»Mein Leben ist wie ein Langstreckenlauf. Auf meinem Leben liegt eine Berufung, die nur ich erfüllen kann. Darum lasse ich mich von nichts und niemandem ausbremsen.«

Kennst du das Gefühl, es allen recht machen zu wollen? Für alle da zu sein, Harmonie zu wahren, niemanden zu enttäuschen? Hier ist die Wahrheit: Wenn du versuchst, es allen recht zu machen, verlierst du dein Ziel aus den Augen – und verpasst den Segen Gottes. Auch Paulus ermutigt uns in der Bibel, nicht Menschen zu gefallen, sondern unser Bestes zu geben, damit Gott Freude an uns hat.

Im Lauf meines Lebens habe ich viele Menschen gesehen, die sich von ihrer Berufung entfernt haben – nur weil sie anderen gefallen wollten. Menschen, die den Ruf Gottes in ihrem Herzen gespürt haben, ihn aber nicht lebten – aus Angst vor Ablehnung, Kritik oder davor, nicht verstanden zu werden. Und ganz ehrlich: Auch ich kenne diesen Kampf. Auch heute gibt es Momente, in denen ich versucht bin, es allen recht zu machen. Doch dann richte ich meinen Blick wieder auf das, was Gott mir anvertraut hat und gehe weiter. Weiter auf das Ziel zu, das Gott für mein Leben vorgesehen hat. Denn hätte ich jeder kritischen Stimme in meinem Leben Gehör geschenkt, die mir sagte: »Was willst du mit einer neuen Kirche? Das wird eh nichts! So macht man das nicht!« – dann wäre ich heute noch am Grübeln und Planen, statt vorwärtszugehen und etwas zu bewegen.

Vielleicht geht es dir ähnlich. Du hast eine Idee. Ein Feuer in deinem Herzen. Eine Richtung, die Gott dir zeigt. Aber da sind Stimmen, die flüstern: »Bist du sicher? Wer bist du schon? Das funktioniert doch nie.« Und plötzlich kommen Zweifel. Doch ich möchte dich heute ermutigen: Geh! Lauf los! Geh weiter! Lass dir die Freude nicht nehmen, die Begeisterung nicht rauben und deinen Traum nicht entreißen.

Denn am Ende deines Lebens wird Gott dich nicht fragen: »Hast du es allen recht gemacht? Warst du immer nett? Haben dich alle gemocht?« Er wird dich nur eines fragen:

»Hast du deinen Lauf vollendet? Hast du getan, was mir Freude bereitet? Bist du den Weg gegangen, den ich dir gezeigt habe – und bist du bei dem geblieben, was ich dir aufs Herz gelegt habe?«

Ich denke dabei oft an meinen Marathon in New York. Ein Coach hatte mich vorbereitet, er war dabei – aber weißt du was? Wir sind weder zusammen gestartet noch gemeinsam ins Ziel gelaufen. Jeder lief für sich. Jeder zu seiner Zeit. Und genau so wird es auch am Ende unseres Lebens sein: Nur du und Gott. Punkt. Darum: Hör auf, alle beeindrucken zu wollen. Hör auf, deine Freude vom Applaus anderer abhängig zu machen. Hör auf, gegen jeden Gegenwind anzukämpfen. Schau stattdessen auf Jesus. Lauf deinen Lauf. Und behalte deine Freude – trotz allem. Denn du bist nicht berufen, allen zu gefallen. Du bist berufen, Gott zu gefallen.

Bin ich, wenn ich so rede, auf die Zustimmung der Menschen aus oder auf die Zustimmung Gottes? … Wenn ich noch Menschen gefallen wollte, wäre ich nicht ein Diener Christi! Galater 1,10