Manchmal müssen wir Altes loslassen, um Neues zu empfangen!
Ich erinnere mich noch gut an eine Phase in meinem Leben, in der ich mit einer schweren Blutkrankheit zu kämpfen hatte. Statt durchzustarten, war ich gezwungen, zur Ruhe zu kommen. Rückblickend erkenne ich, dass Gott diese Zeit genutzt hat, um meine Seele zu entrümpeln. Es war eine Zeit der Heilung. Ich lernte, Vergangenes und Verletzungen bewusst loszulassen, und erlebte, wie Gott gemeinsam mit mir meine Seele entrümpelte und mich auf die nächste Lebensphase vorbereitete. Heute, wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, bin ich Gott sehr dankbar, dass er mir diese Phase der Krankheit und der Ruhe geschenkt hat – eine Zeit, in der ich innerlich aufräumen und heilen durfte.
Erst als ich Gott erlaubte, in mir aufzuräumen, konnte ich wieder vorwärts gehen und Neues anpacken. Jesaja 61,3 spricht davon, dass Gott unsere Trauer in Freude verwandelt und uns ein neues Kleid des Jubels anzieht. Doch wir müssen uns entscheiden: Lassen wir die Asche los oder halten wir an Vergangenem fest?
Loslassen bedeutet nicht, dass das, was geschehen ist, keine Bedeutung mehr hat. Es bedeutet, dass wir Gott vertrauen, dass er selbst aus dem Schmerz etwas Gutes machen kann. Wenn wir uns an alte Verletzungen klammern, hindern wir uns selbst daran, das Leben in Fülle zu erleben.
Viele Menschen halten am Alten fest, weil sie Angst haben, was danach kommt. Sie klammern sich an das, was ihnen vertraut ist – auch wenn es sie unglücklich macht. Doch Gott möchte dir zeigen, dass sein Plan für dein Leben viel größer ist, als du es dir vorstellen kannst. Du darfst mutig loslassen, weil Gott etwas Besseres für dich bereithält.
Was hält dich zurück? Was musst du loslassen, um weitergehen zu können?
Vorbei ist die Leidenszeit der Einwohner Zions! Sie streuen sich nicht mehr voller Verzweiflung Asche auf den Kopf, sondern schmücken sich mit einem Turban. Statt der Trauergewänder gebe ich ihnen duftendes Öl, das sie erfreut. Ihre Mutlosigkeit will ich in Jubel verwandeln, der sie schmückt wie ein Festkleid. Wer sie dann sieht, vergleicht sie mit Bäumen, die Gott selbst gepflanzt hat. Man wird sie »Garten des HERRN« nennen, an dem er seine Größe und Macht zeigt. Jesaja 61,3
