Dank unseres Glaubens an Gott dürfen wir unsere Ewigkeit bei ihm im Himmel verbringen. Dieses Wissen gibt uns Kraft, dranzubleiben und nicht aufzugeben.

Als ich vor ein paar Monaten am Grab meines Vaters stand – der im Sommer 2025 zu unserem Vater im Himmel gegangen ist –, erinnerte ich mich an einen Moment, den ich nie vergessen werde. Ein heiliger Moment. Ein Vater-Sohn-Moment. Ein göttlicher Moment.

Unsere Kirche war damals noch jung. Ich leitete eine Kleingruppe für ältere Menschen, die neu zum Glauben gekommen waren. Wir arbeiteten mit einem kleinen Büchlein, das die Grundlagen des Glaubens erklärte. Und eines Abends kam mein Vater dazu. Er saß da, hörte zu, stellte Fragen. Das Kapitel, das wir an diesem Abend behandelten, hieß: »Wie gebe ich mein Leben Jesus?« Ich erklärte den Inhalt, erzählte von meinem Glauben, von Jesus – und dann war ich plötzlich überfordert. Mein Vater saß da. Andere Männer und Frauen in seinem Alter saßen da. Sie schauten mich an. Und ich spürte: Das ist ein heiliger Moment. Aber was mache ich jetzt? Ich wusste es nicht. Doch plötzlich kam mir eine Idee. Ich sagte:
»Wer möchte, kann jetzt in dieses Büchlein schreiben: Heute habe ich mein Leben Jesus gegeben. Dann werde ich beten. Und am Schluss geben wir das Büchlein herum und unterschreiben füreinander.«

Gesagt, getan. Jeder schrieb in seiner Handschrift diese Zeile in sein Büchlein. Ich betete, und dann gaben wir die Büchlein in der Runde weiter. Und dann las ich es. In der Handschrift meines Vaters: Heute habe ich mein Leben Jesus gegeben. Tief berührt setzte meine Unterschrift darunter. Unter das Bekenntnis meines Vaters. Unter den Moment, in dem mein Vater sein Leben Jesus anvertraute.

Als ich nun am Grab stand, dachte ich an diesen Abend. Ich sah seine Handschrift vor mir. Und ich sagte leise: »Bis bald, Vater. Du hast deinen Lauf vollendet. Danke für alles. Du hast es gut gemacht. Ich werde auch kommen. Ich werde es durchziehen.«

Denn eines weiß ich: Ich werde meinen Glauben niemals aufgeben. Ich will in den Himmel. Ich will dort all unsere Vorfahren sehen. Ich will meinen Vater wiedersehen. Und all die Glaubenshelden, die vor uns den Lauf gelaufen sind.

Und manchmal – wenn wir ganz still werden – hören wir sie rufen, wie Menschen am Straßenrand eines Marathons, die uns zurufen: »Bleib dran! Gib nicht auf. Du wirst es schaffen!«

Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe das Ziel des Laufes erreicht, ich habe am Glauben festgehalten. Nun liegt der Siegeskranz für mich bereit, die Gerechtigkeit, die der Herr, der gerechte Richter, mir an jenem großen Tag geben wird – und nicht nur mir, sondern auch allen anderen, die ihn lieben und auf sein Kommen warten. 2. Timotheus 4,7–8