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LEBEN MIT VISION – GOTT HAT FREUDE AN DIR, WEIL DU IHM VERTRAUST

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Gott hat große Freude an uns, wenn wir ihm vertrauen, gerade auch in Situationen, die keinen Sinn ergeben.

Dies sehen wir auch bei Noah. Noah vertraute Gott und seinen Anweisungen, obwohl sie überhaupt keinen Sinn ergaben. Noah baute eine Arche, weit weg von jeglichem Wasser. Das Schiff war außerdem viel zu groß, um sich transportieren zu lassen. Und da war auch noch die Sache mit den Tieren – wie um alles in der Welt sollte Noah all die Tiere in die Arche bringen? Die Menschen lachten über Noah und verstanden nicht, was er da tat. Doch trotz all den logischen Einwänden, die Noah hätte haben können, baute er die Arche. Er vertraute Gott und seinen Anweisungen und dies rettete ihn vor der Sintflut.

So ist es auch bei uns. Wenn Gott uns ruft, wenn er uns etwas aufs Herz legt, wenn er uns ermutigt, einen Schritt zu gehen, dann müssen wir ihm vertrauen. Denn im Moment macht das Ganze oftmals überhaupt keinen Sinn. Doch wir vertrauen darauf, dass Gott schon weiß, was er von uns verlangt und dieses Vertrauen, dieser Gehorsam wird uns weiterbringen. Es wird uns zum nächsten Segen führen, zur nächsten offenen Tür, zum nächsten Durchbruch oder zum nächsten Highlight in unserem Leben. Darum möchte ich dich ermutigen, vertraue und gehe die Schritte, die Gott von dir verlangt, auch wenn es im ersten Moment keinen Sinn ergibt.

Wenn wir Gott vertrauen und gehorsam tun, was er uns aufträgt, wird es immer Menschen geben, die dies nicht verstehen. Tue es trotzdem. Geh trotzdem. Bleib trotzdem dran und halte an deinen Träumen und Zusagen fest. Denn dank unserem Glauben und Vertrauen werden wir nicht nur Gott zum Lächeln bringen, sondern auch erleben, wie neue Türen aufgehen werden und der nächste Segen in unser Leben kommen wird.

Auch Noah glaubte Gott und befolgte gehorsam seine Anweisungen. Er baute ein großes Schiff, obwohl weit und breit keine Gefahr zu sehen war. Deshalb wurde er mit seiner ganzen Familie gerettet. Durch seinen Glauben wurde der Unglaube der anderen Menschen erst richtig deutlich. Und durch diesen Glauben fand Noah auch Gottes Anerkennung. Hebräer 11,7

LEBEN MIT VISION – GOTT HAT FREUDE AN DIR, WEIL DU IHN ERST

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Indem du Gott ehrst, ihn an die erste Stelle in deinem Leben setzt, ihn priorisierst, anbetest und die Ehre für jeglichen Erfolg gibst, berührst du sein Herz und zauberst ihm ein Lächeln aufs Gesicht.

Wir ehren unseren Gott, wenn wir ihn feiern und ihm danken für alles, was er in unserem Leben schon getan hat und noch tun wird. Wir ehren Gott, wenn wir ihn erheben, anbeten und uns immer wieder daran erinnern, dass wir ihm alles zu verdanken haben. Wir ehren Gott, wenn wir uns immer wieder dazu entscheiden, weg zu schauen von uns und unseren Fokus stattdessen auf Gott zu richten.

