Jesus versteht uns und steht uns bei. Er möchte uns immer wieder ermutigen, dranzubleiben. Jesus wird uns auch die Kraft geben, es durchzustehen, denn auch er wurde herausgefordert, treu zu bleiben und nicht aufzugeben.

Einer der bewegendsten Momente im Leben Jesu ist der Garten Gethsemane. Kurz bevor er verraten und gekreuzigt wird, ringt er im Gebet. Er ist traurig, erschöpft und voller Angst. Zusammen mit seinen Jüngern sucht er Ruhe und die Nähe zu Gott. Dreimal betet er zu seinem himmlischen Vater, dass dieser den Kelch an ihm vorübergehen lassen möge. Doch jedes Mal fügt er hinzu: Nicht mein Wille, sondern der Wille Gottes geschehe.

Jesus befand sich im Feuer. Er wusste, was auf ihn zukommt. Und er suchte Hilfe – nicht bei Menschen, sondern beim Vater. Dreimal legte er seine Angst vor Gott ab. Und dann geschah etwas: Er fand neue Kraft, neue Klarheit, neue Entschlossenheit. Gestärkt durch dieses Gebet stellte er sich ohne weiteres Zögern der Herausforderung am Kreuz, um für all unsere Sünden sein Leben hinzugeben.

Anhand von Jesus und seiner »Feuersituation« können wir zwei Dinge lernen, die auch uns helfen, im Feuer unseres Lebens dranzubleiben und Gott sowie unseren Glauben nicht aufzugeben.

  1. Prinzip: Suche Hilfe bei Gott.

Wir teilen unsere Not oft mit Freunden, was gut ist. Aber wie oft gehen wir damit auch zu Gott? Jesus selbst suchte im Feuer die Nähe des Vaters. Er klagte ihm sein Leid, legte ihm seine Angst hin und ordnete sich seinem Willen unter. Darum ermutige ich dich: Teile ruhig deine Nöte mit deinen Freunden, aber umso mehr teile sie mit Gott! Suche Gott, klage ihm dein Leid, gib ihm dein Herz hin und so wirst auch du erleben, wie neue Kraft, neue Freude und Hoffnung dein Herz erfüllen werden.

  1. Prinzip: Gottes Wille gibt uns die Kraft, weiterzugehen.

Indem wir Gott suchen, ihn in all unsere Herausforderungen einladen und unsere Lasten mit ihm teilen, können wir wieder seinen Blick auf unsere Situation bekommen. Vielleicht verstehen wir nicht sofort, warum etwas geschieht, aber wir finden Hoffnung, neue Freude und eine neue Perspektive auf die Situation – und das gibt uns die Kraft, weiterzugehen.

Wir erhalten wieder eine Vision, einen klaren Fokus, der uns befähigt, im Feuer des Lebens nicht stehenzubleiben, sondern auf das Ziel, den Segen und das Neue zuzugehen. So war es auch bei Jesus: Als er verstand, warum er diesen Weg gehen musste, erhielt er neue Kraft.

Vielleicht bist du müde. Vielleicht bist du im Gebet eingeschlafen wie die Jünger bei Jesus. Aber Gott schläft nicht. Geh in deinem Feuer zu ihm. Sag ihm alles. Und dann bete wie Jesus: »Nicht mein Wille, sondern deiner.« Darin liegt eine Kraft, die größer ist als deine Angst.

»Mein Vater, wenn es möglich ist, lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen! Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.« Matthäus 26,39