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BIBLESTUDY: TROTZDEM

By Biblestudy

Wie war es bei Abraham, unserem Stammvater? Was hat dazu geführt, dass er für gerecht erklärt wurde? Seine eigenen Leistungen? Dann hätte er allen Grund, stolz zu sein. Aber sie sind nicht das, was vor Gott zählt. Und warum nicht? Die Schrift sagt: „Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.“ Römer 4, 1-3

Römer 4, 1-12

Abraham war ein Mann Gottes. Ein Mann des Glaubens. Ein Vorbild für uns. Ein Mann aus dem Alten Testament, der von Gott gerufen wird, sein Land zu verlassen, um mit seiner Frau in ein Land zu ziehen, dass Gott ihm noch zeigen wird. Unterwegs, so hat es Gott ihm verheißen, wird er ihm einen Nachkommen schenken. Abraham und seine Frau Sara waren nämlich kinderlos zum Zeitpunkt als sie von Gott berufen wurden. Abraham glaubte Gott, verließ den Ort seiner Familie und machte sich auf in ein Land, welches Gott ihm noch zeigen würde. Abraham gewann durch seinen Glauben und sein Vertrauen das Herz Gottes und Gott schenkte ihm seine Gerechtigkeit. Abraham fand die Anerkennung Gottes. Abraham fand Gott. Was war sein Geheimnis? Es ist in Abrahams kindlichem Glauben zu finden. Abraham sagte sich: „Wenn Gott ruft, dann will ich gehen und ihm vertrauen, auch wenn ich absolut keine Ahnung habe, wohin mich Gott führen wird.“ Dieser Glaube wurde zu seiner Gerechtigkeit vor Gott. Dieser einfache und naive Glaube berührte das Herz Gottes. Abrahams Glaube ist fundiert auf dem Erkennen, dass wir als Gläubige total abhängig sind vom Geber und nichts vorzuweisen haben, was uns berechtigen würde, etwas zu empfangen. Wir glauben einfach nur und das ist genug, um von Gott gesegnet, beschenkt und weitergeführt zu werden. Der Glauben von Abraham bedeutet für mich 3 Dinge:

1. Hilflosigkeit

Abrahams Glaube kommt aus einer Hilflosigkeit heraus. Abraham hatte keine andere Hoffnung mehr als Gott und seine Möglichkeiten. Jahrelang hatten sie versucht, ein Kind zu bekommen, ohne Erfolg. Jetzt, wo eigentlich jegliche Hoffnungen weg war, kommt Gott und ruft Abraham. Gott verspricht ihm einen Nachkommen. Abraham hatte sonst nichts. Nur Gottes Versprechen. Mehr war nicht mehr da. Entweder würde Gott ein Wunder tun oder Abraham wird von einem seiner Hirten beerbt. Aus dieser Hilflosigkeit heraus glaubte Abraham Gott. Er schenkte Gott sein vollstes Vertrauen. Das Geniale an einem solchen Glauben ist, dass wenn Gott dann das Wunder tut, es allen klar ist, dass es auch wirklich Gott war. Auch wenn wir dann versucht werden, das Lob und die Ehre für das Wunder uns selbst zuzuschreiben, geht es nicht, da es offensichtlich ist, dass es Gott war. Darum lässt Gott uns auch in unserem Leben manchmal in Situationen geraten, in denen wir schier verzweifeln und nicht mehr weitersehen. Und wenn wir absolut keine Hoffnung mehr haben und keinen Ausweg mehr sehen, tut Gott ein Wunder. Glauben, der durch Hilflosigkeit geweckt wird, bewirkt schlussendlich größere Wunder als Glauben, der auf Erfolg und Eigenleistung beruht. Weil zu 100% klar ist, wer für das Wunder verantwortlich ist.

2. Kein Plan B

Abraham hatte keinen Plan B. Entweder würde Gott dann ein Wunder tun, ihn in das verheißene Land führen und ihm Nachkommen schenken. Oder wenn nicht, dann hatte Abraham keinen Ausweg mehr. Er hatte keine alternative Lösung. Entweder Gott hilft oder er hat alles verloren. So ist es auch bei uns: Je mehr wir abhängig von Gott und seinem Wirken werden, umso mehr kann Gott uns schenken und uns seine Größe zeigen. Warum? Weil durch unsere Haltung des absoluten Vertrauens, dass Gott schon eine Lösung hat, auch wenn wir absolut keine Ahnung haben wie diese aussieht, machen wir uns zu 100% abhängig von Gott. Gott liebt es, wenn wir „ALL IN“ gehen und unser ganzes Leben, unsere Zukunft und unser Gelingen total von ihm abhängig machen. Ein solcher Glaube ehrt die Kraft und das Wirken Gottes.

