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Gott vergisst uns nie und er kommt nie zu spät. Halte an Gottes Zusagen fest, denn er steht zu seinem Wort.

Ich erinnere mich noch gut, als wir uns im Jahr 2015 als Kirche entschieden haben, viel Zeit und Geld in eine befreundete Kirche in Albanien zu investieren. Doch zur gleichen Zeit nahmen plötzlich die Spenden an unsere Kirche ab. Ich war ratlos und fragte Gott: »Gott, wir haben auf dich gehört und so viel in diese Kirche in Albanien investiert. Warum erleben wir nun keinen Segen? Warum wird jetzt bei uns das Geld knapp?« Jedes Mal, wenn ich diese Frage bei Gott deponierte, kam dieselbe Antwort: »Könu, vertrau einfach. Ich sorge für euch. Neue Versorgung ist schon auf dem Weg zu euch.« Doch zuerst geschah einfach mal nichts. Es wurde April, die Spenden stiegen nicht. Mai, immer noch nichts. Juni, nichts. Ich wusste, wenn bis im August nicht ein Wunder geschehen würde, müssten wir Stellen abbauen und gewisse Angebote unserer Kirche streichen, denn im August würden alle Reserven aufgebraucht sein.

In dieser Zeit begegnete mir in der Bibel die Geschichte von Josua, der den Befehl bekam, mit dem Volk Gottes den Fluss Jordan zu überqueren. Da dieser viel Wasser hatte und es keine Brücken gab, musste Gott ein Wunder tun. Ein solches Wunder hatten sie ja schon zuvor erlebt: Gott hatte das Meer für sie geteilt, dann würde es beim Jordan sicher ähnlich gehen, so dachten sie. Doch Gott wählte eine andere Strategie und errichtete eine riesige Staumauer weit oberhalb der Stelle, an der sein Volk den Fluss überqueren sollte. Die Israeliten konnten die Mauer nicht sehen, da sie über 800 km entfernt von ihnen war. Wie befohlen setzten die Priester ihre Füße ins Wasser und sie hofften, es würde sich teilen wie damals das Meer bei Mose. Doch es geschah nichts. Jedenfalls nichts, dass für sie sichtbar war. Sie warteten und warteten. Obwohl Gott eine Staumauer hingestellt hatte, verging einige Zeit bis das Wasser über eine solch lange Distanz abgeflossen war.

Als ich mich mit dieser Geschichte auseinandersetzte, sagte Gott zu mir: »Könu, ich habe eure Staumauer – eure Lösung – schon lange aufgebaut. Das Wunder wird kommen. Halte in der Zwischenzeit einfach an mir fest und gib deinen Glauben nicht auf.« Und genau so war es. Im August stiegen die Spendeneinnahmen wieder an und wir konnten all unseren finanziellen Verpflichtungen nachkommen.

Halte auch du an den Zusagen Gottes fest, auch wenn du das Wunder noch nicht siehst, den Durchbruch noch nicht erlebst, die Heilung sich noch nicht zeigt und keine Veränderung zu kommen scheint. Das Wunder ist auf dem Weg zu dir. Auch wenn du noch nichts siehst und wahrnimmst, Gott hat dein Gebet erhört, er hat dein Glaube gesehen, deine Feinde haben sich aus dem Staub gemacht, die Staumauer ist gebaut. Gott hat dich nicht vergessen. Das Wunder wird genau zur richtigen Zeit kommen. Es ist auf dem Weg zu dir!

Es war gerade Erntezeit, und der Fluss war über die Ufer getreten. Doch als die Priester, die die Lade trugen, an den Jordan kamen und vom Ufer ins Wasser traten, begann sich der Fluss bei der Stadt namens Adam, gegenüber von Zaretan, stromaufwärts zu stauen. Das Wasser blieb wie ein Damm stehen. Unterhalb der Staustelle floss es weiter ins Tote Meer, bis das Flussbett schließlich trocken war. In der Nähe von Jericho überquerte das Volk nun den Fluss. Josua 3,15–16