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Leadership – Vergiss nie, wem du deinen Erfolg zu verdanken hast!

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Josefs Vorschlag fand Gehör beim Pharao und seinen Beratern. Als sie beratschlagten, wer für diese Aufgabe ernannt werden sollte, sagte der Pharao: „Wer könnte besser dafür geeignet sein als Josef? Denn er ist ein Mann, der ganz offensichtlich vom Geist Gottes erfüllt ist.“ 1. Mose 41, 37&38

In der Geschichte von Josef beobachten wir, wie Josef immer wieder Gott die Ehre für jegliche Erfolge zurückgab. Er war erfüllt mit dem Geist Gottes. Geführt und geleitet von Gott lebte er ein erfolgreiches und erfülltes Leben. Josef ging als gesegneter Mann in die Geschichte ein und als einer, der bis am Ende seiner Tage mit Gott unterwegs blieb und seinen Lauf erfolgreich vollendete. Ein weiteres Geheimnis seines Erfolges finden wir in seiner Haltung der Ehre. Er wusste, wem er seinen Erfolg zu verdanken hatte: Gott. Josef wusste, dass er ohne Gott nie all das erreicht hätte, was er hatte.

Wie sieht das bei uns aus? Wissen wir, wem wir was zu verdanken haben? Sind wir nicht alle in der Gefahr, Wunder so schnell als selbstverständlich anzuschauen, Durchbrüche uns selbst zuzuschreiben und Gott und seine Kraft, mit der er in unserem Leben am Wirken ist, sogar zu vergessen? Wir Menschen vergessen schnell. Darum hat Gott sein Volk im ersten Teil der Bibel immer wieder motiviert, für jegliche Durchbrüche in ihrem Leben einen Altar zu bauen oder ein Fest zu feiern. Etwas Sichtbares zu tun, damit sie nie vergessen, wem sie das Wunder zu verdanken haben. Mich hat diese Einsicht motiviert, mir selber zu überlegen, wie ich einen Lebensstil leben kann, wo ich nie vergesse, was ich Gott alles zu verdanken habe und Wunder, Segen und Erfolg nicht als selbstverständlich anschaue. Darum habe ich mir ein paar Eigenschaften antrainiert, die mir helfen, Gott immer wieder jegliche Ehre für alles zurückzugeben. Warum? Ich denke, wann immer wir Gott ehren für all das, was er tut, ihm den Dank zurückgeben, den er verdient hat und ihn erheben für alles was er in unserem Leben tut, kann er uns Neues und weiteren Segen anvertrauen. Ich denke, der Grund warum viele Menschen irgendwo auf ihrer Reise stehenbleiben sind, nicht mehr gesegnet werden und Gott nicht mehr so erfüllend und spannend erleben wie zu Beginn ihrer Beziehung, ist, weil sie irgendwann aufgehört haben Gott zu danken. Sie haben es unterlassen Gott für ihren Segen, ihre Erfolge, ihre Familie, ihren Reichtum und alles was er in ihrem Leben tat und am tun ist, den Dank zurückzugeben und ihn zu ehren.

Ich persönlich wünsche mir, dass ich nie stehenbleibe und je älter ich werde desto gesegneter sein darf. Ich wünsche mir, dass ich die beste Zeit noch vor mir habe und Gott mich noch mit vielen Abenteuern, offenen Türen, neuen Menschen und seinem Segen überraschen und mein Leben beleben wird. Und ich bin überzeugt, ich lege heute den Boden dafür, damit dies geschehen kann. Nämlich indem ich einen Boden der Dankbarkeit und der Anbetung gegenüber meinem Gott lebe.