3. Glaube im JETZT

Abraham wusste, jetzt kommt’s drauf an. Er wusste: „Wenn Gott mich nicht für meinen Mut belohnt, werde ich mich irgendwo in der Pampa wiederfinden, neben mir ein paar Hirten, die mir vertrauten und eine Frau, die nicht mehr mit mir spricht, weil ich sie irgendwohin geführt habe.“ Gott ruft Abraham und er sagt nicht: „Gott, das ist eine gute Idee, lass uns mal ein paar Wochen darüber nachdenken. Dann, wenn ich immer noch will und ein gutes Gefühl habe, will ich dir vertrauen. Ich vertraue dir und verlasse mein Land, wenn meine Frau schwanger ist, dann macht es Sinn. Vorher gehe ich mal auf Nummer sicher.“ Nein, das waren nicht Abrahams Worte. Gott ruft ihn und Abraham geht. Auch wenn er absolut keine Ahnung hat wohin! Er geht und vertraut Gott, dass er ihm dann schon zeigen wird, wohin der nächste Schritt führt.

Diese drei Grundlagen seines Glaubens machten ihn gerecht vor Gott. Abraham hatte absolut nichts mehr zu bieten. Entweder würde Gott eingreifen oder er würde alles verlieren…

Wir glauben, nicht weil wir etwas zu bieten haben oder weil wir Gott irgendwas beweisen wollen, sondern weil wir ohne Gott und seine Liebe schlichtweg verloren sind. Uns ist bewusst, dass wir ohne Gott nie unser bestes Leben haben werden und uns im endlosen Dschungel der Fragen, der Ängste, des Intellekts, der Leistung und dem Bestreben bessere Menschen zu werden, verlieren würden. Verloren in einem Christentum, welches auf Leistung und Perfektion gebaut ist. Deshalb ist die GNADE grundlegend für unseren Glauben!

Doch was ist Gnade?

Ich möchte hier das Bild eines Verurteilten gebrauchen. Das Bild eines Menschen, der zu Recht wegen einer schlechten Tat kurz vor seiner Verurteilung steht. Er hat sein Urteil, das bald gesprochen wird, verdient. Und er hat absolut nichts mehr in der Hand, was ihm noch helfen könnte, dieser Verurteilung zu entgehen. Jetzt gibt es nur noch etwas, das ihn retten kann und das ist die Gnade des Richters. Die Gnade des Anklägers. Das Verzichten auf den Anspruch des Rechts.

Und das ist Gnade.

Niemand von uns hat es verdient, dass wir vor Gott gerecht gesprochen werden. Niemand hat genug in seiner Hand, um Gott zu gefallen. Niemand hat nur ansatzweise ein Leben geführt, welches Gott jubeln lässt und sein Herz berührt. Wir alle haben irgendwann versagt, sind verzweifelt, haben nicht mehr gut genug gearbeitet oder genug geleistet. Unsere Gedanken waren zu wenig heilig und unser Leben geprägt von Schuld, Fluch und Verderben. Wir alle haben die Verurteilung verdient. Niemand von uns hat genug in der Hand, um dem Gericht entgehen zu können. Nur eines kann uns jetzt noch retten! Und das ist die Gnade Gottes. Unverdient. Einfach da. Wird aktiv und lebendig, wenn wir daran glauben. Wenn wir glauben, dass Gott trotz unserem Versagen mit uns zum Ziel kommen wird. Wir beten Gott an, trotz unseren Fehlern und Schwächen. Wir glauben, dass Gott uns trotz unseren Schwächen gebrauchen will, um sein Reich zu bauen. Wir glauben, dass Gott uns trotz unserer Schwäche segnen will und uns verändern wird. Wir glauben, dass Gott durch uns wirken will, auch wenn wir nicht perfekt sind. Wir glauben, dass Gott uns trotzdem liebt, gnädig ist, unser Bestes sucht und wir ihn anbeten und ihm dienen dürfen. Trotzdem. Nicht weil wir es uns verdient haben, sondern weil wir keinen anderen Ausweg mehr sehen. Wir haben keine anderen Sicherheiten mehr, nur noch Gott.

Wir sind abhängig von seiner Gnade und diese wird aktiv, wenn ich glaube. Ich glaube und darum bin ich! Ich glaube, darum lebe ich. Ich glaube, darum sehe ich Gottes Wirken, sein Segen und seine Größe. Jeden Tag von Neuem, jeden Moment, immer und immer wieder. Ich hänge mich wie Abraham an Gott und lebe in der totalen Abhängigkeit von ihm und dies macht mich gerecht. Gerecht, trotz allem seinen Segen und seine Liebe jeden Tag, immer und immer wieder zu erleben, zu sehen und zu packen! Trotz allem, nicht weil wir es uns verdient haben, sondern weil Gott uns liebt. So oder so. Glaubst du das?

„Wenn hingegen jemand, ohne irgendwelche Leistungen vorweisen zu können, sein Vertrauen auf Gott setzt, wird sein Glaube ihm als Gerechtigkeit angerechnet, denn er vertraut auf den, der uns trotz all unserer Gottlosigkeit für gerecht erklärt.“ Römer 4, 5

 

 

 

BIBLESTUDY: DU WIRST DEIN ZIEL ERREICHEN

By Biblestudy

„Doch jetzt hat Gott – unabhängig vom Gesetz, aber in Übereinstimmung mit den Aussagen des Gesetzes und der Propheten – seine Gerechtigkeit sichtbar werden lassen.“ Römer 3, 21

Römer 3, 1-3: Wir lesen hier wie die Juden uns etwas voraus haben und um dies zu verstehen, gehen wir schnell zu Abraham, dem Urvater der Israeliten. Gott gibt ihm ein Versprechen, dass sein Volk – Gottes Volk – in Gottes Land leben wird. Das Volk Israel wird sein Land zurückbekommen und das ist die Zusage, die Paulus hier nochmals betont. Gott steht zu seinem Wort und auch wenn das Volk Gottes Worten nicht Glauben geschenkt hat, werden sie mal wieder als Volk Gottes in ihrem verheißenen Land leben und Gott dort anbeten. Gott wird mit ihnen zum Ziel kommen. Gott steht zu seinem Wort und wird sie zum Ziel in ihr verheißenes Land zurückbringen, ob sie es glauben oder nicht, das ist sein Versprechen für das Volk Gottes. 

