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Jesus möchte Wunder tun. Er möchte uns weiterbringen. Er möchte uns heilen. Doch oftmals kann er nichts verändern in unserem Leben, weil wir es nicht zulassen.

Kommt Jesus eines Tages an einer Kirche vorbei. Vor der Kirche sitzt ein Obdachloser auf einer Bank, traurig und allein. Jesus setzt sich zu ihm, legt ihm den Arm um die Schultern und fragt: »Warum sitzt du hier, so traurig und allein?« Der Mann zeigt auf die Kirche und sagt: »Die lassen mich nicht rein!« Jesus antwortet: »Mich auch nicht.«

Diese (erfundene) Anekdote bekam ich kürzlich per E-Mail. Zuerst musste ich schmunzeln. Doch dann kam ich ins Grübeln. Ja, es gibt tatsächlich Kirchen, die zwar als solche bezeichnet werden, jedoch mit Jesus und Gott nichts mehr zu tun haben wollen. Aber wie oft sind auch wir in Gefahr, Jesus einfach so aus unserem Leben auszuschließen? Statt Jesus in all unsere Fragen, Wünsche, Nöte, in unsere Zukunft, Finanzen, Ehe und unseren Alltag einzuladen, lassen wir ihn einfach „draußen“. Dort auf der Bank darf er warten, bis wir dann – oftmals selbstverschuldet – mit einer Not konfrontiert werde. Dann darf er wieder helfen. Doch Jesus möchte nicht auf der Bank warten. Jesus möchte ein Teil unseres Lebens sein. Er möchte unser Freund, unser Coach, unser Begleiter und Leiter, unser Vorbild und auch unser Gott sein. Jesus möchte eingeladen werden. In unser Leben, in unsere Fragen, in unsere Nöte, in unsere Krankheit, in unser Leben. Er möchte uns helfen und uns weiterführen. Doch oftmals laden wir Jesus einfach nicht ein, weil wir Angst haben und über unsere eigene Geschichte, unsere Vergangenheit, stolpern.

Wir stolpern, weil wir uns von unseren Fehlern und Sünden ablenken lassen. Wir sagen zu uns selbst, dass wir die Gnade nicht verdient hätten und Gott eh nichts Gutes mehr mit uns bewegen könne. Ich möchte dich ermutigen, löse dich von deinen Ausreden, steh wieder auf und bewege dich auf Gott zu. Seine Gunst, sein Segen und seine Wunder werden dir folgen.

Oder wir stolpern, weil wir verletzt wurden. Verletzt von unseren Mitmenschen, unserer Kirche oder von Gott, weil er unsere Erwartungen nicht erfüllt hat. Wir geben auf, weil wir nicht nochmals verletzt werden wollen. Wir ziehen uns zurück und unser Herz wird bitter und hart.

Oder wir stolpern, weil wir religiös werden. Alles, was nicht den Regeln, die wir kennen und unseren Vorstellungen von Gott entspricht, ist falsch in unseren Augen. Statt uns jeden Tag von neuem auf Gott einzulassen, bleiben wir stehen, weil Gott nicht nach unseren Vorstellungen handelt. So verpassen wir all das Gute, das Gott uns auf seine Art und Weise schenken möchte.

Egal, wo und wie du in deinem Leben gestolpert bist, steh wieder auf. Lass die Vergangenheit ruhen, lass Verletzungen los, lass deine Vorstellungen los – dann wird Jesus wieder Wunder tun in deinem Leben.

Von dort zog Jesus weiter und ging in seine Heimatstadt; seine Jünger begleiteten ihn. Am Sabbat lehrte er in der Synagoge vor vielen Zuhörern. Erstaunt fragten sie: »Woher hat der Mann das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm da gegeben ist, und wie kommt es, dass solche Wunder durch ihn geschehen? Ist er denn nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht auch seine Schwestern hier unter uns?« So kam es, dass Jesus bei ihnen auf Ablehnung stieß. Da sagte Jesus zu ihnen: »Ein Prophet gilt nirgends so wenig wie in seiner Heimatstadt, bei seinen Verwandten und in seiner eigenen Familie.« Er konnte dort auch keine Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Markus 6,1–5