Hier ein paar Prinzipien, für die ich mich entschieden habe, und so auch als Leiter ein Vorbild für andere zu sein:

1. Das Prinzip der Großzügigkeit

In der Bibel lesen wir an mehren Stellen, dass Gott uns segnet und uns neue Türen öffnen wird, wenn wir großzügig von dem weitergeben, was Gott uns anvertraut hat. Sei es durch Zeit, Geld, Worte oder Taten. Wann immer wir uns verschenken und von unseren Gaben und unserem Besitz weitergeben, setzt dies neuen Segen frei. Segen für die Menschen um uns herum und Segen, der wiederum uns selber zugute kommt. Segen, von dem wir wieder weitergeben können. Spannend ist zudem, wann immer wir großzügig sind und bleiben, vergessen wir nicht, wem wir was zu verdanken haben. Dank Gott habe ich Gesundheit, Intelligenz und Talente mitbekommen, welche mir helfen, einen guten Job zu tun, wodurch ich wiederum großzügig sein kann. Mit meinem Verdienst, meinen Gaben, meiner Zeit und meinem Überfluss.

2. Das Prinzip der Anbetung

Sonntag für Sonntag stehe ich während dem Anbetungsteil in unserer Kirche auf, richte mich auf, strecke meinen Oberkörper Gott entgegen, manchmal auch meine Hände und fokussiere meine Gedanken und meine Haltung auf Gott. Ich entscheide mich Gott zu danken, ihn zu ehren und meine Gedanken wieder von ihm prägen zu lassen. Nicht selten kommen neue Ideen, neue Inspirationen und es entsteht ein Moment wo ich wieder realisieren darf, wie groß mein Gott ist und wie klein und nichtig eigentlich meine Sorgen sind. Gott schenkt mir neue Hoffnung und Freude für die nächste Woche, für das Leben, für meine Familie, für meine Ehe, für all die Herausforderungen und all das Schöne, das auf mich wartet. Es kann vorkommen, dass ich es in den Ferien unterlasse, eine Kirche zu besuchen, weil es einfach zeitlich oder örtlich nicht passt, und ehrlich, dann fehlt es mir… Ich brauche das wöchentliche Ausrichten auf Gott in einer Kirche und deren Anbetungsmusik. Dies hilft mir, nicht zu vergessen wem ich was zu verdanken habe und es macht mich ready für weiteren und neuen Segen.

3. Das Prinzip des Aufschreibens

Weiter habe ich vor Jahren damit begonnen, aufzuschreiben was Gott alles in meinem Leben tut. Dadurch möchte ich nie vergessen, was für Wunder er in meinem Leben, unserer Familie und Kirche tut. Dies hilft mir, nie zu vergessen wie groß und gewaltig mein Gott ist und dass ihm nichts unmöglich ist. Schreib auf, wenn Gott etwas bewegt hat. Erinnere dich immer wieder an all die Wunder, die er in deinem Leben tut und entwickle dadurch eine Haltung, wo wir du nicht mehr vergisst, was du Gott alles zu verdanken hast.

Josef beendete seinen Lauf erfolgreich. Gott will auch mit dir deinen Lauf erfolgreich beenden. Darum trainiere dir einen Lebensstil an, bei dem du dich immer wieder daran erinnerst, was Gott alles tut und du ihm immer wieder jegliche Ehre dafür zurückgibst. Gerade als Leiter sind wir herausgefordert, Vorbilder zu sein. Die Menschen, die wir leiten, brauchen Menschen, die vorausgehen, Gott erleben und vor allem mit Gottes Geist erfüllt bleiben. Wir bleiben erfüllt und erleben immer wieder neue Wunder, weil wir nicht aufgehört haben Gott zu danken, ihn zu ehren und uns an all die Wunder zu erinnern. Welches könnte dein nächster Schritt sein auf deiner Reise als Leiter, als Vorbild, als Mensch, der nie vergessen will, wem er was zu verdanken hat?

Ich wünsche dir den Mut, nicht aufzuhören unterwegs zu bleiben und Gott zu ehren, es wird sich für dich und dein Umfeld auszahlen, immer wieder!