Dies sehen wir auch so schön bei Noah: Das Erste, was er tat, nachdem er die Sintflut überlebt hatte, war, Gott einen Altar zu bauen und darauf ein Dankesopfer darzubringen. Unsere dankbare Haltung ist ein wichtiger Faktor dafür, dass wir das Beste aus unserem Leben herausholen können. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich vor vielen Jahren einen Jugendpastor fragte, warum der Pastor seiner Kirche so unglaublich gesegnet sei und wie seine Antwort mich verblüffte. Er sagte:

»Ich denke, mein Pastor wird von Gott so gesegnet, weil Gott sich darauf verlassen kann, dass er ihm immer alle Ehre für jeglichen Segen zurückgibt.«

Da realisierte ich einmal mehr: Unsere dankbare Haltung ist der Schlüssel dazu, dass Gott uns noch mehr anvertrauen kann. Weil Gott weiß, dass wir ihm immer wieder jegliche Ehre für alles, was er uns schenkt, zurückgeben werden. Gott kann uns somit immer mehr anvertrauen, weil wir ihm immer wieder dafür danken und ihn für alles, was wir haben und erleben, ehren und erheben.

Wir können jeden Tag mit einer dankbaren Haltung starten. Statt dich darüber zu beklagen, was alles noch nicht so läuft, wie es in deinen Augen sollte, danke Gott und ehre ihn für den neuen Tag und für alles, was er tun wird. Statt nur auf das zu schauen, was wir noch nicht haben, danke Gott für alles, was du schon hast. Statt zu denken, du hättest alles selber erreicht, danke Gott für deinen Job, für deine Ehe, deine Erfolge und deine Finanzen und vergiss nie, wer die eigentliche Quelle jeglichen Erfolgs in deinem Leben ist. Nämlich Gott. Und wenn wir unsere Dankbarkeit trainieren, passieren immer wieder zwei Dinge in unserem Leben: Erstens ist unser Herz automatisch vor Stolz geschützt, weil wir nie vergessen, von wo wir kommen und wem wir alles zu verdanken haben. Zweitens wird unser Herz mit Freude erfüllt, denn wenn wir danken, berühren wir Gottes Herz und dies wiederum wird uns berühren.

Dann baute Noah für den HERRN einen Altar und brachte von allen reinen Vögeln und den anderen reinen Tieren einige als Brandopfer dar. 1. Mose 8,20

LEBEN MIT VISION – GOTT HAT FREUDE AN DIR, WEIL DU IHN SUCHST

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Gott will sich uns jeden Tag von neuem offenbaren. Jeden Tag von neuem sucht er unsere Nähe und möchte uns begegnen.

Gott begegnete Elia, einem Mann aus der Bibel, und aus dieser inspirierenden Begegnung schöpfte Elia neue Kraft und Freude. Denn Elia befand sich am Ende seiner Kräfte. Er zog sich ausgebrannt und voller Selbstmitleid in die Einsamkeit zurück und wurde von einer Despression überwältigt. In dieser Situation begegnete ihm Gott. Spannend ist, wie: Gott begegnete Elia nicht in einem Sturm, einem Erdbeben oder in einem heftigen Feuer. Gott begegnete ihm in der absoluten Stille.

Bernie Kraus nimmt Töne der Natur für Film und TV auf. 1968 benötigte er für eine Stunde absolute Ruhe – eine Aufnahme ohne Flugzeuge, Autolärm usw. – ca. 15 Stunden Aufnahmezeit. Ca. 40 Jahre später brauchte er für eine Stunde absolute Ruhe über 2000 Stunden Aufnahmezeit. Es ist also schon gewaltig, wie wir dem Lärm ausgesetzt sind! Mehr und mehr nehmen uns all die Einflüsse ein und erschweren es uns, Gott zu hören.

Wir haben verlernt oder es noch gar nie gelernt, mit Stille und Ruhe umzugehen. Immer werden wir von irgendwelchen Tönen und von Lärm berieselt. Gerade deshalb müssen wir wieder lernen, ganz bewusst Gott zu suchen, Stille und Ruhe zuzulassen und in der Ruhe des Morgens Gottes Stimme zu hören. Wenn wir uns hinsetzen, ruhig werden, Ruhe zulassen, Gott suchen und auf ihn hören, wird immer eine Reaktion von Gott kommen. Gott wird uns hören. Wir werden hören, was Gott uns sagen möchte. Wir werden hören, was Gott über uns denkt. Wir werden bestätigt, bestärkt und ermutigt. Wir werden wieder begreifen, wer Gott ist und dass er alles in seiner Hand hält und dies wird uns ruhig und gelassen in den Tag gehen lassen. Denn Gott wird uns immer sehen und wahrnehmen, wenn wir ihn suchen und auf ihn hören. Unser Suchen und unsere Sehnsucht nach Gott werden ihn dazu bewegen, uns Antwort zu geben, sich finden zu lassen und sich uns zu offenbaren. Und außerdem zaubert es Gott ein Lächeln aufs Gesicht, weil wir ihn gesucht haben.

