Lass dich in deinem Leben von einer aktiven Hoffnung antreiben. Eine Hoffnung, die weitersieht und weiß: Gott hat es im Griff und er wird am Schluss immer unser Bestes suchen.

In den letzten Wochen haben wir uns mit verschiedenen Gedanken aus dem Buch der Sprüche beschäftigt. Wir haben über «Chokmah» gesprochen – Gottes Weisheit. Wir haben gelernt, dass Weisheit nicht einfach Wissen bedeutet, sondern zu verstehen, wie Gottes Sicht funktioniert und entsprechend zu leben. Dann kam «Mahir» – die Fähigkeit, das, was Gott uns gegeben hat, einzusetzen und ins Handeln zu kommen. Und zuletzt haben wir uns mit «Chāzôn» beschäftigt – Offenbarung und Vision. Gott kann uns zeigen, wie er unser Leben sieht und wohin er uns führen möchte. Doch jetzt kommt ein entscheidender Punkt: Was passiert zwischen der Vision und ihrer Erfüllung? Hier kommt «Tiqvâ» – Hoffnung – ins Spiel. Denn eine Vision allein verändert noch kein Leben.

Vielleicht hat Gott dir etwas gezeigt. Vielleicht hast du eine Vorstellung davon, wie deine Ehe aussehen soll. Vielleicht hast du eine Berufung entdeckt. Vielleicht hast du eine Idee für deine Familie. Vielleicht hat Gott dir eine Richtung für dein Leben gegeben. Aber dann kommt der Alltag. Dann kommen Rückschläge und es dauert länger als gedacht. Und plötzlich sieht es nicht mehr so aus wie in deiner Vision. Was du jetzt brauchst, ist Hoffnung.

«Tiqvâ» ist keine passive Hoffnung. Es ist eine ausgerichtete Erwartung: Ich weiß, worauf ich warte. Ich richte mich darauf aus. Ich halte daran fest. Die Offenbarung und die Vision Gottes gibt uns ein Bild. Die Hoffnung gibt uns Kraft, daran festzuhalten. Und diese Kraft hilft uns, weiterzugehen, weiterzuglauben, weiterzuhoffen, Gott im Voraus zu danken und die Hoffnung auf einen Sieg, einen Durchbruch, ein Wunder nicht aufzugeben. Denn die Hoffnung Gottes bringt uns in Bewegung. Das bedeutet nicht, dass Gott immer genau das tut, was wir uns vorstellen. Manchmal kommt die Antwort anders. Manchmal führt Gott einen anderen Weg, als wir gedacht haben. Aber wir dürfen daran festhalten: Es kommt gut – weil Gott gut ist und immer unser Bestes sucht.

Strebe nach Gottes Offenbarung. Lass dir von ihm eine Sicht für dein Leben geben. Halte deine Hoffnung lebendig. Richte dich auf Gott aus. Und dann geh los. Denn deine Hoffnung ist nicht dazu gedacht, dich an Ort und Stelle warten zu lassen. Sie ist der Antrieb, der dich auf Gottes Zukunft zugehen lässt. Und darum darfst und kannst du jeden Morgen neu aufstehen und sagen:

»Heute wird ein guter Tag, weil es der Tag ist, den der Herr gemacht hat.«

Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; heute wollen wir fröhlich jubeln und unsere Freude haben. Psalm 118,24