„Die Menschen haben also keine Entschuldigung, denn trotz allem, was sie über Gott wussten, erwiesen sie ihm nicht die Ehre, die ihm zukommt, und blieben ihm den Dank schuldig. Sie verloren sich in sinnlosen Gedankengängen, und in ihren Herzen, denen jede Einsicht fehlte, wurde es finster.“ Römer 1, 21

Leadership – Die Kraft der richtigen Kommunikation

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„Wir machen jetzt gerade das, was denken Sie dazu? Wie läuft das in Ihrer Branche, wissen Sie, wen man da fragen kann?“ Roland Mack hat dabei keine Angst, „dumme Fragen“ zu stellen, denn er weiß, die gibt es nicht. Wer ihn zum ersten Mal trifft – das gilt übrigens auch für Journalisten -, wird am Anfang kaum dazu kommen, eine Frage an ihn zu richten. Anders als andere Unternehmenslenker, die gerne über Erfolgsrezepte und große Leistungen referieren, interviewt er seinerseits Menschen, die er trifft, und verschafft sich so ein ungeheures Wissen über Bereiche, mit denen er sonst nicht in Berührung kommt. Er ist ein neugieriger Mensch und, was vielleicht noch erstaunlicher ist, er hat sich diese Neugierde über all die Jahre bewahren können.“ Benno Stieber, aus: Roland Mack, Herr der Achterbahnen. S. 57

Etwas das ich bei erfolgreichen Leitern immer wieder beobachte, ist ihre lernbereite Haltung, die sie behalten haben. Erfolgreiche Leiter, die nicht stehengeblieben sind und sich über ihren ersten Erfolg weiterentwickelt haben, haben stets ein offenes Herz und einen offenen Geist behalten. Sie haben nicht das Gefühl, dass sie alles wüssten, sondern wenn du ihnen begegnest, dann kannst du einen Hunger beobachten, einen Hunger nach mehr. Nach mehr Erkenntnissen, nach mehr Wundern, nach mehr Durchbrüchen, nach mehr Wissen, nach mehr Erfahrung. Erfolgreiche Leiter haben sich entschieden, dass sie immer wieder etwas lernen können und behalten so eine offene und lernbereite Haltung.

Doch so wie sie offen sind von anderen zu lernen, so sind sie auch bereit ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu teilen und andere an ihren Schätzen teilhaben zu lassen. Doch die Frage, der wir heute nachgehen wollen, ist: Wie balancieren wir das Ganze? Wann reden wir? Wann hören wir zu? Dazu möchten wir zusammen einen Mann aus der Bibel anschauen, Josef. Meine Frau hat darüber in ihrem Studium eine kleine Arbeit geschrieben, die mich inspiriert hat, diese Gedanken für uns noch zu vertiefen und daraus ein paar Leadershipblogs zu schreiben, die dir hoffentlich helfen werden, in deiner Leiterschaft zu wachsen.

Also zurück zu Josef. Josef war 17 Jahre als er begann, die Schaf- und Ziegenherden seines Vaters zu hüten. In der Bibel steht, dass er seinem Vater Meldung erstattete, wenn seine Brüder etwas Schlechtes taten. So gesehen ein richtiger Petzer. Mühsam oder? Als er eines Tages seinen Brüdern breitwillig zwei seiner Träume erzählt, in denen er die Hauptrolle spielt und alle anderen als Statisten fungieren durften, brodelt der Hass seiner Brüder über, sie entscheiden sich, ihren Bruder loszuwerden und verkaufen ihn als Sklaven nach Ägypten. So gesehen könnte man sagen, Josef mag zwar Recht gehabt haben mit seinen Träumen, aber der Zeitpunkt sowie die Art seiner Kommunikation war weder weise noch richtig gewählt.

Ich denke es ist immer wieder matchentscheidend als Leiter, dass wir lernen zu erkennen, wann wir schweigen und wann wir reden sollen. Ich möchte dir ein paar Ratschläge geben, die dir dabei helfen könnten.

1. Ratschlag: Ich höre zu, wenn die Person neben mir über mehr Erfahrung verfügt, hierarchisch über mir steht oder mir geistlich etwas zu sagen hat.

