»Ich genieße die Ruhe, finde erholsamen Schlaf, bewahre einen ruhigen Puls und lebe ein ausgeglichenes Leben – weil ich mich nicht von Dingen stressen lasse, die ich ohnehin nicht beeinflussen kann.«
Paulus, ein Mann aus der Bibel, trug eine Verheißung in seinem Herzen – nämlich, dass Gott ihn nach Rom senden würde, um dort das Evangelium zu verkünden. Auf dem Weg dorthin geriet Paulus mit dem Schiff jedoch mehrfach in schwere Stürme. Immer wieder versuchten sie, gegen den Wind anzusegeln, um ihr Ziel zu erreichen. Doch das Wetter wurde so gefährlich, dass sie schließlich aufgeben und die Segel einziehen mussten.
Ist es in unserem Leben nicht oft ganz ähnlich? Wir stehen unter Stress, versuchen krampfhaft, etwas zu verändern, voranzukommen, das Ziel zu erreichen, den Durchbruch zu erleben, das Wunder zu finden – und doch scheint es einfach nicht vorwärtszugehen. Der Sturm des Lebens ist gegen uns, und wir kämpfen uns von einer Panne zur nächsten. Mit der Zeit schwindet unsere Kraft, unser Glaube wird schwächer. Und anstatt unseren Traum und dessen Erfüllung vertrauensvoll in Gottes Hände zu legen, geben Gott auf.
Was tat Paulus, um sein Ziel zu erreichen? Er zog das Segel ein und ließ das Boot treiben. Er überließ die Kontrolle Gott. Genauso dürfen auch wir handeln. Wir geben unser Bestes, investieren, was Gott uns aufs Herz gelegt hat. Wir träumen, wir beten, wir hoffen, wir glauben – und dann kommt dieser entscheidende Moment: Der Moment, in dem wir herausgefordert sind, die Segel einzuziehen. Unser Tun, unsere Leistung, unser Ringen legen wir in Gottes Hände und vertrauen darauf, dass er uns ans Ziel bringen wird.
Wir lassen die Kontrolle los.
Wir hören auf, uns zu sorgen.
Wir hören auf, zu überlegen, wie wir es schaffen könnten.
Stattdessen beginnen wir, den Moment zu genießen – im tiefen Vertrauen darauf, dass Gott am Werk ist.
Wir schlafen wieder ruhig. Wir finden Frieden. Warum?
Weil wir wissen: Wir haben unser Bestes gegeben. Wir halten an unseren Träumen fest. Doch nun überlassen wir es Gott, wie und wann er sie zur Erfüllung bringt.
Als es ihnen nicht gelang, das Schiff in den Wind zu drehen, gaben sie auf und ließen es treiben» Apostelgeschichte 27,15
