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Viele Situationen verändern sich erst dann, wenn wir gelernt haben, dort wo wir sind, mit dem, was wir haben, zufrieden zu sein.  

Wenn es nicht gut läuft in unserem Leben, will Gott diese Zeit gebrauchen, um uns zu trainieren, unseren Charakter zu stärken und uns auf den nächsten Segen vorzubereiten. Aber das kann er nur, wenn wir uns entscheiden, trotz allem das Beste aus der Situation herauszuholen, uns auf das Gute zu fokussieren und glücklich und zufrieden zu sein.

Dies sehen wir auch in Davids Geschichte. Viele Jahre verbrachte er alleine auf dem Feld und kümmerte sich um die Schafe seines Vaters. Auch nachdem er zum nächsten König von Israel gesalbt wurde, blieb er auf dem Feld. Er blieb weiterhin Hirte und hütete weiterhin die Schafe seines Vaters, obwohl er zum nächsten König gesalbt wurde. David hätte sagen können: »Jetzt reicht es mit den Schafen. Ich bin immerhin der nächste König, ich kann und sollte aus meiner Zeit etwas Besseres machen.« Doch David verstand das Prinzip der Zufriedenheit am Ort. Er ließ sich weiterhin in seinen Gaben als Hirte trainieren, was ihm später auch den Mut und die Fähigkeit gab, siegreich gegen Goliath zu kämpfen. Zudem schrieb er viele seiner Psalmen auf dem Feld bei den Schafen und dies waren nicht Klagelieder, sondern Lieder, mit denen er Gott lobte und preiste – auf dem Feld bei den Schafen.

Ein anderes Beispiel ist Maria, die Mutter von Jesus. Sie wird von Gott dazu berufen, den Sohn Gottes auf die Welt zu bringen. Und wie geht die Geschichte weiter? Wegen einer Volkszählung reist sie hochschwanger auf einem Esel in die Heimatstadt von Josef. Dadurch, dass sie Jesus in Bethlehem zur Welt bringt, erfüllen sich die Prophezeiungen aus dem Alten Testament. Doch nirgends in der Bibel lesen wir, dass Maria sich beklagte und zu Josef sagte: »Also nein, Josef, jetzt hast du in Bethlehem nicht einmal ein Hotel reserviert, du hast ja gewusst, dass ich schwanger bin und bald gebären werden und jetzt bring ich unseren Sohn in einem Stall zur Welt!« Maria beklagte sich nie. Sie ritt auf dem Esel nach Bethlehem, gebar Jesus in einem Stall, frisch nach der Geburt teilte sie ihre Freude mit Hirten, bald darauf musste sie flüchten – und nie beklagte sie sich, sondern diente in allen Situationen ihrem Sohn und Gott.

Warum ist es so wichtig, dass wir lernen, dort, wo wir sind, zufrieden zu sein? Wenn wir dies nicht lernen, nehmen wir unsere Unzufriedenheit immer wieder mit uns mit. Wenn wir dann das Haus haben, das Wunder erleben, den Durchbruch sehen und den Segen bekommen, wird nicht einfach alles gut. Unsere Unzufriedenheit wird bleiben und plötzlich wird das Haus zur Belastung, weil wir mehr putzen und mehr Verantwortung haben und es zudem noch mehr kostet, als wir uns vorgestellt haben. Oder dann wird das langersehnte Kind zu einer großen Belastung, weil es jede Nacht schreit und uns nicht mehr schlafen lässt. Oder dann wird die neue Position im Job, nach der wir uns so lange gesehnt haben, zu einem großen Stress, weil wir nicht mit der Verantwortung umgehen können. Denn wenn wir nicht gelernt haben, jetzt, da, wo wir sind, mit dem, was wir haben, zufrieden und glücklich zu sein, werden wir es am neuen Ort in unserem Leben früher oder später auch nicht mehr sein. Denn unsere Unzufriedenheit geht nicht einfach weg. Sie bleibt und wir nehmen sie mit. Darum sei zufrieden mit dem, was du hast, jetzt. Und wenn der nächste Segen kommt, bist du bereit und wirst auch dann zufrieden sein!

Es stimmt ja: Als Christ zu leben bringt großen Gewinn. Allerdings nur dann, wenn man mit dem zufrieden ist, was man hat. 1. Timotheus 6,6