Römer 3, 4-8: Niemand von uns hat es verdient, sein Ziel zu erreichen, Gottes Gerechtigkeit zu erleben und in seinem Leben zu sehen. Niemand! Und hier geht der Schreiber weg vom Volk und seinem Versprechen Gottes und lenkt den Blick auf den einzelnen Menschen. Und hier stellt sich die Frage: Was ist Gerechtigkeit? Gerechtigkeit bedeutet nichts anderes als:

  • Wir sind gerecht vor Gott.
  • Wir sind Gott wieder ähnlich.
  • Wir sind wieder vor Gott ausgeglichen – unsere Sünde ist bezahlt.
  • Wir sind wieder fähig, eine Beziehung mit Gott zu haben.

Denn wir haben durch die Sünde von Adam und Eva unsere Gerechtigkeit verloren. Durch den Fehler der ersten Menschen und all den darauffolgenden Fehlern haben wir alle die Gerechtigkeit Gottes verloren. Anders gesagt, wir haben unser Ziel verfehlt. Sünde heißt nämlich in der Ursprache nichts anderes als „Zielverfehlung“. Wir verpassen unser Ziel. Wir verpassen unsere Verheißung, unsere Bestimmung, den Segen Gottes für unser Leben.   

Römer 3, 5-8: Hier ein paar Gedanken, die uns helfen, besser zu verstehen, was die Auswirkungen fehlender Gerechtigkeit sind:

  • Gottes Gerechtigkeit, Gottes Größe, das Erkennen von seiner Autorität, zeigt uns unsere eigene Zielverfehlung auf. Es zeigt auf, wo wir noch nicht im Plan Gottes laufen und wo wir auf dem besten Weg sind, in die Irre zu gehen.
  • Fürchtet euch nicht vor der Gnade – sie leuchtet auf und kann ihre volle Fülle entwickeln, wenn wir uns unserer Ungerechtigkeit bewusst werden.
  • Die Ungerechtigkeit von uns Menschen gegenüber Gott zeigt seine wirkliche Größe! Die Kraft der Gnade kommt zum Vorschein und wird gebraucht, weil wir unsere Gerechtigkeit verspielt haben.
  • Darum, um das Ziel wieder zu sehen, zu finden und unsere Bestimmung zu entdecken und auszuleben, brauchen wir die Gnade Gottes!

Römer 3, 9-19: Alle brauchen die Gnade. Alle brauchen die Gunst Gottes. Und wenn wir erkennen, dass wir ohne die Gnade Gottes verloren sind, werden wir wieder unsere Bestimmung sehen. Wir erkennen, wer wir in den Augen Gottes sind. Wir sehen den Plan für unser Leben und entdecken verborgenes Potenzial. Durch unseren Glauben an die Gnade Gottes sehen wir unsere Schwäche, aber dann auch wieder unser Potenzial, unsere Stärke und unsere Freude. Und dies nicht erst in der Ewigkeit, sondern heute in unserem Hier und Jetzt. Gottes Ziel war es von Anfang an, ein Wesen zu schaffen, dass ihm ähnlich ist, mit dem er die Welt verändern und weiterentwickeln kann. Dies wiederherzustellen, uns wieder zurück zu unserem Ursprung zu bringen, ist das Ziel Gottes. Jetzt und heute. Das ewige Leben ist der Bonus, das Plus. Aber Gott möchte uns jetzt wieder als Gegenüber. Als Wesen, das ihm ähnlich ist. Ein Wesen, mit dem er kommunizieren kann. Ein Wesen, mit dem er die Welt weiterbringen und weiterentwickeln kann. Ein Wesen, das ihn hört, das ihn anbetet und ehrt. Ein Wesen, das seinen Platz in dieser Welt wieder erkennt und sieht. Ein Wesen, das den Plan, den Gott mit ihm hat, erkennen kann. Doch wie beginnt die Gnade Gottes unser Leben wieder zu beleben? Indem wir sie suchen, sie annehmen und erkennen, dass wir Hilfe brauchen. Und hier kommt das Feuerwerk dieses Kapitels. Ohne Jesus und ohne seine Liebe verlieren wir Menschen uns in der Sünde, in einem Leben neben unserem Ziel – dem Plan Gottes für uns – vorbei.