»Seid still und hört zu, ihr Israeliten! Von heute an seid ihr das Volk des HERRN. Ihr gehört nun allein eurem Gott.« 5. Mose 27,9

LEBEN MIT VISION – BRINGE GOTT ZUM LÄCHELN

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Wir sind von Gott dazu kreiert, mit ihm zusammen das Leben zu genießen, das Beste aus unserem Leben herauszuholen und ihm ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.

Gott freut sich über uns. Wir sind zur Freude Gottes erschaffen und dies wiederum bringt neue Freude und neue Begeisterung in unser Leben. Ein Prophet aus dem Alten Testament, Esra, bringt dies schön auf den Punkt, indem er zum Volk Gottes sagt, dass die Freude am Herrn unsere Stärke sei. Wenn wir uns erfreuen an dem, was Gott tut, was Gott uns schenkt, was Gott in unserem Leben am Bewegen und Verändern ist, wird diese Freude zu unserer Stärke. Und all unsere Freude, unser Lachen und unser Fokussieren auf das Gute, das Gott tut und uns schenkt, zaubert auch Gott ein Lächeln aufs Gesicht. Denn in dem Moment, als du geboren wurdest, war Gott bereits dabei und erfreute sich an dir. Gott wollte, dass du lebst. Er wollte, dass du all das Geniale, das er für dich vorbereitet hat, entdecken und sehen wirst. Er wollte, dass du die Welt mit deinem Leben, mit deinem Lachen und mit deiner Art belebst und bereicherst. Und wenn wir entdecken, was alles in uns schlummert und wir es ausleben, freut dies Gott. Denn du und ich, wir sind zur Freude Gottes erschaffen.

Auch Noah, ein Mann aus der Bibel, brachte Gott immer wieder zum Lächeln. Noah bereitete Gott Freude und berührte sein Herz. Wir lesen, dass Noah die Gunst Gottes fand, oder anders gesagt, Gottes Herz berührte.

Noah aber fand Gunst in den Augen des HERRN. 1. Mose 6,8

Zusammen mit Noah hat Gott die Welt gerettet und die Menschheit und die Tiere vor der Sintflut bewahrt. Und so wie Gott auf Noah stolz war, weil er mit ihm zusammen die Welt verändern konnte, ist Gott auch auf dich stolz. Er sagt jeden Tag von neuem zu dir:

»So genial, wie du es machst! Du setzt deine Talente und das, was ich dir anvertraut habe, ein, du hast mir vertraut und mir deinen Glauben geschenkt. Du hast mit mir zusammen die Welt ein bisschen besser gemacht und hast dank deinem Herz, deiner Barmherzigkeit, deiner Liebe und deiner Freundlichkeit immer wieder ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert.«  

Und Esra sprach zu ihnen: Geht hin und esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm Herrn. Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am Herrn ist eure Stärke. Nehemia 8,10  

LEBEN MIT VISION – GETRIEBEN VON ANGST

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Statt dich von der Angst treiben zu lassen, fasse Mut, steh wieder auf und stelle dich deinen Ängsten, indem du auf Jesus schaust und dadurch wieder neue Hoffnung und Zuversicht findest.

