Unser Glaube wird größer und stärker, wenn wir ihn mit unseren Worten nähren. Wenn wir aussprechen, was Gott tun kann und wer wir in seinen Augen sind.
Großer Glaube ist nicht nur etwas für ein paar Auserwählte. Großer Glaube steckt in jedem Einzelnen von uns. Die Frage ist nur: Wie nähren wir ihn? Denn Glaube wächst nicht einfach automatisch. Er muss genährt werden. Er muss trainiert werden. Er muss immer wieder neu geweckt werden. Das sehen wir auch in der Geschichte von Hesekiel.
Gott zeigt ihm eine Ebene voller Totengebeine – ein Bild völliger Hoffnungslosigkeit. Und dann fordert Gott ihn heraus. Hesekiel soll Leben über die Knochen aussprechen. Nicht schweigen, resignieren, abwarten oder die Situation einfach akzeptieren. Nein, er soll beginnen, Leben über die toten Gebeine auszusprechen.
Hesekiel gehorcht und etwas unglaublich Faszinierendes passiert: Die Knochen beginnen sich zu bewegen und rücken zusammen. Sie verbinden sich, Sehnen, Muskeln und Haut entstehen. Und nachdem Hesekiel erneut Leben ausgesprochen hat, kehrt schließlich der Atem zurück und neues Leben entsteht!
Was ich daran so spannend finde: Der Veränderungsprozess beginnt in dem Moment, in dem gesprochen wird. Er beginnt, als der Glaube Worte bekommt.
Genauso funktioniert es auch bei uns. Glaube beginnt zu wachsen, wenn wir aussprechen, wer wir in den Augen Gottes sind. Wenn wir aussprechen, was Gott noch alles tun kann. Wenn unsere Gebete voller Glauben sind und wir uns nicht mit einem kleinen oder durchschnittlichen Glauben zufriedengeben. Natürlich kommen Zweifel. Doch wir bleiben dran. Wir sprechen weiter aus und beten weiter für das, was Gott noch tun und bewegen kann. Glaube wächst, wenn wir unserem Glauben Worte geben. Wenn wir aussprechen, wer Gott ist. Wenn wir laut bekennen, wer wir in seinen Augen sind.
Das bedeutet nicht, Probleme zu ignorieren. Es bedeutet auch nicht, künstlich positiv zu sein. Es bedeutet, Gottes Wahrheit größer werden zu lassen als unsere Angst. Darum sind Worte und Gebete so wichtig. Darum ist Worship so kraftvoll. Denn wenn wir singen, beten, Gottes Wahrheiten aussprechen und seine Nähe suchen, geschieht etwas in uns. Unser Glaube bekommt Nahrung. Er wächst, wird stärker und lebendiger.
»Ich weissagte, wie er es mir befohlen hatte. Und noch während ich redete, hörte ich plötzlich ein lautes Geräusch und die Knochen rückten zusammen und verbanden sich miteinander.« Hesekiel 37,7
