Niemand von uns erlebt die Fülle, den Segen und all das Schöne, das Gott für uns bereithält, weil wir »richtig« leben, viel beten oder uns besonders bemühen. Wir erleben es aus einem einzigen Grund: Weil Gott sich entschieden hat, uns zu lieben und uns zu segnen.
Darum verliere niemals die Verbindung zu Gott und zu seiner Gnade. Bleibe abhängig von seiner Gnade. Halte dich an ihr fest. Rechne mit ihr und vergiss nie, wem du alles zu verdanken hast. Wenn wir uns immer bewusst sind, dass wir wegen Gott und seiner Gnade dort sind, wo wir sind, bleiben wir abhängig und werden immer wieder erleben, wie neue Gnade, neuer Segen und neue Fülle unser Leben berühren, erfüllen und weitertragen. Denn die Bibel zeigt immer wieder: Gnade bewegt das Herz Gottes.
Maria und Martha wussten das. Als ihr Bruder Lazarus krank wurde, schrieben sie Jesus eine Nachricht. Sie appellierten nicht an die Leistung von Lazarus, sondern an die Liebe von Jesus: »Der, den du liebst, ist krank.« Diese Worte setzten Jesus in Bewegung.
Dasselbe sehen wir bei Zachäus: ein Sünder, ein Betrüger, ein Außenseiter. Er sucht Jesus – und diese Sehnsucht reicht aus. Jesus bleibt stehen und sagt: »Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.« Warum dieses »Muss«? Weil Gnade nicht anders kann! Gnade kann nicht anders, als zu reagieren, wenn Menschen ihre Bedürftigkeit erkennen. Das ist das Wesentliche unseres Glaubens: Nicht unsere Leistung bewegt Gott, sondern unsere Abhängigkeit.
Verliere diese Abhängigkeit, das Wesentliche unseres Glaubens, nie. Halte dich an der Gnade fest. Rechne mit ihr. Lebe aus ihr. Und vergiss nie, wem du alles zu verdanken hast.
Die beiden Schwestern ließen Jesus ausrichten: »Herr, der, den du lieb hast, ist krank.« Johannes 11,3
Als Jesus an dem Baum vorüberkam, schaute er hinauf und rief: »Zachäus, komm schnell herunter! Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.« Lukas 19,5