Angst ist heute allgegenwärtig. Wir haben Angst vor der Zukunft, Angst vor einem Krieg in unserem Land, Angst vor einer Energieknappheit, Angst um unsere Welt und Natur, Angst vor Corona oder einer anderen tödlichen Pandemie, Angst vor finanziellen Nöten, Angst vor dem Leben, das in einem solch unglaublichen Tempo an uns vorbeizurasen scheint. Wir haben Angst vor Entscheidungen, Angst vor Menschen, Angst, was andere denken, Angst, ausgelöst durch traumatische Erfahrungen, Beziehungsängste und fürchten uns vor noch so vielem anderem. Doch wir können durch unsere Ängste weder den Krieg aufhalten noch das Klima retten, unsere Zukunft verändern oder unser Leben sicherer machen. Getrieben zu sein von Angst, bringt also nichts, sondern schadet uns nur. Das Leben bleibt gefährlich und riskant, dies können wir mit unserer Angst nicht ändern.

Wir leben in einer Welt voller Risiken. In einer Welt, in der uns immer irgendetwas Negatives oder Schlechtes widerfahren und uns herunterreißen kann. Wir leben in einer Welt, in der wir so vieles überhaupt nicht beeinflussen können. So vieles können wir nicht bestimmen. Was wir aber bestimmt können, ist, wie wir auf all das, was uns widerfährt, reagieren. Unser Leben und unsere Zukunft sind immer wieder den Umständen und Begebenheiten ausgeliefert, die wir nicht beeinflussen können. Doch wir können unsere Hoffnung auf den setzen, der alles in seiner Hand hält und auch gerade heute zu uns sagt:

»Ich habe alles in meiner Hand. Ich bin der Anfang und das Ende. Nichts auf dieser Welt geschieht ohne meine Erlaubnis. Ich bin da für euch und werde immer euer Bestes suchen. Ich habe einen guten Plan und gute Absichten für euch. Ich bin euer Versorger und gebe euch immer wieder, was ihr braucht. Ich bin an eurer Seite und will euch führen und leiten. Habt wieder Mut, steht auf und verändert mit mir zusammen die Welt.«

Löse dich von deinen Ängsten. Schaue auf Gott und finde immer wieder einen Grund, worüber du dich freuen kannst. Gott hat dich, die Welt und unsere Zukunft in seiner Hand.

Sofort sprach Jesus sie an: »Fasst Mut! Ich bin’s, fürchtet euch nicht!« Matthäus 14,27

LEBEN MIT VISION – GETRIEBEN VON WUT UND BITTERKEIT

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Vergib, statt an deinen Verletzungen festzuhalten. Lerne schnell zu vergeben und loszulassen und erlebe neue Freiheit, neue Freude und eine neue Leichtigkeit, die dich packt und belebt.  

Menschen, die aus unkontrollierter Wut heraus reagieren und bitter durchs Leben gehen, sind oftmals Menschen, die Schweres mit sich herumtragen. Sie tragen Verletzungen, Ungerechtigkeiten oder Leid, das ihnen durch andere Menschen oder Umstände zugefügt wurde, mit sich herum. Beziehungen, die Verletzungen hinterlassen haben, Eltern, die nicht an sie geglaubt haben, Lehrer, die sie nicht gefördert haben, seelischer oder körperlicher Missbrauch – all das hinterlässt tiefe Wunden. Zu Recht dürfen diese Menschen verletzt und bitter sein. Zu Recht dürfen sie sich deprimiert und traurig durch ihren Alltag schleppen. Sie haben doch ein Recht auf Rache, Vergeltung oder zumindest das Recht, ein hartes Herz zu haben? Doch viele Menschen vergessen dabei, dass sie weder die Menschen bestrafen, die ihnen all die Verletzungen zugefügt haben noch ihr eigenes Leben durch die Bitterkeit besser wird. Rache bringt nie Frieden. Vergeltung bringt nie Freiheit. Bitterkeit bringt nie Ruhe. Wenn wir an unseren Verletzungen festhalten, statt zu vergeben, werden der Schmerz und die Bitterkeit, die daraus entstehen, mehr und mehr zu unserem Antrieb. Die Wut wird zu unserem Lebensantrieb. Selbstmittleid, Selbsthass, Selbstzerstörung sind Folgen davon, wenn man getrieben ist von Wut und Bitterkeit.