Behalte eine Haltung der Lernbereitschaft. Wenn du um Menschen herum bist, die weiter sind, mehr Erfahrung haben oder hierarchisch über dir stehen, schweige und höre gut zu. Denn sie haben dir immer etwas zu sagen. Ich persönlich habe mich darin trainiert. Ich höre gut zu und beobachte solche Leute genau. Ich will mehr von ihrer Erfahrung lernen, ich schreibe mir auf, was sie sagen und bleibe ein Lernender. Ich stelle Fragen und versuche ihren Gedankengängen zu folgen. Ich habe für mich einen Kodex entwickelt: „Ich schweige, höre aufmerksam zu, lerne, beobachte, stelle Fragen und spreche nur, wenn ich gefragt werde.“ Wenn sich der andere nicht für meine Welt interessiert, belastet mich das in keiner Weise. Denn ich bin glücklich wenn ich etwas lernen konnte, das mich und meine Leiterschaft weiterbringt.

2. Ratschlag: Ich spreche und lasse andere an meinen Gedanken und Erfahrungen teilhaben, wenn ich sie leite.

Menschen, die ich leite, denen ich vorstehe und die ich weiterbringen will, wollen mein Herz spüren, meine Gedanken kennen und müssen mich immer wieder spüren. Was denke ich, warum entscheide ich so und was sind die Hintergründe, warum ich so oder so entscheide. Ich verbringe Zeit mit ihnen in meinem Weinkeller, ich gehe mit ihnen Laufen oder nehme sie mit auf einen Ausflug. Dort geht es in erster Linie mal darum, dass sie Entscheidungen wieder besser verstehen können. Dass sie begreifen können, warum ich so denke und was in meinem Herz abgeht. So stärke ich die Einheit unter uns und gewinne sie immer wieder für die Ideen, die wir verfolgen. Leiter, die sich nicht mitteilen, für die wird es längerfristig schwierig, Menschen für den „long run“ zu gewinnen. Die Leute, die wir leiten, wollen unser Herz spüren. Sie müssen wissen, warum sie Opfer bringen und warum sie kämpfen, oftmals bis in die Nacht hinein, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Darum, nimm dir als Leiter immer wieder Zeit, deine Mitarbeiter zu gewinnen, sie an deinen Gedanken teilhaben zu lassen und ihnen dabei wieder die Vision und das Ziel zu malen. Nebenbei hörst du natürlich auch zu, was sie bewegt und lernst von ihnen, um deine Unternehmung noch besser zu machen.

3. Ratschlag: Ich höre zu und spreche falls gewünscht, wenn ich mit Menschen zusammen bin, denen ich diene.

So oft verbringe ich Zeit mit Menschen, denen wir als Leiter unserer Kirche dienen. Dort sollte es dann ein gesundes Wechselspiel von Zuhören, Reden und wieder Zuhören geben. Doch bei diesen Gesprächen bestimmen die Menschen, denen wir dienen, die Richtung des Gesprächs und die Fülle der Weisheit, die wir weitergeben dürfen. Sei weise und sensibel. Geh auf sie ein. Wenn sie zuhören wollen und offen sind für mehr, gib dein Wissen, deine Weisheiten und deine Erkenntnisse hinein. Wenn sie nur jemanden brauchen, dem sie ihre Sorgen erzählen können, aber nicht offen sind zuzuhören, dann schweige. Wirf nicht die Perlen vor die Säue, wie man so schön sagt. Das bedeutet, wirf nicht mit deinen Weisheiten um dich herum, wenn sie nicht gefragt sind. Nimm dich zurück und bleib ein Dienender. Beobachte die Menschen, dann siehst du schnell, wer von ihnen eine lernbereite Haltung hat und offen und bereit ist für mehr in seinem Leben.

Im Endeffekt hat es viel mit Sensibilität zu tun. Wir gewichten das Gegenüber höher als unser Wissen, unsere Erkenntnisse und was Gott schon alles bewegt hat mit uns und finden heraus, was unserem Gegenüber am meisten dient. Lerne von deinen Leitern und Vorgesetzten. Teile immer wieder dein Herz mit den Menschen, die du leitest, und sei sensibel mit Menschen, die dir gegenüber sind, denen du dienst, die dein Produkt kaufen oder in deine Kirche kommen. In dem Sinn wünsche ich dir, dass du immer wieder die Weisheit von Gott bekommst, wo du was sagen kannst, und wenn du mal das Gefühl hast, es fehle dir an Weisheit, dann bitte Gott darum, dass er deine Gespräche leiten und führen darf, und du wirst immer wieder die nötige Weisheit und das Feingefühl darin finden.

