«Terach, der Vater von Abraham, wäre eigentlich dazu berufen gewesen, der Stammvater vom Volk Gottes zu werden. Doch er blieb unterwegs stehen. Darum, verpasse nicht den Segen und deine Bestimmung, nur weil du nicht mehr weitergehst in deinem Leben.»
Bevor Abraham nach Kanaan ging, war eigentlich sein Vater Terach unterwegs dorthin. Wir lesen in der Bibel, wie er den Ort Ur verliess, um nach Kanaan zu ziehen. Doch unterwegs lässt er sich in Haran nieder und statt weiterzuziehen, bleibt er dort stehen. Warum? Warum bleiben Menschen stehen, wenn Gott sie eigentlich weiterführen möchte? Anhand der Geschichte von Terrach, dem Vater von Abraham, sehen wir 3 Gründe, die auch uns ausbremsen können auf dem Weg zum Segen, auf dem Weg in unser gelobtes Land.
1. Persönlicher Schmerz
Man sagt, Terach blieb in Haran stehen, weil sein Sohn – der ebenfalls Haran hiess – gestorben war. Der Ort erinnerte ihn an seinen Verlust. Der Schmerz wurde zu seinem Stopp-Schild. So kann es auch uns ergehen. Eine zerbrochene Beziehung. Ungerechtigkeit. Ein Verlust, der uns den Atem nimmt. Menschen, die uns verletzt haben. Wenn wir den Schmerz nicht verarbeiten, bleibt unser Leben stehen. Wir bleiben stehen, obwohl die Verheissung vor uns liegt. Darum sagt Gott immer wieder zu uns:
„Vergib. Lass los. Heil dein Herz. Geh weiter.“
Nicht, weil Schmerz unwichtig wäre – sondern weil deine Zukunft zu kostbar ist, um im Gestern und im Schmerz stehen zu bleiben.
2. Bequemlichkeit & Teilzufriedenheit
Haran war ein blühendes Handelszentrum – sicher, komfortabel, attraktiv. Es war gut – aber nicht Gottes Bestes. Und genau hier liegt die Gefahr für uns: Das Gute ist oft der Feind des Besten. Viele Menschen starten mit brennender Leidenschaft für Gott – und bleiben irgendwann, irgendwo stehen; wo es einfach „gut genug“ ist. Bequemlichkeit ist nicht Sünde. Aber sie kann dich bremsen. Sie kann dich die Vision kosten, nämlich dann, wenn wir nicht mehr weitergehen und dort, wo wir sind und es uns gut geht, stehenbleiben.
3. Mangelnde Vision
Die Bibel erwähnt nicht, dass Gott zu Terach sprach wie zu Abraham. Vielleicht hörte Terach nicht hin. Vielleicht wollte er es nicht. Vielleicht hatte er seine Vision verloren. So ist es auch bei uns. Wenn wir Gott nicht suchen, nicht immer wieder unsere Vision erneuern lassen, dann stirbt sie früher oder später. Wir verlieren sie und somit verlieren wir auch unseren Antrieb. Darum müssen wir immer wieder unsere Vision erneuern und unsere Leidenschaft, für das was Gott mit uns tun will, neu entfachen. Wenn nicht, bleiben wir stehen und verpassen unser persönliches Kanaan. Wie Terach lassen wir uns nieder in unserem „Gut“ und leben neben unserem Besten vorbei.
«Terach nahm seinen Sohn Abram, seine Schwiegertochter Sarai und seinen Enkel Lot, das Kind seines Sohnes Haran, und verließ Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu ziehen. Als sie jedoch nach Haran kamen, ließen sie sich dort nieder. Terach lebte 205 Jahre und starb in Haran.» 1. Mose 11,31&32
