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Wir ehren Gott, wenn wir uns jeden Tag entscheiden, dass uns nichts unseren göttlichen Frieden und unsere göttliche Freude rauben kann.

Wenn wir schlecht behandelt werden, Dinge nicht so laufen wie wir es uns vorgestellt haben und alle Umstände gegen uns sind, können wir auf zwei Arten reagieren. Entweder reagieren wir mit einem Lächeln. Wir sagen zu uns selber quasi: »Don’t worry – be happy. Es könnte schlimmer sein!« Und statt uns über unsere Situation zu nerven, lachen wir darüber und bleiben optimistisch. Wir können aber auch mit einer Kampfansage reagieren. Wir können in die Offensive gehen und sagen: »Das geht nicht! Jetzt muss ich kämpfen, ich muss für mein Recht einstehen.« Spannend ist, dass das Wort »Offensive« vom griechischen Wort »Ködern« abstammt. Bevor wir also in einen Kampf ziehen, werden wir geködert. Irgendetwas ködert, nervt oder reizt uns oder fordert uns heraus. Das Böse legt uns einen Köder hin und sagt zu uns:

»Kämpfe! Es ist nicht fair, wie dich dein Ehepartner behandelt hat. Schaue zu deinem Recht. Es ist nicht fair, wie die Regierung entschieden hat, kämpfe! Zahle deinem Chef zurück, wie er dich behandelt hat, kämpfe für dein Recht.«

Kämpfen wir alle nicht viel zu viele Kämpfe, die es eigentlich gar nicht wert sind zu kämpfen? Wir fallen auf den Köder des Teufels herein und verlieren unser Ziel, unsere Berufung und all das Gute, das Gott für uns bereit hätte aus den Augen.

Bevor du kämpfst, stelle dir folgende Fragen: Was bringt es mir, wenn ich diesen Kampf gewinne, abgesehen von der egoistischen Befriedigung? Was will ich durch mein Kämpfen beweisen? Könnte ich diesen Kampf nicht einfach ignorieren, weil er mich nur vom Ziel und von dem, was Gott für mich bereit hat, ablenken will?

Wenn der Kampf nichts mit dir und deiner gottgegebenen Berufung zu tun hat, dann solltest du ihn einfach ignorieren.

Jedes Mal, wenn wir in einen Kampf einsteigen und versuchen, für unser Recht einzustehen, verlieren wir eigentlich nur unseren Frieden, unsere Freude und unsere Dankbarkeit. Darum müssen wir lernen, nur diejenigen Kämpfe zu kämpfen, die uns auch wirklich weiterbringen.

Wir können uns ein Beispiel nehme an David, einem Mann aus der Bibel. David, der die Schafe seines Vaters hütete, wurde eines Tages aufs Schlachtfeld gesandt, um seinen Brüdern Essen zu bringen. Dort, auf dem Kriegsschauplatz, sah er, wie der Riese Goliath jemanden aus dem Volk Gottes suchte, der gegen ihn antreten würde. Dann lesen wir, wie David im Lager herumfragte, was derjenige bekommen würde, der diesen Riesen besiegte. Einer seiner Brüder hörte dies und machte sich lustig über David. Spannend ist, wie David auf diese Beleidigungen reagierte. Statt sich zu rechtfertigen, ignorierte er seinen Bruder und fragte einfach weiter.

Auch wir müssen lernen, all die nebensächlichen Kämpfe zu ignorieren, die uns nur ablenken wollen. Ignoriere die Kämpfe mit Menschen, die nur deine Zeit rauben wollen. Ignoriere die Kämpfe mit Menschen, die eifersüchtig sind, die dich nicht achten und schätzen, die deine Talente nicht sehen und dich nicht verstehen. Wäre David auf den Köder seines Bruders reingefallen, hätte er vielleicht den richtigen Kampf – den Kampf gegen Goliath – verpasst. So hätte er auch den Einzug in den Königspalast und viele wichtige Lektionen für sein zukünftiges Leben verpasst.

Leider ist es bei vielen Menschen so. Viele verpassen den Kampf mit ihrem Goliath, durch den Gott sie weiterbringen will, weil sie auf einem Nebenschauplatz ihres Lebens einen Kampf kämpfen, den sie gar nicht kämpfen sollten. Darum schütze deinen Frieden und behalte deine Freude, indem du nebensächliche Kämpfe in deinem Leben einfach ignorierst und dich nicht ablenken lässt.

Doch als sein ältester Bruder Eliab ihn mit den Männern sprechen hörte, wurde er wütend. »Was tust du hier überhaupt?«, fragte er. »Was ist mit den paar Schafen, die du in der Steppe hüten solltest? Ich kenne deinen Stolz und deine Verschlagenheit. Du bist nur gekommen, um den Kampf zu sehen!« »Was habe ich denn getan?«, antwortete David. »Ich habe doch nur eine Frage gestellt!« Er ging zu ein paar anderen Männern hinüber, fragte sie noch einmal das Gleiche und bekam wieder dieselbe Antwort. 1. Samuel 17,28–30