Römer 3, 21-26: Gnade stellt uns wieder her und wir Menschen entdecken und erleben wieder ein erfülltes Leben. Ein Leben, in dem wir unseren Sinn und Zweck entdecken und sehen. Ein Leben in Freiheit und Echtheit. Ein Leben mit Gott, obwohl wir es nicht verdient haben. Ein Leben mit Gott, trotz Fehlern. Der Schlüssel dazu ist in unserem Glauben zu finden. Dem Glauben daran, dass Gott uns liebt und ein Ziel für unser Leben hat, trotz unseren Fehlern. Dem Glauben, dass Gott immer unser Bestes suchen wird. Dem Glauben, dass wir das Ziel zusammen mit Gott erreichen werden, trotz Ängsten und Versagen. Dem Glauben, dass Gott einen Traum, einen Plan und eine Bestimmung für uns hat. Dem Glauben, dass wir Gott hören und verstehen. Dem Glauben, dass Gott rein gar nichts unmöglich ist und er alles daran setzen wird, dass wir unser Ziel erreichen werden. Doch wenn wir es stattdessen unterlassen, Gott Glauben zu schenken, verpassen wir unser Ziel. Wir laufen in die falsche Richtung, werden mehr und mehr getrieben von menschlichen Sehnsüchten und hinterlassen durch unseren Stolz, unsere Religiosität, Lieblosigkeit, und ein Leben ohne Demut und Reue nur einen Scherbenhaufen. Statt die Gnade anzunehmen, leben wir an unserem Ziel vorbei, wir hinterlassen kein gutes Erbe und unsere Seele endet in Einsamkeit, Orientierungs- und Hoffnungslosigkeit. Gott will uns in seiner Gnade begegnen und die erkennen wir, wenn wir uns bewusst werden, dass wir unsere Gerechtigkeit gegenüber Gott verloren haben. Wir sehen die Gnade dann, wenn wir wissen, dass wir sie brauchen. Wir sehen den Plan wieder wenn wir realisieren, dass wir unser Ziel schon lange verfehlt haben. Wir können nichts aus unserer Stärke heraus. Wir brauchen Gott. Wir alle brauchen den Retter. Jesus, der uns jeden Tag von Neuem wiederherstellt und uns zurück ans Herz Gottes trägt, wo wir erkennen und sehen, was unser Ziel und unsere Bestimmung ist und was Gott alles für uns bereit hat. Heute, hier und jetzt, morgen und in unserer Zukunft.

„Ihn hat Gott vor den Augen aller Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen, und durch den Glauben kommt sie uns zugute.“ Römer 3, 25

BIBLESTUDY: VERSPIEL DIR NICHT DIE GNADE

By Biblestudy

„Und da meinst du, du könntest dem Gericht Gottes entgehen, die du verurteilst weil sie solche Dinge tun. Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte und Nachsicht und Geduld?“ Römer 2, 3&4

Römer 2, 1-11: Jetzt wird es unglaublich spannend. In den ersten elf Versen geht es eigentlich darum, dass wir uns selber verurteilen, wenn wir andere aufgrund ihrer Taten schief anschauen und uns ein Urteil über sie fällen. Wenn wir Menschen beurteilen und sie nach unserem Raster in eine Schublade schieben, so sagt uns der Schreiber, wird uns „der Zorn Gottes“ treffen. Doch wen genau wird Gott für was verurteilen? Um darauf eine Antwort zu finden, müssen wir die Verse 3&4 in ihrer wortwörtlichen Übersetzung anschauen. Hier kommt heraus, dass Menschen, die den Reichtum seiner Gnade verachten, mit voller Härte von Gottes Zorn getroffen werden. Menschen, die anderen die Gnade absprechen, die die Gnade verneinen oder sie nicht in voller Konsequenz zulassen, werden, so der Schreiber, mal selber ein fettes Problem haben. Wenn wir diesen Vers wortwörtlich anschauen, ergibt das einen ganz anderen Sinn. Gott richtet am Ende Menschen, die seine Gnade, seine Güte, seine Nachsicht verachten, weil sie das Gefühl haben, es besser zu wissen.