„Wenn jemand unter euch Weisheit braucht, weil er wissen will, wie er nach Gottes Willen handeln soll, dann kann er Gott einfach darum bitten. Und Gott, der gerne hilft, wird ihm bestimmt antworten, ohne im Vorwürfe zu machen. Aber wer ihn fragt, soll auch wirklich mit seiner Antwort rechnen!“ Jakobus 1, 5&6a

LEADERSHIP – KULTUR DER EHRE?

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“Alle, die je enger mit Roland Mack zusammengearbeitet haben, sagen: „Der Park (Europapark) ist das, was hervorkommt, wenn Roland Mack sein Innerstes nach außen kehrt.“ Und es gibt nicht wenige Mitarbeiter, die als Erfolgsgeheimnis für eine steile Karriere im Unternehmen empfehlen, den Park einfach mit den Augen des Chefs zu sehen. Der sieht jeden Papierfetzen auf dem Rasen, jede welke Blume im Beet und beordert die zuständigen Mitarbeiter per Walkie-Talkie umgehend zum Ort des Vergehens.” Benno Stieber, aus: Roland Mack, Herr der Achterbahnen, S. 36

Eine weitere Anekdote aus dem biografischen Buch über den Europapark… Roland Mack ist es wichtig, dass seine Mitarbeiter nicht nur arbeiten, sondern beginnen, den Park in seinen Augen zu sehen. Dass sie gewichten, was ihm wichtig ist und sich mit derselben Intensität um das Wohlergehen des Parks kümmern. Und dies führt mich zum heutigen Thema des 2. Leadershipblogs: „Kultur der Ehre?“ Haben wir in unseren Kirchen eine Kultur der Ehre und was bedeutet dies überhaupt? Ehren kommt aus dem hebräischen Wort „kāvôd“ und bedeutet im eigentlichen Wortsinn „Gewichten“. Anders gesagt, wenn wir etwas ehren, zeigen wir das, indem wir es gewichten. Und „Gewichten“ ist eine Aktion. Es beinhaltet eine Handlung. Es kostet uns entweder Geld, Zeit oder eine sichtbare Proklamation. Ehre zeigen wir. Klar, wir können Menschen, Gott und höhere Ordnungen respektieren, doch dies hat nichts mit Ehren zu tun.

Wenn wir also Sonntag für Sonntag in der Kirche zusammenkommen um Gott anzubeten, ihn zu ehren, ihm Gewicht zu geben, sollten wir dies zeigen. Wir zeigen dies, indem wir zu den Liedern, die wir singen, aufstehen. Weiter drücken wird dies auch durch unsere Großzügigkeit in Form von Zeit, die wir investieren oder Geld, das wir weitergeben, aus. Ehren ist also immer mit einer praktischen Aktion verbunden. Spannend ist ja, dass wir in der Bibel immer wieder sehen und entdecken, dass Gott sagt, wenn wir ihn ehren – ihn gewichten – er uns ehren wird. Gott wird unser Leben gewichten, segnen und weiterbringen, wenn wir ihn priorisieren. Sobald Gott nicht nur etwas ist, worüber wir am Sonntag reden, sondern auch tagtäglich durch unser Leben zeigen, dass er uns wichtig ist, ehren wir ihn.

