«Wenn du dein verheissenes Land erreichen willst, den nächsten Segen in deinem Leben finden möchtest, den nächsten Durchbruch erfahren willst; ja, dann musst du dich mit den Augen dafür entscheiden, auf das Gute und Göttliche zu schauen. »

Hast du schon einmal bemerkt, wie sehr unsere Wahrnehmung unsere Realität formt? Zwei Menschen können dasselbe Ereignis erleben – und doch völlig unterschiedliche Eindrücke gewinnen. Die Frage ist: Worauf richten wir unsere Augen? Entscheiden wir uns bewusst, das Gute zu sehen, oder lassen wir uns von Angst, Sorge und Pessimismus leiten?

Ein beeindruckendes Beispiel liefert uns David, bevor er als König über Israel bekannt wurde. Als kleiner Hirtenjunge stand er einem scheinbar unbesiegbaren Gegner gegenüber: Goliath. Die Armee Israels war gelähmt vor Angst, jeder dachte nur an die Gefahr. Aber David sah etwas anderes. Er sah nicht die Größe des Riesen – er sah die Größe Gottes. So entscheidet er sich, sich dem Riesen im Zweikampf zu stellen und bevor er auf ihn zugeht, sagt er: „Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Wurfspieß, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN der Heerscharen.“ David entschied sich bewusst, auf Gottes Macht zu schauen statt auf die Bedrohung. Dieses Sehen eröffnete ihm die Chance, zu handeln und den Sieg zu erringen.

Auch für uns gilt: Unsere Perspektive entscheidet darüber, ob wir blockiert bleiben oder vorwärtskommen. Wer nur das Problem sieht, wird gelähmt. Wer das Positive erkennt – Chancen, Ressourcen, Gottes Wirken – kann handeln, wächst und erlebt Durchbrüche.

Aber wie trainiert man diesen Blick auf das Gute? Es beginnt mit kleinen, täglichen Entscheidungen. Wähle deine Gedanken bewusst: Ersetze negative „Was-wenn“-Gedanken durch Fragen wie „Welche Möglichkeiten gibt es?“ Suche weiter aktiv nach Gottes Handeln: Notiere Momente, in denen du kleine oder große Segnungen erlebt hast. Und umgib dich mit positivem Input: Geschichten, Menschen, Musik oder Bibelverse, die Hoffnung und Mut schenken. Denn die Herausforderung ist, dass unser Blick oft automatisch auf das Problem fällt – das ist menschlich. Aber genau wie Muskeln trainiert werden müssen, kann auch unser Sehen trainiert werden. Jeden Tag bewusst das Positive zu suchen, öffnet den Raum für Hoffnung, Kreativität und Gottes Wirken.

Stell dir vor, du betrittst deinen Tag wie David das Tal gegen Goliath: Du siehst nicht nur die Schwierigkeiten, du siehst Gottes Möglichkeiten. Du siehst nicht nur das Chaos, du siehst das Potenzial. Wenn du dich entscheidest, das Gute zu sehen, veränderst du deine Wahrnehmung – und dein Leben beginnt, sich in eine neue Richtung zu bewegen.

»Mein König!«, sagte David. »Lass dich von diesem Philister nicht einschüchtern! Ich werde mit ihm kämpfen.« »Unmöglich! Das kannst du nicht«, erwiderte Saul. »Du bist ja fast noch ein Kind, und er ist ein Mann, der von Jugend auf mit den Waffen umgeht!« »Mein König«, sagte David, »als ich die Schafe meines Vaters hütete, kam es vor, dass ein Löwe oder Bär sich ein Tier von der Herde holen wollte. Dann lief ich ihm nach, schlug auf ihn ein und rettete das Opfer aus seinem Rachen. Wenn er sich wehrte und mich angriff, packte ich ihn an der Mähne und schlug ihn tot. Mit Löwen und Bären bin ich fertiggeworden. Diesem unbeschnittenen Philister soll es nicht besser ergehen! Er wird dafür büßen, dass er das Heer des lebendigen Gottes verhöhnt hat! Der HERR hat mich vor den Krallen der Löwen und Bären geschützt, er wird mich auch vor diesem Philister beschützen!« 1. Samuel 17,32-37