Damit wir wieder lachen, die Leichtigkeit des Lebens, all das Schöne und Gottes Freiheit in unserem Leben entdecken und erleben können, müssen wir uns immer wieder dafür entscheiden, den Menschen, die uns verletzt haben, zu vergeben. Denn die Menschen aus unserer Vergangenheit können uns nur dann weiter verletzen und uns den Segen rauben, wenn wir nicht vergeben. Darum versuche immer wieder zu vergeben. Schaue nach vorne, entscheide dich bewusst dafür, loszulassen. Lass zu, dass deine Seele heilen kann, indem du deine Wunden nicht immer wieder hervorholst, anderen davon erzählst, wie ungerecht du behandelt wurdest und jede Gelegenheit nutzt, den anderen dein Unrecht unter die Nase zu reiben. Entscheide dich, ganz bewusst zu vergeben, die Wut und Bitterkeit in deinem Herzen loszulassen, wieder nach vorne zu schauen und dich nicht von Menschen und ihren negativen Taten, Worten und ihrem schlechten Verhalten ausbremsen zu lassen.

Geht nachsichtig miteinander um und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat. Genauso, wie der Herr euch vergeben hat, sollt auch ihr einander vergeben. Kolosser 3,13

LEBEN MIT VISION – GETRIEBEN VON SCHULD

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Viele Menschen werden von ihren Schuldgefühlen angetrieben. Sie verbringen ihre Zeit damit, über Dinge und Situationen nachzudenken, die sie falsch gemacht haben, statt dass sie den Plan Gottes für ihr Leben entdecken.   

Menschen, die von Schuldgefühlen und Scham getrieben werden, verbringen ihr Leben damit, immer wieder Dinge zu bedauern, die sie falsch gemacht haben. Sie tun alles, um ihre Scham zu verstecken. Statt auf Gott und die Zukunft zu schauen, werden sie von ihren Erinnerungen und Fehlern negativ beeinflusst und gesteuert. Sie bestrafen sich selbst und sabotieren unbewusst ihr Leben und ihre Zukunft.

Dies sehen wir auch in der Geschichte von Kain und Abel aus der Bibel. Diese zwei Brüder gehörten zu den ersten Menschen der Welt. Eines Tages bringen beide Gott ein Opfer dar. Abels Opfer wird von Gott angenommen, Kains Opfer nicht. Kain wird eifersüchtig auf Abel und bringt seinen Bruder kurzerhand um. Die Konsequenz auf den ersten Mord in der Geschichte der Menschheit ist Folgende:

»Wenn du künftig den Acker bearbeitest, wird er dir den Ertrag verweigern. Als heimatloser Flüchtling musst du auf der Erde umherirren.« 1. Mose 4,12

Den Begriff, den der Schreiber hier verwendet, ist »umherirren«. Rastlos, ruhelos und ziellos gehen Menschen durchs Leben, die von ihrer Schuld getrieben sind.

Wir alle machen Fehler und versagen. An niemandem von uns geht das Leben einfach so spurlos vorbei. Doch dank Jesus ist uns vergeben! Wir sind frei von aller Schuld und können unseren Lauf mit Gott zusammen trotz unserem Versagen und trotz unserer Schuld siegreich vollenden. Denn Gott verwandelt Verzweifelte in Fröhliche, Hoffnungslose in Zuversichtliche und Versager in Leiter – in Männer und Frauen, die Geschichte mit ihm schreiben. Dies sehen wir zum Beispiel bei Mose, einem Mann aus der Bibel, der in seinem Eifer einen Mann umbringt und sich danach vor seiner Berufung versteckt und flüchtet. In der Einsamkeit, weit weg von seiner Bestimmung, begegnet ihm Gott. Gott macht aus Mose einen Führer und Leiter und holt ihn zurück zu seiner Bestimmung. Ein anderes Beispiel ist Gideon, ein weiterer Mann aus der Bibel. Gideon war ein Angsthase, ein Zweifler, ein Mann, der Gott nichts zutraute. Doch dann begegnet ihm ein Engel des Herrn und Gott macht aus Gideon einen Helden. Oder David – er lebte ausgestoßen und vergessen von seinem Vater bei den Schafen. Doch er ehrt und dient Gott und wird dadurch zum König von Israel.

