«Gott hält für jeden Einzelnen von uns so viel bereit. Doch um all das Gute, seinen Segen und seine Ideen für unser Leben zu entdecken, müssen wir lernen, den Segen, den wir schon in unseren Händen haben, weiterzugeben – ihn weiterfließen zu lassen und selbst ein Segen für andere zu werden.»

Es gibt ein starkes Bild, das uns helfen kann zu verstehen, wie Gott Segen in unserem Leben gedacht hat: das Tote Meer und der See Genezareth. Das Tote Meer liegt tief – richtig tief: 430 Meter unter dem Meeresspiegel. Der Jordan fließt hinein, aber nichts fließt wieder heraus. Das Wasser bleibt stehen, verdunstet, Salz steigt – und am Ende bleibt kein Fisch, keine Pflanze, kein Leben. Stille. Tot.

Das Tote Meer ist das Bild eines Lebens, das empfängt, aber nicht weitergibt. Menschen, die nur nehmen, Gottes Güte zwar erleben, vielleicht sogar genießen – aber sie nicht freisetzen. Der Strom kommt hinein, aber nichts fließt hinaus. Und so stirbt alles ab.

Und dann gibt es den See Genezareth. Derselbe Jordan, derselbe Zufluss – und doch ein vollkommen anderes Ergebnis. Warum? Weil der See nicht nur empfängt, sondern auch weitergibt. Was hineinkommt, fließt auch wieder hinaus. Und wo Bewegung ist, entsteht Leben: Fische, Pflanzen, Fruchtbarkeit. Der See wird zu einer Quelle für ein ganzes Land.

So ist es auch mit unserem Leben. Segen blüht erst, wenn er in Bewegung kommt. Wenn wir weitergeben, was wir haben. Wenn wir nicht warten, bis mehr kommt, sondern das nutzen, was bereits in unseren Händen liegt.

Paulus schreibt in der Bibel:

«Gepriesen sei er für die Fülle des geistlichen Segens.»

Eine Fülle des Segens Gottes liegt bereits in dir. Nicht Mangel. Nicht Knappheit. Eine Fülle, die darauf wartet, verschenkt zu werden. Das Tote Meer empfängt nur – und wird unbeweglich, kalt, leblos. Der See Genezareth empfängt und gibt – und wird zum Zentrum des Lebens.

Die Frage ist: Welches Gewässer bist du?

Viele Christen warten auf den nächsten Segen, die nächste Gelegenheit, den nächsten geistlichen „Kick“. Aber Gott wartet darauf, dass wir anfangen, den Segen freizusetzen, der bereits da ist. Dein Wort der Ermutigung, deine Gabe, deine Zeit, deine Freundlichkeit, dein Gebet für andere, deine Großzügigkeit – all das kann zum Segen werden, der wachsen kann, andere beschenkt und durch dich weiterfließt.

Was liegt bereits in unseren Händen, das wir heute weitergeben können? Denn wenn wir geben, wird Neues nachfließen. Das ist das Prinzip Gottes. Das ist der Herzschlag des Himmels.

«Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Gepriesen sei er für die Fülle des geistlichen Segens, an der wir in der himmlischen Welt durch Christus Anteil bekommen haben.» Epheser 1,3