Ich persönlich erinnere mich noch gut an ein tiefes Schlüsselerlebnis in meinem Leben. Vor ein paar Jahren habe ich begonnen, mich intensiv mit der Gnade Gottes und deren Auswirkungen auseinanderzusetzen. Sicher auch, weil ich bemerkte, dass ich in meinem Leben, aber auch wir allgemein als Christen hier in Europa, noch einiges in diesem Bereich nachzuholen haben. Ich meine die letzte Revolution der Gnade liegt ja doch schon gut 500 Jahre zurück. Das wäre Luther gewesen. Aber irgendwie waren wir als Kirche und auch ich dort stehengeblieben und hatten immer noch sehr viel Werkgerechtigkeit in uns. Je mehr ich mich nun mit dem Thema Gnade auseinandersetzte, umso mehr sagte ich zu mir: „Das geht nicht auf! Das ist viel zu einfach, viel zu banal und wird eh nur von uns Menschen ausgenutzt!“ Doch ich begann zu realisieren, dass dieses Denken von meinem dualistisch geprägten Denken kommt. Das bedeutet schwarz-weiß. Zuerst sind die Menschen böse, dann wenn sie – je nach Glaubensrichtung entweder wenn sie gebetet haben, getauft worden sind oder x-mal ihre Sünden bekannt haben – gerettet und gut. Dies bedeutet, der böse Mensch will eh nur Gottes Gnade ausnutzen, somit ist es mit der Gnade zu einfach. Doch in dem ganzen Prozess erlebte ich quasi eine zweite Erweckung. Ich realisierte, dass Gottes Gnade weder billig noch einfach ist. Denken wir das ganze konsequent zu Ende, hat sie, und nur sie, die KRAFT Leben zu verändern. Weil die Gnade die Kraft Gottes ist, mit der Gott uns immer wieder begegnen will. Dank seiner Gnade können wir sündigen Menschen erleben, wie Gott uns verändert und retten will. Und dies nicht erst wenn wir genügend gebetet haben. Die Gnade Gottes sucht nach uns, auch wenn wir noch überhaupt nicht daran glauben. Die Gnade Gottes ist grösser als wir sie jemals erfassen noch erklären könnten. Die Gnade Gottes hat uns wiederhergestellt und uns vor Gott gerecht erklärt, auch wenn wir dies noch nicht glauben. Der Glaube öffnet uns nur die Tür zu dieser Erkenntnis, zu dieser Kraft. Doch so gesehen sind wir Menschen von Anfang an nicht „schlecht“, sondern Kinder, Auserwählte und Erwählte Gottes. Wir wachsen zwar in einer schlecht geprägten Welt auf, aber wir alle haben das Potenzial in uns, die Gnade zu erleben, der Gnade zu begegnen und sie zu erfahren. Die Gnade Gottes ist da. Mitten unter uns. Und dazu braucht es ein Erkennen und Verstehen dieser Gnade. Und dies beginnt laut Römer auch darin, wenn wir die Gnade Gottes im Leben anderer sehen und sie ihnen zugestehen. Doch statt Menschen mit den Augen der Gnade, der Vergebung und der Güte Gottes anzuschauen, sind wir in der Gefahr das Schlechte in ihnen zu sehen. Sie sind ja Verlorene, Vergessene, Verstoßene und brauchen die Rettung. Doch dabei vergessen wir und sehen es in unserer beschränkten Sicht oftmals nicht mehr, dass Gott schon lange daran arbeitet sie zu retten. Menschen zu verändern. Jedes Mal wenn wir Menschen verurteilen, verurteilen wir also eigentlich Gott. Wir verurteilen seine Kraft mit der er an ihnen und bei ihnen am Arbeiten ist. Jedes Mal wenn wir denken, „bei dieser Person gibt es keine Hoffnung mehr“, verurteilen wir die Möglichkeiten Gottes in ihrem Leben. So schnell richten wir. Wir vergessen dabei, dass die Gnade Gottes bei diesem Menschen immer noch etwas bewegen und verändern könnte. Wir verachten durch unser Richten die Macht und Kraft der Gnade Gottes, die Größe seiner Geduld und Liebe und ignorieren seine Geduld und seine Kraft der Veränderung.

Auch hier erkennen wir einmal mehr, nicht unser Tun, unsere guten Taten, unsere schönen Worte entscheiden über Segen und Leben, sondern unsere Herzen. Menschen, die es schaffen, auch in den hoffnungslosesten Fällen noch etwas Gutes zu sehen, auch die Menschen nicht aufzugeben, die scheinbar in unseren Augen verloren sind, rechnen mit der Gnade Gottes. Denn so manche harte Herzen wurden verändert, so viele kaputte Leben wiederhergestellt – nur, weil die Gnade Gottes ein Menschenleben berührt hat. Doch wenn wir Menschen verurteilen, sprechen wir ihnen die Veränderung, die Hoffnung und somit auch die Gnade Gottes ab. Und dies trifft nicht nur sie, sondern auch Gott.

Wann kommt Gnade zum Wirken, zu ihrer vollen Entfaltung? Genau in den Momenten, wo wir nicht mehr weitersehen, am Ende sind und vor lauter Fehler, vor lauter Versagen keine Hoffnung mehr finden. Wenn wir weit weg sind vom Leben, verloren in unseren Sehnsüchten, orientierungslos und stehengeblieben. Menschen, die Schlechtes tun und erkennen, dass sie Rettung brauchen und sich wieder zurück zu Gott und ins Leben kämpfen, erleben die Gnade Gottes. Sie sind angewiesen auf die Gnade Gottes. Darum auch sagt Paulus an einer anderen Stelle: „Je grösser die Sünde ist, umso grösser ist die Gnade Gottes, mit der er den Menschen begegnet.“ Und wenn wir dies vergessen, anderen nicht zugestehen, es nicht erkennen und verstehen, werden wir hart. Unsere Herzen werden stolz und wir werden zu Richter, obwohl wir alle das Gericht verdient haben und letztendlich dank der Gnade Gottes gerettet werden. Wir verurteilen und verlieren am Ende selber. Gott sagt, dass er uns dann zur Rechenschaft ziehen wird, wenn wir den Menschen, die Schlimmes tun, jegliche Gnade abgesprochen haben. Wenn wir nicht wirklich mit seiner Kraft gerechnet haben und selber über Recht und Unrecht entschieden haben. Und hier spreche ich nicht von den rechtlichen Ordnungen, die es braucht um öffentliches Leben zu organisieren und zu schauen, dass alles mit rechten Dingen zu und her geht. Es geht mir hier um eine geistliche Haltung. Wie begegnen wir Menschen, die anders denken, anders handeln? Wie begegnen wir Menschen, die in unseren Augen versagen? Sehen wir in ihren Augen immer noch ein kleines Leuchten der Gnade Gottes oder haben sie jeglichen Kredit bei uns verspielt? Suche das Leuchten immer wieder. Mache dich nicht zum Richter, sondern liebe sie, suche die Hoffnung in ihnen und hüte dich davor sie zu verurteilen, denn sonst wirst auch du wieder verurteilt werden.