Ähnlich wie Roland Mack der Park wichtig ist, sind Gott die Menschen wichtig. Gott hat nichts so sehr geliebt wie uns. So sehr, dass er sogar seinen eigenen Sohn auf die Welt gab und ihn am Kreuz sterben ließ, um uns wieder mit ihm zu versöhnen. Gott ehrte uns. Gott gewichtete seine Liebe zu uns. Gott zeigte sie und zahlte den größten Preis, den jemand überhaupt bezahlen kann. Wollen wir bei Gott weiterkommen, ihn auf uns aufmerksam machen, erleben wie unser Leben gesegnet wird, dann ehre – gewichte – was Gott wichtig ist. Das sind die Menschen und seine Kirche am Ort, Leiter, die er eingesetzt hat, unsere Eltern, unsere Familie, Menschen, die uns alltäglich begegnen. Ehre Gott heißt, ehre die Menschen, die er in dein Leben gestellt hat. Ehre die Menschen, welchen du dienst. Ehre die Menschen, die dir vorstehen. Ehre die Menschen, die um dich herum sind. Ehre sie, indem du pünktlich zu den Meetings erscheinst. Ehre sie, indem du ein integrer Arbeiter bist. Ehre deinen Ehepartner, indem du im treu bleibst, ihm zuhörst und ihm dienst. Ehre deine Kinder, indem du ihnen hilfst, dass sie ihr Potenzial entdecken und freisetzen können. Ehre deine Eltern, indem du ihnen mit Dankbarkeit begegnest. Und ehre die Menschen in deiner Kirche. Sei es, dass du die Mitarbeitern, die dir helfen Gott zu erleben, Gott zu finden und Gott näher zu kommen, nicht nur respektierst, sondern auch zeigst, dass du dafür dankbar bist. Dies kannst du zum Beispiel tun, indem du dir Notizen machst während der Predigt. Oder indem du pünktlich oder vielleicht sogar zu früh auf dem Stuhl sitzt, wenn der Gottesdienst beginnt. Es ist dir ja wichtig, Gott zu erleben, ihn zu finden und ihn zu sehen, darum zeige es auch. Du hast ein offenes Herz und bist bereit, dich auf das Abenteuer an einem Sonntag in deiner Kirche einzulassen. Auch wenn du von deinen Finanzen an andere, an deine Kirche usw. weitergibst und großzügig bist, ehrst du damit Gott. Es gäbe noch ganz viele weitere Beispiele. Spannend ist, wenn wir uns mal konsequent mit dem Gedanken der Ehre, dem Gewichten, auseinandersetzen, sehen wir sehr schnell, dass wir alle noch Entwicklungspotenzial haben. Denn so schnell vergessen wir, dass es in der Kirche eigentlich nicht um uns geht und so schnell sind wieder wir selber im Zentrum. Wir fragen uns, „Was können die Kirche, Gott, mein Chef, mein Ehepartner, meine Mitmenschen mir geben?“, statt „Was kann ich ihnen geben?“ Dies ist menschlich. So sind wir. Doch ich denke je mehr wir lernen, von uns wegzuschauen, umso mehr werden wir auch erleben, wie schlussendlich eine Kultur der Ehre, eine Kultur des praktischen Zeigens, was uns wichtig ist, schlussendlich Segen produziert. Gott ehren, ihm praktisch zeigen, dass er uns wichtig ist, setzt Segen frei. Es freut Gott, wenn er sieht, uns ist wichtig, was ihm wichtig ist.

Dies sehen wir auch so schön bei Zachäus. Einem Mann, bei dem alles schief lief. Er war ein Zöllner, einer den die anderen mieden. Doch Jesus kam zu ihm und lädt sich quasi in sein Haus ein. Dann lesen wir:

Zachäus kletterte, so schnell er konnte, hinunter und geleitete Jesus voller Aufregung und Freude in sein Haus. … Währenddessen stellte Zachäus sich vor den Herrn hin und sagte: „Herr, ich werde die Hälfte meines Reichtums den Armen geben, und wenn ich die Leute bei der Steuer betrogen habe, werde ich es ihnen vierfach erstatten!“ Jesus erwiderte: „Heute hat dieses Haus Rettung erfahren, denn auch dieser Mann ist Abrahams Sohn. Der Menschensohn ist nämlich gekommen, um Verlorene zu suchen und zu retten.“ Lukas 19, 8&9

An was freut sich Jesus? Am Geld, das Zachäus weitergibt? Nein, er freut sich, dass Zachäus Jesus ehrt. Zachäus drückt mit seiner Spende nichts anderes als seine Freude an Jesus aus. Zachäus ehrt, gewichtet den Besuch von Jesus in seinem Haus und Jesus freut sich so sehr an dieser Ehre, dass er Zachäus sogar in die Linie von Abraham einreiht. „Rettung ist über sein Haus gekommen.“ Nicht weil er die Rettung gekauft hat, sondern weil er seine Begeisterung über Jesus mit seinem Geld gewichtet hat. Auch bei David sehen wir dies. David ehrte Saul, obwohl dieser nach seinem Leben trachtete. Durch seine dienende und loyale Haltung bis zu Sauls Tod gewichtete er schlussendlich Gott und sicherte sich dessen Segen. Ein Segen, der über sein Leben hinausging. Sein Königshaus wird für immer regieren, so das Versprechen Gottes an ihn, und es findet seine Erfüllung in Jesus, der aus dem Stammbaum Davids kommt.

