Gott sucht immer unser Glück und unseren Frieden und er will unsere Hoffnung sein. Egal, wie unsere Umstände aussehen oder was wir gerade erleben und durchmachen – mit Gott haben wir Hoffnung! Durch sie finden wir neuen Frieden, neues Glück und neue Zuversicht.

Ich weiß, wenn wir über Glück sprechen, denken wir oft an gute Umstände: einen erfüllenden Job, funktionierende Beziehungen, Gesundheit, ein volles Konto und ein Leben, das planbar, gut und zufrieden verläuft. Doch die Herausforderung ist: Unsere Umstände, Beziehungen und all das Weltliche, das uns umgibt, sind fragil. Sie ändern sich schneller, als uns lieb ist. Darum definiert Jesus Glück völlig anders. Als er seine berühmteste Predigt, die Bergpredigt, beginnt, überrascht er seine Zuhörer mit den Worten: »Glücklich zu preisen sind…« Neunmal leitet er damit seine Aussagen ein und beschreibt Menschen, die wir nicht unbedingt mit »Glück« verbinden würden: die Bedürftigen, die Traurigen, die Sanftmütigen, die Barmherzigen, die nach Gerechtigkeit Hungern, die Frieden stiften und sogar die Verfolgten. Die Worte von Jesus sind keine weltliche Zauberformel, wie man sie in einem Motivationsbuch findet. Nein, sie sind eine Einladung zu einer tieferen Dimension von Glück.

Was meint Jesus wirklich? Das Wort »glücklich« oder »selig« beschreibt in der Bibel keinen kurzen emotionalen Hochmoment. Es meint einen Zustand innerer Erfüllung – ein Leben, das gelingt, trotz äußerer Herausforderungen und Schwierigkeiten. Glück, wahrer Friede und tiefe Erfüllung entstehen nicht, weil alles perfekt läuft. Sie kommen nicht in unser Leben, weil die Umstände stimmen, sondern weil unser Herz am richtigen Ort verankert ist: bei Gott. Dieses Glück ist nicht in Status, Geld, Erfolg oder Kontrolle verwurzelt, sondern im Vertrauen auf unseren Gott. Im Vertrauen darauf, dass Gott alles in seinen Händen hält, dass er weiß, was er tut, und dass er unser Leben immer zu einem guten Ziel führen wird.

Es ist ein Glück mitten im Sturm, mitten in der Verzweiflung, mitten in der Not. So sagt Jesus im Grunde nichts anderes als:

»Du kannst traurig sein und trotzdem tiefen Frieden haben.
Du kannst Mangel erleben und trotzdem erfüllt sein.
Du kannst unter Druck stehen und trotzdem wissen,
dass dein Leben Sinn und einen tieferen Zweck hat.«

Warum kann Jesus uns das raten? Weil er weiß, dass echtes Glück nicht aus positiven Umständen geboren wird, sondern aus der Beziehung zu ihm.

Er sagte: »Glücklich zu preisen sind die, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.  Glücklich zu preisen sind die, die trauern; denn sie werden getröstet werden. Glücklich zu preisen sind die Sanftmütigen; denn sie werden die Erde als Besitz erhalten. Glücklich zu preisen sind die, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten; denn sie werden satt werden. Glücklich zu preisen sind die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Glücklich zu preisen sind die, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott sehen. Glücklich zu preisen sind die, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Glücklich zu preisen sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Glücklich zu preisen seid ihr, wenn man euch um meinetwillen beschimpft und verfolgt und euch zu Unrecht die schlimmsten Dinge nachsagt. Freut euch und jubelt! Denn im Himmel wartet eine große Belohnung auf euch. Genauso hat man ja vor euch schon die Propheten verfolgt.« Matthäus 5,3–12