In dem Sinn, stehe zu deinen Überzeugungen, halte an deinen Werten fest, aber rechne immer wieder damit, dass Menschen durch die Kraft Gottes verändert werden können. Dein Leben ist zu kostbar als das du es damit verbringst, andere zu beurteilen und dir dabei nur die Gnade Gottes verspielst!

„Ewige Herrlichkeit jedoch und Ehre und Frieden werden jedem gegeben, der tut, was gut ist. Auch das gilt zunächst für die Juden und gilt ebenso für alle anderen Menschen. Denn bei Gott gibt es kein Ansehen der Person.“ Römer 2, 10&11

BIBLESTUDY: UNSERE RETTUNG

By Biblestudy

Zu dieser Botschaft bekenne ich mich offen und ohne mich zu schämen, denn das Evangelium ist die Kraft Gottes, die jedem der glaubt, Rettung bringt. … Denn im Evangelium zeigt uns Gott seine Gerechtigkeit, eine Gerechtigkeit, zu der man durch den Glauben Zugang hat; sie kommt dem zugute, der ihm vertraut. Darum heißt es in der Schrift: „Der Gerechte wird leben, weil er glaubt.“ Römer 1, 16&17

Römer 1, 16-20: Paulus schämt sich des Evangeliums nicht! Warum? Weil für ihn ist ganz klar, dass unser Glaube an Gott, unser Glaube an die Geschichte und das Leben von Jesus unsere Rettung ist. Wenn wir glauben, dass Gott seinen Sohn auf diese Erde gesandt hat, der für unsere Fehler gestorben und wiederauferstanden ist, so wird das unser Leben positiv verändern. Doch vor was rettet uns Gott? Hier ist es wichtig, dass wir die Bibelstelle ohne „Filter“ lesen. Denn oftmals sind wir geprägt durch unser „frommes Vorwissen“ und denken, es geht um die Rettung wenn wir sterben und in den Himmel kommen. Doch wenn wir den Römerbrief genauer unter die Lupe nehmen, sehen wir, dass Paulus in der Gegenwartsform und nicht in der Zukunftsform schreibt. So können wir davon ausgehen, dass Gott uns in unserem Leben im Hier und Jetzt begegnen, verändern und retten möchte. Retten vor uns selbst, vor unserer Selbstsucht und vor unserer Orientierungslosigkeit. Gott will uns JETZT begegnen und durch unseren Glauben können wir HEUTE erkennen, wer wir sind. Wir sehen den Plan Gottes, erkennen seine Ideen für unser Leben und finden den Sinn und Zweck unseres Daseins.

Weiter schreibt Paulus, dass Gott seinen Zorn sichtbar werden lässt. Doch die Frage ist: Über was lässt er seinen Zorn hereinbrechen? Lesen wir dies genau, sehen wir, Gottes Zorn ist nicht für die Menschen bestimmt, sondern er lässt ihn über all das Schlechte der Menschen, sprich über unsere schlechten und bösen Taten hereinbrechen. Wann passiert das? Ebenfalls JETZT. Dies bedeutet, Gott will uns befreien von all dem Schlechten, Bösen und Widerwärtigen in unserem Leben und uns helfen, unser Leben Schritt für Schritt zu verbessern und zu besseren, mitfühlenderen und barmherzigen Menschen zu werden. Doch warum wird sein Zorn geweckt? Ganz einfach, weil wir seine Wahrheit mit den Füssen treten. Und zwar die Wahrheit, die jeder erkennen kann – die Größe Gottes, die überall auf dieser Welt, in unserem Jetzt und unserer Gegenwart sichtbar ist und nur ein Ziel hat: uns in eine ehrfürchtige und anbetende Haltung zu führen.

