Die Hoffnung, die wir in unserem Glauben an Gott finden, ist nicht passiv. Es ist ein aktives Erwarten, dass Gott eingreifen und ein Wunder tun wird.

Joschafat, der König von Juda, steht eines Tages mit seinem Volk vor einer gewaltigen Bedrohung. Feinde ziehen gegen Juda, und menschlich gesehen sieht die Situation hoffnungslos aus. Doch Joschafat tut etwas Entscheidendes: Er sucht Gott. Und Gott antwortet. Durch Jahasiël spricht Gott:

»Hört, König Joschafat und auch ihr Leute von Juda und Einwohner Jerusalems. So spricht der HERR zu euch: ›Habt keine Angst und verliert nicht den Mut angesichts dieses riesigen Heeres, denn nicht ihr kämpft diesen Kampf, sondern Gott.« 2. Chronik 20,15

Was für eine Verheissung! Die Feinde sind noch da. Die Situation hat sich äußerlich noch nicht verändert. Der Sieg ist noch nicht sichtbar. Aber Joschafat hat jetzt etwas bekommen, das seine Perspektive verändert: eine Zusage Gottes, eine Offenbarung, dass Gott ein Wunder tun wird.  Und dann geschieht etwas Spannendes: Das Volk beginnt, Gott zu loben. Noch bevor sie den Sieg sehen. Noch bevor das Wunder sichtbar ist. Sie beginnen zu danken und Gott anzubeten. Das ist biblische Hoffnung! Sie loben Gott nicht, weil das Wunder geschehen ist, sondern weil sie wussten, dass Gott ein Wunder tun wird. Das können auch wir. Gott schon jetzt loben und preisen, ihm im Voraus für das Wunder, dass er uns verheissen hat, danken.

Vielleicht kennst du die Situation: Du hast ein Problem und fragst dich, wie es jemals gut kommen soll. Joschafat hätte auf das Heer schauen können. Aber er entschied sich, auf Gott zu schauen. Das veränderte seine Haltung. Und so dürfen auch wir wieder lernen, auf Gott zu schauen und ihm im Voraus zu danken. Weil wir wissen: Gott ist gut. Gott ist treu. Gott hat einen Plan. Gott sieht weiter als wir. Darum können wir sagen:

»Gott, ich sehe die Lösung noch nicht – aber ich danke dir, dass du bereits weißt, wie es weitergeht.«

Und manchmal beginnt das Wunder genau dort, wo wir aufhören, nur auf das Problem zu schauen. Joschafat und sein Volk ziehen los – und während sie Gott loben, greift Gott ein. Vielleicht ist das heute dein nächster Schritt: Gott zu danken, bevor du das Wunder siehst!

Dann erhoben sich die Leviten von den Nachkommen von Kehat und Korach und begannen, den HERRN, den Gott Israels, mit sehr lauter Stimme zu loben. 2. Chronik 20,19