fbpx Skip to main content

»Wollt ihr wirklich leben?« fragte Dr. B. die Jugendlichen. »Dann bindet euch eine Schürze um und dient.« Bill Hybels

Es ist immer wieder spannend zu beobachten und zu sehen, wie Gott Menschen segnet, die sich entschieden haben, andere mit ihrem Leben, ihren Gaben, ihren Worten und Taten zu ermutigen. Wenn wir die Menschen in unserem Umfeld aufbauen, baut Gott uns auf. Wenn wir anderen helfen, erfolgreich zu werden, wird Gott uns Erfolg schenken. Wenn wir die Menschen in unserem Umfeld ermutigen, dann wird Gott uns immer wieder ermutigen und weiterführen. Eigentlich ist es ganz einfach – je weniger wir an uns selbst denken und stattdessen anderen Menschen helfen, ihr Potential und ihre Träume zu entdecken und auszuleben, umso mehr wird Gott sich um uns kümmern. Denn wir sind Gott nie ähnlicher als wenn wir geben und seinem Herzen nie näher als wenn wir anderen helfen.

Gott wird uns immer wieder Antworten geben, Türen öffnen und uns weiterführen, wenn wir uns entscheiden, anderen zu helfen. Dies zeigt uns auch die Geschichte von Omar. Omar leitet an der mexikanischen Küste ein Heim für Kinder von der Straße. Bei einem Hurrikan wird ganz viel vernichtet und zerstört, auch dem Kinderheim fehlt es an allem Möglichen. Doch Omar gibt die Hoffnung nicht auf und bringt all seine Nöte und Fragen im Gebet zu Gott. Gott öffnet ihm eine Türe an einem Profiangler Wettbewerb, an dem er teilnehmen kann und dank der Gunst Gottes gewinnt er diesen und kann das Geld brauchen, um das Waisenheim zu retten. Dies ist übrigens eine wahre Geschichte und wurde von Netflix unter dem Titel »Blue Miracle« verfilmt. Was ich an dieser Geschichte so liebe, ist, dass Gott Omar ein unglaubliches Wunder schenkte. Warum tat er dies? Ich denke, weil Gott in Omar einen Mann sah, der alles daran setzte, um den Kindern auf den Straßen von Mexiko einen Wert zu geben und ihnen den Glauben an sich selbst und an Gott nicht zu verlieren oder wiederzufinden.

Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich vor über 20 Jahren im ICF Zürich, einer großen Freikirche, ein dreimonatiges Praktikum machen durfte. Bruno, der Leiter dieser internen Pastorenausbildung sah etwas in mir. Er glaubte an mich, er ermutigte mich und gab mich nicht auf, auch wenn ich den Glauben an mich selbst verlor. Er ermutigte mich immer wieder, eine neue Kirche im Emmental zu starten und ohne ihn hätte ich es wohl nie durchgezogen. Wenn ich nun an diese Anfangszeit unserer Kirche zurückdenke, ist es schon erstaunlich, was wir erreichen können, wenn wir Menschen in unserem Leben haben, die an uns glauben, uns ermutigen, uns mit ihren Worten, Taten und ihrer Zeit dienen, dass wir das Beste aus unserem Leben herausholen können.

Du magst jetzt vielleicht denken: »Aber ich habe niemand, der an mich glaubt und mich ermutigt, mich fördert, mich anfeuert. Ich bin allein.« Dann möchte ich dir sagen: Statt auf die Menschen zu warten, die dir helfen, werde zu einem Menschen, der andere ermutigt, der anderen hilft, das Beste aus ihrem Leben herauszuholen, der an andere glaubt – und du wirst beobachten, wie Gott dir plötzlich Türen öffnen wird, wie er dir Menschen über den Weg führen und dich ermutigen und weiterführen wird.

Hab keine Angst und verliere nicht den Mut, denn der Herr selbst wird vor dir hergehen. Er wird bei dir sein. Er wird sich nicht von dir zurückziehen und dich nicht im Stich lassen! 5. Mose 31,8