„Seit der Erschaffung der Welt sind seine Werke ein sichtbarer Hinweis auf ihn, den unsichtbaren Gott, auf seine ewige Macht und sein göttliches Wesen. Die Menschen haben also keine Entschuldigung, denn trotz allem, was sie über Gott wussten, erwiesen sie ihm nicht die Ehre, die ihm zukommt, und blieben ihm den Dank schuldig!“ Römer 1, 20&21

Römer 1,21-32: Der Schlüssel um unsere Freiheit zu finden, die Ruhe in unserer Seele zu erleben, den Frieden zu entdecken und ein besserer Mensch zu werden, liegt einzig und allein in unserer Haltung der Anbetung. Wir können noch so gute Menschen sein, noch so viel über Gott wissen, wenn wir es unterlassen ihn zu ehren, im zu danken, uns vor ihm zu demütigen und seine Größe immer wieder zu erkennen, treten wir seine Wahrheit mit Füssen und verpassen so seine Gnade und Liebe. In Gottes Schöpfung und seinen Wundern sollten wir eigentlich immer wieder Gott sehen und dies lässt uns erkennen, wer wir sind: Menschen, die nicht alles wissen, nicht alles begreifen und nicht alles erklären können.
Wenn wir es unterlassen, ein Leben in Anbetung zu führen, Gott nicht ehren, nicht dankbar sind und uns nicht immer wieder vor Gott demütigen, kommt die Selbstverständlichkeit in unser Leben. Wir bekommen das Gefühl, wir können alles und wissen alles. Der Mensch wird zu Gott und Stolz hat unser Herz gepackt und lässt uns überheblich werden. Wir nehmen uns wichtiger und beten statt Gott die Schöpfung, den Erfolg oder uns selbst an. Dies führt zum Chaos und wir sind trotz unserem Wissen und trotz unseren guten Taten den Begierden unseres Herzens einfach so ausgeliefert. Wir dienen nach und nach uns selbst und somit dem Stolz, was zum seelischen Tod führt. Es wird finster um uns, die Seele wird leerer und leerer und wir verlieren nach und nach die Hoffnung. Angst statt Vision, Leere statt Freude, Sucht statt Frieden, Begierde statt Erfüllung nehmen mehr und mehr in uns Raum ein. Wir sind immer mehr unserem Treiben und unseren Sehnsüchten ausgeliefert und verlieren nach und nach den Boden unter unseren Füssen. Wir tun Dinge, die wir nie hätten tun wollen, die uns schaden und uns weg vom Leben, von der Freude und dem Frieden bringen. Anders gesagt, wir finden schleichend den seelischen Tod.

Doch was ist jetzt der Schlüssel? Was ist unsere Rettung? Diese finden wir in unserer Haltung der Anbetung. Wir hören nicht auf Gott anzubeten, ihn zu ehren und ihm für alles zu danken. So finden wir zurück zum Leben, zur Freude und zum Frieden.

Ich ermutige dich, mache Anbetung zu einer Lebenshaltung, zu einer Selbstverständlichkeit. Willst du mehr Frieden erleben? Willst du ein besserer Mensch werden? Willst du deine Träume verwirklichen? Willst du ein besserer Ehepartner, Arbeitnehmer oder Chef werden? Willst du glücklicher und freier sein? Dann bete Gott an. Nicht durch unsere Leistung werden wir zu besseren Menschen, sondern durch die Gnade Gottes und diese wird durch eine Haltung der Anbetung freigesetzt. Egal wo du stehst, egal was noch alles schief läuft in deinem Leben, suche Gott. Bete ihn an, danke ihm, ehre ihn, gib ihm Priorität und du wirst durch deine Haltung der Anbetung Schritt für Schritt deine persönliche Rettung finden. In deinem Heute, Hier und Jetzt!

„Ihr sollt so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe auf der Erde, wie er im Himmel geschieht!“ Aus dem Vater Unser, Matthäus 6, 9

BIBLESTUDY: DARUM

By Biblestudy

„Gott hat mich zum Apostel berufen und dazu bestimmt seine Botschaft bekannt zu machen, die er schon vor langer Zeit durch seine Propheten in der Heiligen Schrift angekündigt hatte. Es handelt sich um das Evangelium von seinem Sohn. Dieser stammt seiner irdischen Herkunft nach von David ab, und nachdem er von den Toten auferstanden ist, ist ihm – wie es das Wirken des Heiligen Geistes zeigt – die Macht gegeben worden, die ihm als dem Sohn Gottes zukommt. … Darum gilt mein Auftrag auch euch in Rom, euch, die ihr von Jesus Christus berufen seid. Ihr seid von Gott geliebt, ihr seid berufen und ihr gehört zu seinem heiligen Volk!“ Aus Römer 1, 1-7

Römer 1,1-7: Du und ich, wir alle sind von Gott dazu bestimmt, seine Botschaft der Liebe zu verkünden. Wenn wir die Bibel studieren und lesen, sehen wir, dass JEDER dazu berufen ist, mitzuhelfen, die Botschaft Gottes – auch das Evangelium genannt – zu den Menschen zu bringen. Ist das nicht gewaltig? Wir, du und ich, dürfen mithelfen, die Liebe Gottes, seine Gunst, seine Gedanken und Pläne für jeden Einzelnen zu den Menschen zu bringen. Geht hinaus, zusammen, im WIR als Kirche, als heiliges Volk und bringt zusammen die Botschaft Gottes zu den Menschen. Dies führt Paulus unter anderem auch so schön in seinem Brief an die Epheser aus:

„Sie (die Leiter der Gemeinde) haben die Aufgabe, diejenigen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, für ihren Dienst auszurüsten, damit die Gemeinde, der Leib von Christus, aufgebaut wird.“ Epheser 4, 12

