«Es sind die kleinen und unspektakulären Entscheidungen, die Treue im Kleinen, die das grosse Wunder ins Leben rufen. Darum gebe ich jeden Tag von Neuem, mit dem, was ich habe und bin, mein Bestes.»
Es gibt Geschichten in der Bibel, die uns daran erinnern, dass Gottes Wunder ganz unscheinbar beginnen können. Eine dieser Geschichten ist die Speisung der 5000. Wir kennen die Hauptpersonen: Jesus, die Jünger und die hungrige Menschenmenge. Aber heute möchte ich dir jemanden vorstellen, der nie erwähnt wird und doch eine entscheidende Rolle spielte: die Mutter des Jungen, der fünf Brote und zwei Fische dabeihatte.
Ich stelle mir vor, wie der Junge am Morgen sagt: „Mama, ich gehe nur kurz an eine Veranstaltung – ich bin sicher gegen Mittag zurück.“ Doch wie Mamas eben sind, lässt sie ihn nicht einfach so gehen. „Warte, ich pack dir noch was Kleines ein.“ Ein paar Brote, etwas Fisch – ein simpler Lunch. Nichts Weltbewegendes. Und doch… genau damit startet eines der grössten Wunder, von dem wir in der Bibel lesen. Ich weiss, es steht nirgends geschrieben, dass es die Mutter war, die dem Jungen den Lunch mitgab. Reine Interpretation, aber irgendwie müssen ja die Fische und das Brot in seine Hände geraten sein. Darum, lasst uns annehmen, dass es seine Mutter war. Ein kleiner Akt der Treue. Ein ganz normaler Moment. Eine unauffällige Handlung. Doch in den Händen von Jesus wurde daraus Nahrung für Tausende.
Diese Geschichte, wie viele andere aus der Bibel, zeigt uns: Gott baut grosse Wunder auf kleinen Taten der Treue.
Viele Menschen leben genau so. Mütter und Väter, die jeden Tag früh aufstehen. Menschen, die treu arbeiten und ihr Bestes geben. Menschen, die den Tag mit einem Gebet starten und wiederum Andere, die bewusst freundlich sind, auch wenn niemand sie sieht.
Und so will und wird Gott unser Leben verändern. Nicht über Nacht. Sondern Schritt für Schritt. Nicht mit grossen Sprüngen. Sondern durch treue Alltagsmomente. Darum, bleib treu im Kleinen. Es könnte der Anfang eines grossen Wunders sein – vielleicht sogar eines, das Generationen prägt.
«… nahm Jesus die Brote, dankte Gott dafür und ließ sie unter die Menge austeilen. Mit den Fischen machte er es genauso, ´und jeder aß,` so viel er wollte. Als die Leute satt waren, sagte er zu seinen Jüngern: »Sammelt auf, was übrig geblieben ist, damit nichts verdirbt.« Die Jünger sammelten die Reste auf, die von den fünf Gerstenbroten übrig geblieben waren, nachdem alle davon gegessen hatten, und füllten zwölf Körbe damit.» Johanne 6,11-13
