Wenn wir bereit sind weiterzugeben und unsere Komfortzone zu verlassen, um ein Segen für andere zu sein, dürfen wir erleben, wie Gott uns mit neuem Segen und neuen Möglichkeiten beschenkt.

Die Geschichte von Lazarus kennen viele: Jesus kommt, Lazarus ist seit vier Tagen tot, Jesus macht ihn wieder lebendig – ein Wunder, das die Welt bewegt. Doch hast du dir jemals Gedanken darüber gemacht, was dieses Wunder für Lazarus selbst bedeutete? Stell dir vor: Lazarus ist vier Tage im Himmel. Keine Schmerzen mehr, kein Leid – nur Frieden, Freude, Anbetung, Ruhe, Schönheit und Erfüllung. Die Gegenwart Gottes und seine Herrlichkeit. Der perfekte Ort. Ein Ort, den man nicht mehr verlassen möchte.

Und dann klopft es an die Tür. Eine Stimme sagt: »Lazarus, du musst zurück. Jesus braucht dich!« Ich stelle mir vor, wie Lazarus antwortet: »Nein, bitte nicht. Es ist so schön hier!« Doch Jesus ruft ihn zurück. Er ruft ihn aus seiner Komfortzone. Er ruft ihn aus dem Paradies zurück in den Staub Jerusalems.

Warum? Weil sein Leben noch einen Zweck hatte. Weil seine Geschichte Menschen zu Gott führen sollte. Und genauso kann es uns ergehen. Wir richten es uns gerne gemütlich ein. Alles läuft. Die Familie funktioniert. Der Glaube ist „ruhig“. Der Alltag angenehm. Doch wenn wir nicht aufpassen, werden wir wie das Tote Meer: ruhig, träge, voll – aber unbewegt. Der Glaube stirbt nicht in einem Moment. Er stirbt langsam. Er beginnt zu sterben, wenn wir aufhören zu geben. Wenn wir aufhören, uns zu investieren. Wenn wir aufhören, ein Segen zu sein. Und so kann es sein, dass Jesus auch dich ruft – wie Lazarus – heraus aus deiner Komfortzone.

Lass dich rufen. Werde wieder wie der See Genezareth. Lass den Segen fließen.

Als Jesus das hörte, sagte er: »Am Ende dieser Krankheit steht nicht der Tod, sondern die Herrlichkeit Gottes. Der Sohn Gottes soll durch sie in seiner Herrlichkeit offenbart werden.« Johannes 11,4