Weiter ist es Paulus wichtig zu betonen, dass Jesus von David abstammt, einem König aus dem Alten Testament. David wird auch als der Mann erwähnt, der nah am Herzen Gottes ist. David war aber auch ein König voller Fehler. Ehebruch, Lügen und Mord prägten unter anderem seine Karriere. Trotzdem wird er an mehren Stellen im neuen Testament erwähnt, wenn es um Jesus und dessen Stammbaum geht. WARUM? David, ein zwielichtiger Mann, und doch hat er es in das Neue Testament, in die Geschichte von Jesus geschafft. Ich denke, die Antwort auf diese Frage finden wir im Herz von David. David hat es immer wieder geschafft, trotz seinen Herausforderungen, seinen Fehlern, seinen Zweifeln und Ängsten Gott zu suchen, ihn weiterhin anzubeten und zu ehren. Paulus ist diese Abstammung wichtig, er erwähnt sie im Römerbrief. Er sagt damit, Jesus hat in seinem Stammbaum einen Sünder, der jedoch immer wieder Gott suchte. So sagt Paulus auch zu dir und mir, auch wir Sünder können uns in die Linie von Jesus einreihen, nicht weil wir ab sofort ein perfektes Leben führen, sondern weil wir…

  1. …uns entschieden haben, trotz allem zu glauben.
  2. …uns entschieden haben, an der Gnade Gottes festzuhalten.
  3. …uns jeden Tag von Neuem entscheiden, uns von Gott durch seinen Geist leiten zu lassen.

Auch wir dürfen und sollen Gott anbeten, aus der Gnade und unserem Glauben heraus, dass Gott trotz allem, trotz unseren Fragen, unseren Fehlern, unseren Zweifeln, unserem Versagen und unseren Ängsten, einen Plan hat und uns nie aufgeben wird. Der Schlüssel um Gott zu finden und ihn immer wieder zu erleben, liegt nicht in unserer Leistung, sondern in unserer Anbetung. Dies ist eigentlich auch das Kernthema des ganzen Römerbriefes: Gott ehren und ihn anbeten trotz allem! Dies wird uns im ganze Römerbrief immer wieder begegnen. DARUM, egal wo wir stehen und ob wir alles begriffen und umgesetzt haben, was wir eigentlich sollten, können wir Zeugen von der Liebe Gottes sein, weil wir selber total abhängig sind von seiner Liebe und Gnade (Vers 6). DARUM kann jeder von uns aus der Haltung der Anbetung heraus die Vergebung, Gnade und Liebe Gottes zu den Menschen bringen. DARUM sind wir berufen, die Botschaft mit anderen zu teilen. Denn wir alle…

  1. …sind geliebt.
  2. …sind berufen.
  3. …gehören zu Gottes Volk, seiner Kirche und seine DNA ist in jedem von uns – ausgelöst durch den Glauben an ihn und seiner Gnade für uns.

Römer 1, 8-15: Wenn wir dies als Kirche beginnen zu begreifen, nie vergessen und uns immer wieder danach ausrichten, dass JEDER berufen ist ein Teil von etwas Großem zu sein, Teil einer Kirche, die den Auftrag hat und lebt, Menschen mit der Liebe und Gnade Gottes zu erreichen, dann hat dies Auswirkungen. Dies sehen wir zum Beispiel so schön bei der ersten Gemeinde der Bibel in der Apostelgeschichte:

„Sie priesen Gott bei allem, was sie taten, und standen beim ganzen Volk in hohem Ansehen. Und jeden Tag rettete der Herr weitere Menschen, sodass die Gemeinde immer grösser wurde.“ Apostelgeschichte 2, 47

Eine Kirche, in der die Menschen trotz ihren Fehlern Gott anbeten und die offen ist für alle hat Auswirkung und zieht Leute an. Gott liebt es, wenn wir ihn ehren und anbeten, darum wird er uns neue Türen öffnen, uns segnen und unseren Einfluss als Einzelne aber auch als Kirche vergrößern. Menschen werden von überall her kommen um eine solche Kirche, in der die Menschen nicht Perfektion suchen, sondern Gottes Ehre, zu besuchen und zu erleben. Darum nehmen wir die Gnade Gottes in vollem Umfang in Anspruch, ehren ihn auch wenn alles gegen uns zu sein scheint und hören auch in den größten Herausforderungen nicht auf, Gott anzubeten. So wird seine Kraft unser Leben berühren und unsere Kirche weiterbringen. Der Himmel küsst unser Leben, unseren Alltag und dies begeistert und zieht an.

DARUM – wir sind berufen die Botschafter Gottes zu sein. WIE? Indem wir seine Gnade brauchen, an Gott glauben, ihm vertrauen, ihn anbeten, auf ihn hören, ihn suchen, ihn täglich ehren und ihm durch unsere Dankbarkeit zeigen, dass Gott uns wichtig ist. DARUM werden wir Gottes Botschafter sein, nicht weil wir in erster Linie große Taten vollbringen, lange Gebete beten oder geniale Kommunikatoren des Evangeliums sind, sondern weil wir Gott trotz allem immer wieder die Ehre geben, an ihm festhalten und ihn anbeten!

„Als Erstes möchte ich meinem Gott durch Jesus Christus für euch alle danken, denn in der ganzen Welt spricht man von eurem Glauben.“ Römer 1, 8