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Gott hält für jeden von uns ganz viel Gutes in der Zukunft bereit. Segen, der entdeckt werden will. Träume, die ausgelebt werden wollen. Neue Möglichkeiten, die Gott uns zeigen möchte.   

Wenn ich auf die letzten 20 Jahre unserer Kirche zurückschaue, war die Lernbereitschaft eine entscheidende Eigenschaft von uns Leitern und Mitarbeitern. Dank dem, dass wir immer wieder bereit waren zu lernen, uns auf Veränderungen einzulassen und Neues auszuprobieren, sind wir heute da, wo wir sind. Darum möchte ich dich ermutigen, wage zu fragen. Sei bereit, von anderen zu lernen, stelle Fragen und suche immer wieder die Stimme und Weisung Gottes für dein Leben. Je mehr du dies tust, umso mehr wirst du Gottes Stimme hören und sehen, was Gott noch alles für dich bereithält. Auch wenn dein Leben momentan von vielen Fragen, Nöten und Leid geprägt ist – mit Gott zusammen wirst du immer wieder den nächsten Schritt erkennen.

Passend zu diesem Thema hörte ich mir vor Kurzem beim Joggen eine Geschichte aus der Bibel an. Zwei Könige verbündeten sich, um gegen die Syrer in den Krieg zu ziehen. Da die Beiden Gottes Rat suchten, holten sie all ihre Hofpropheten, 400 Mann, und befragten sie. Alle sagten ihnen, dass sie ruhig in den Kampf ziehen sollten, Gott werde ihnen den Sieg geben. Doch der eine König traute diesen Hofpropheten nicht und fragte den anderen, ob es nicht noch einen Propheten gebe, der ihnen wirklich die Wahrheit sage. Dem anderen König kam ein Mann in den Sinn, der ihm immer nur Schlechtes wünschte, er würde ihnen bestimmt die Wahrheit sagen. So ließen sie diesen Propheten holen. Doch auch er ermutigte sie, wie die anderen Propheten, in den Krieg zu ziehen. Der König traute ihm nicht und hakte nach: »Wie oft muss ich dich beschwören, dass du mir wirklich die Wahrheit sagst?« Nun war der Prophet ehrlich und prophezeite dem König den Tod, wenn er in den Krieg ziehen würde. Die Könige freuten sich nicht über diese Antwort und glaubten ihm nicht. Sie zogen in den Krieg und der eine fiel auf dem Schlachtfeld, wie prophezeit.

Warum diese Geschichte? Es ist bei uns oftmals sehr ähnlich. Viele Menschen in unserem Leben sagen uns nur das, was wir hören wollen. Doch wenn wir die Wahrheit hören wollen, die uns wirklich weiterbringen wird, müssen wir lernen, nachzufragen. Wir müssen den Mut aufbringen, wirklich zu fragen.

Dieses Prinzip wurde auch meiner Frau und mir zum Segen. Im Jahr 2013 wurden wir von unserem damaligen Leiter angefragt, unter seiner Leitung eine neue Kirche in London aufzubauen. Einerseits ehrte uns diese Anfrage, andererseits war da unsere Kirche, unsere Familie und all die Abenteuer, die hier auf uns warteten. Wir waren hin und her gerissen und über Monate war es eine emotionale Achterbahnfahrt. Ein Gebet, das ich damals immer wieder betete, war: »Jesus, zeige uns klar, ob London – Ja oder Nein. Beidseitig bitte sehr klar! Ich möchte weder meine Familie nicht falsch leiten noch eine göttliche Gelegenheit verpassen!« Wir fragten Gott und auch ehrliche Menschen, die uns die Wahrheit sagten. Wir fanden die Ruhe nicht, nach London zu gehen, stattdessen wurde die Freude zu bleiben immer grösser.

Was will ich dir damit sagen? Um Antworten auf unsere Lebensfragen zu finden, müssen wir bereit sein, durch solche Phasen des Auf-und-Abs zu gehen und auch den Mut aufbringen, die Wahrheit wirklich zu suchen und Fragen zu stellen. Ich wünsche dir, dass auch du immer wieder die Wahrheit Gottes für dein Leben finden wirst, weil du nicht aufhörst, zu fragen und auch bereit bist, wirklich zuzuhören.

Doch der König hakte nach: »Wie oft muss ich dich beschwören, damit du mir nur die reine Wahrheit sagst? Was hat der HERR dir gezeigt?« Da antwortete Micha: »Ich sah das Heer der Israeliten über alle Berge verstreut wie Schafe, die keinen Hirten mehr haben. Der HERR sprach zu mir: ›Diese Soldaten haben keinen Herrn mehr, der sie führt. Sie können getrost nach Hause zurückkehren.‹« 1. Könige 22,16–17