«Es ist deine und meine Entscheidung, auf was wir in unserem Leben schauen. Schaue ich auf das Gute oder auf das Schlechte?»

Wie oft gehen wir durch unseren Alltag und merken gar nicht, wie viele Möglichkeiten von Gott auf uns warten? Wir erleben kleine Segnungen, wir hören von großen Wundern – und doch bleibt unser Blick oft auf das, was wir selbst leisten können, beschränkt. Dabei zeigt die Bibel eindrücklich: Wer Gottes Macht sieht, öffnet den Raum für Wunder. Ein kraftvolles Beispiel ist die Geschichte von Elisa und seinem Diener. Als der Feind die Stadt und das Haus von Elisa belagerte, war der Diener verzweifelt: „Oh Herr, wir sind verloren!“ Elisa aber sah die Realität anders: Er wusste um die unsichtbare Armee Gottes, die sie beschützte. „Fürchte dich nicht!“, sagt er, „denn die, die bei uns sind, sind mehr als die, die bei ihnen sind.“ Und tatsächlich – der Diener sah es, als seine Augen geöffnet wurden. Was zunächst aussichtslos erschien, wurde durch Gottes Macht sicher und überwältigend.

Das lehrt uns eine fundamentale Wahrheit: Worauf wir unseren Blick richten, beeinflusst unser Erleben von Gottes Wirken. Wer auf Probleme, Grenzen oder Mangel schaut, bleibt im Gefühl von Angst und Ohnmacht gefangen. Wer auf Gottes Größe und Möglichkeiten schaut, wird mutig, zuversichtlich und offen für Durchbrüche. Darum möchte ich dich ermutigen: erwarte wieder das Wirken Gottes. Beginne den Tag mit einem Gebet, das nicht nur um Lösungen bittet, sondern die Augen öffnet für Gottes Macht. Übe prophetisches Sehen: Trainiere, hinter den Umständen Gottes Möglichkeiten zu erkennen. Frage dich: „Wo kann Gott heute Wunder wirken?“ Handle im Glauben: Ein offenes Herz allein genügt nicht – oft fordert Gott, dass wir mutig Schritte gehen, im Vertrauen auf sein Eingreifen. Glaube ohne Handlung bleibt abstrakt, Hoffnung ohne Blick für Gottes Wirken wird schwach. Aber wer bewusst seine Augen auf Gott richtet, erlebt, dass selbst unmögliche Situationen eine neue Perspektive bekommen. Wir sehen, wie Gottes Größe die Realität transformiert und Wunder geschehen – sei es Heilung, versöhnte Beziehungen oder unverhoffte Chancen.

Stell dir vor, du betrittst jeden Tag wie Elisa das Tal: Du bist umgeben von Herausforderungen, doch du entscheidest dich, auf Gottes unsichtbare Armee zu schauen. Du siehst nicht nur das Problem, du siehst das Eingreifen des Herrn. Dieser Blick verändert alles: Angst weicht Mut, Zweifel weicht Vertrauen, Begrenzung weicht Durchbruch.

«Als der Diener Elisas morgens aufstand und vor die Tür trat, sah er die Stadt von Truppen und Streitwagen umstellt. »Was sollen wir jetzt tun?«, fragte er Elisa.» 2. Könige 6,15