Wann immer wir es schaffen, die Menschen um uns herum, die Menschen in der Kirche, zu der wir uns zählen, unsere Leiter und Vorgesetzten, unsere Eltern und unsere Familie zu ehren, ehren wir schlussendlich Gott. Wir gewichten, was Gott wichtig ist und somit kann Gott uns und unser Leben wiederum gewichten, was zu Segen, Überfluss und zu einem reich erfüllten Leben führt.

LEADERSHIP – WAS IST MEINE ANTWORT?

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„Es gibt dieses Wort des in der Branche fast schon legendären Disney-Managers Michael Eisner über die Zukunftsperspektiven eines Freizeitparks: „Grow or die“, „Wachse oder sterbe“. Mit dieser Strategie hat Eisner den Disney Konzern aus der Krise geführt, und sie gilt auch für das Ruster Unternehmen. Um wachsen zu können dabei den Bestand eines Parks so zu erhalten, wie ihn die Besucher kennen, sind bereits hohe Investitionen notwendig. Um ihn auch in Zukunft erhalten zu können, müssen immer neue Attraktionen her.“ Benno Stieber, aus: Roland Mack, Herr der Achterbahnen

Ich liebe den Europapark. Jedes Mal wenn ich diesen Park besuche, begeistert mich das Herz der Mitarbeiter, die Liebe im Detail, die neuen Innovationen und die Qualität dieses Parks. Der Europapark in Rust ist für mich immer wieder ein Ort der Inspiration und ein Ort, wo ich träumen und abschalten kann. Beim letzten Besuch fand ich eine Biographie von Roland Mack, dem Sohn des Europaparkgründers. Er führt heute den Park. Dank Roland Mack wurde der Park nach der Gründung zu dem, was er heute ist: Ein Park, der immer noch neue Innovationen hervorbringt, der nie stehengeblieben ist und immer wieder von Neuem die Menschen begeistern kann. Als ich mich mit dieser Biographie auseinandersetzte und mich immer wieder an all die genialen Erlebnisse im Europapark erinnerte, realisierte ich: Genau so sollte Kirche sein! Auch Kirche sollte ein Ort sein, wo wir immer wieder von Neuem begeistert werden, wo Innovation immer wieder Platz hat, ein Ort, wo wir nie stehengeblieben sind und wo wir unterwegs bleiben. Ein Ort, wo wir dran bleiben und nicht aufhören, uns immer wieder zu fragen wie muss Kirche sein, dass wir die Menschen von Heute erreichen und mit der guten Botschaft der Bibel begeistern können.

Warum ist es so wichtig, dass auch wir in Organisationen, Kirchen, Unternehmen oder was wir sonst leiten nicht stehenbleiben und uns immer wieder hinterfragen lassen? Warum sollen wir dran bleiben und immer wieder innovativ sein? Kirchen verlieren im Durchschnitt jedes Jahr 10% ihrer Besucher – habe ich mir sagen lassen. Das bedeutet, dass wenn wir schon nur den Gleichstand behalten wollen, wir jedes Jahr ein Wachstum von mindestens 10% haben müssen, wenn nicht, werden wir langsam von der Bildfläche verschwinden. Dies führt mich zu einem Gespräch, welches ich kürzlich mit einem Pfarrkollegen hatte. Wir diskutierten so über die Herausforderungen in den Freikirchen und auch die verschiedenen christlichen Strömungen. Im Gespräch kamen zum Schluss, dass wenn wir als Kirchen nichts mehr Neues machen, bewegen oder unternehmen, nicht auf den Puls der Zeit und die Fragen der Gegenwart reagieren, viele Kirchen in den nächsten zehn Jahren von der Bildfläche – zumindest von ihrem Einfluss her – verschwinden werden. Wir schauten uns an und sagten zueinander, statt uns weiter über die Herausforderungen der Zukunft zu unterhalten, reden wir lieber darüber, was denn unsere Antwort auf all die Strömungen, Fragen und Nöte der Gesellschaft ist!

