mehr lachen? Warum habe ich keine Träume und keine Leidenschaft mehr?“

Ganz einfach, das alles ist eine Konsequenz davon, weil deine Wurzeln vergiftet wurden. Du wurdest bitter und all deine Kraft brauchst du dazu, um dich zu rächen oder dir zurückzuholen, was dir genommen wurde oder du bist in deiner Trauer stehengeblieben. Doch die gute Nachricht ist, du musst nicht mit bitteren Wurzeln leben. Bitte Gott darum, dass er dir zeigt, warum du bitter bist. Vielleicht musst du jemandem vergeben, einen Traum, der sich nicht erfüllt hat oder eine Beziehung die in Brüche ging, loslassen. Vielleicht klagst du auch dich selber an und Gott wird dir helfen, dir selber zu vergeben. Sei ehrlich zu dir selber und bitte Gott um Hilfe, deine bitteren und verletzten Wurzeln loszuwerden und erlebe wieder, wie dein Leben neue Energie, Freude und Schwung bekommt. Prüfe deine Wurzeln und lass nicht zu, dass sie nach und nach absterben und du die Fülle und den Segen verpasst, den Gott noch für dich bereit hätte.

„Achtet darauf, dass niemand sich selbst von Gottes Gnade ausschließt! Lasst nicht zu, dass aus einer bitteren Wurzel eine Giftpflanze hervorwächst, die Unheil anrichtet; sonst wird am Ende noch die ganze Gemeinde in Mitleidenschaft gezogen.“ Hebräer 12,15