Ja, was ist unsere Antwort? Ich denke, echte und wahre Leiterschaft sucht nach Antworten. Wenn Leiter Herausforderungen erleben, bleiben sie nicht stehen, sie beklagen sich nicht, sondern suchen Antworten. Denn Leiter wissen, hinter jeder Herausforderung wartet eine Lösung. Wir als Kirche haben uns entschieden, immer wieder die Lösung zu suchen. Dran zu bleiben und dem Stillstand in unserem Leben, in unserer Organisation und unseren Aufgaben keinen Raum zu geben. Denn Stillstand ist der Tod für jedes Leben, für jede Unternehmung oder Kirche. Durch das Stehenbleiben und sich Ausruhen auf den Lorbeeren des letzten Erfolges ist schon manche innovative Idee, neue Bewegung und Kirche nach und nach von der Bildfläche wieder verschwunden. Wir geraten so schnell wieder in Vergessenheit und verlieren Kraft und schlussendlich auch unseren Einfluss. Doch Gott möchte uns Einfluss schenken, er möchte mit uns zusammen Spuren auf dieser Welt hinterlassen. Deshalb dürfen wir nicht stehenbleiben und ich möchte dich ermutigen, statt dich zu beklagen, statt dich über den Puls der Zeit zu empören, steh auf und finde eine Antwort auf deine Herausforderung.

Dies sehen wir auch so schön in der Geschichte von Josua. Josua, ein Mann aus der Bibel, hatte einen klaren Auftrag von Gott. Er sollte zusammen mit dem Volk Gottes das von Gott verheißene Land einnehmen. Gott schenkte ihnen den Sieg in der ersten Stadt. Doch der Sieg war an eine klare Bedingung geknüpft: Alles, was sie in der ersten Stadt einnahmen, gehörte Gott. Doch einer von Josuas Männern missachtete diese Anweisung und behielt etwas für sich. Als Konsequenz davon zog Gott sich von seinem Volk zurück und bei der nächsten Stadt verloren sie den Kampf. Josua fiel in eine tiefe Krise und klagte Gott an. Dann lesen wir, wie Gott ihm antwortete:

Da sagte der Herr zu Josua: „Steh auf! Warum liegst du vor mir auf deinem Gesicht? Die Israeliten haben gesündigt und meinen Bund gebrochen, den ich ihnen geboten habe! Josua 7, 10&11

Josua steh auf! Es hat einen Grund, warum Gott sich zurückgezogen hat. Josua, finde die Antwort! Statt uns zu beklagen, aufzugeben, stehenzubleiben oder uns auf unserem Erfolg niederzulassen, sollten auch wir immer wieder aufstehen. Dran bleiben und die Antwort auf unsere nächste Herausforderung suchen. Gott wird sie uns zeigen. Bleiben wir dran als Leiter, suchen die nächste Innovation, die nächste Idee, die nächste Lösung, und wir werden erleben und sehen, wie wir die Antwort finden. Dies wird uns weiterführen, wird uns am Leben halten und unsere Kirche, unsere Firma oder unser Umfeld wieder attraktiv machen. Wir werden unsere Anziehungskraft wieder finden und wenn wir dran bleiben, neuen Ideen Leben einhauchen und immer wieder den Puls der Zeit finden, werden wir auch noch in zehn Jahren unsere „Daseinsberechtigung“ haben und nicht von der Bildfläche verschwunden sein. Ich wünsche dir immer wieder den Mut, dich deinen Fragen, Ängsten und Nöten zu stellen. Ich wünsche dir die Weisheit Gottes in all dem, und dass du mit unserem Gott zusammen die Antwort finden kannst. Du wirst, weil du nicht stehengeblieben bist!