Egal, wo du stehst, Gott kann auch in deinem Leben etwas Großartiges kreieren. Gott will uns Frieden und Ruhe schenken und uns verändern und weiterführen, wenn wir lernen, seine Vergebung anzunehmen und uns selbst zu vergeben. Gehe nicht mehr getrieben von Schuld und Scham durchs Leben, sondern schaue wieder auf Gott und entdecke Vergebung, Freiheit und neue Freude.

Freuen dürfen sich alle, denen der Herr die Schuld nicht anrechnet und deren Gewissen nicht mehr belastet ist! Psalm 32,2

LEBEN MIT VISION – WAS TREIBT DICH AN?

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Wir alle werden im Leben von etwas angetrieben, wovon wir uns Ruhe, Frieden und Erfüllung erhoffen. Was treibt dich an?  

Das Wort „Antreiben“ kann Folgendes bedeuten:

  • Drängen. Etwas in dir treibt dich an, etwas zu tun oder zu verändern. Du findest deine Ruhe erst, wenn du dein Ziel erreicht hast. Du bist getrieben und so gesehen auch fremd gesteuert.
  • Anregen. Du suchst immer wieder Anregungen, Reize, Sinnüberflutungen. Dies können auch Genussmittel oder Süchte sein, die dich antreiben und mit denen du kurzfristige Ruhe und Erfüllung findest.
  • Kontrollieren. Du kontrollierst dein Leben. Du hast alles im Griff und bist getrieben von Kontrolle, Ordnung und sehnst dich danach, dass in deinem Leben alles nach deinen Vorstellungen und deinem Plan läuft. Widerspricht etwas deinen Vorstellungen, verlierst du deine Ruhe und deinen Frieden.
  • Richtung geben. Etwas gibt dir in deinem Leben die Richtung an oder vor. Du hast einen inneren Kompass, der dir sagt, was gut oder schlecht ist und in welche Richtung du dich bewegen solltest. Dies können Werte sein oder auch unsere Beziehung zu Gott.

Wir können von so Verschiedenem angetrieben sein in unserem Leben. Wir können Getriebene sein, Süchtige – weil wir Anregung brauchen –, Kontrollfreaks – weil wir unser Leben im Griff haben wollen –, oder wir können uns von etwas Größerem steuern und leiten lassen. Dies kann auch Gott sein. Spannend ist ja, wie Gott uns durch die Bibel an mehreren Stellen verspricht, dass wenn wir auf ihn schauen, wenn wir ihn priorisieren und ehren, ihn am Sonntag anbeten und auch unter der Woche an ihm festhalten, dass wir dann Ruhe, Erfüllung und Frieden finden werden. Gott lädt uns ein, zu ihm zu kommen. Jeden Tag von neuem dürfen wir wissen, dass Gott da ist, dass er einen Plan hat und dass er unser Bestes sucht. Wir dürfen alles andere einfach loslassen und Gott hingeben, so werden wir echten Frieden und erfüllende Freude und Ruhe finden. Wir dürfen Gott all unsere Lasten abgeben und im Gegenzug dazu seine Ruhe, seine Erfüllung und seinen Frieden empfangen.

Darum ermutige ich dich heute, lege all deine Sorgen, deine Ängste und dein Getriebensein ganz bewusst in die Hände Gottes und erlebe, wie sich seine Ruhe, sein Frieden und seine Freude in dir ausbreiten.

»Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen. … So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.« Matthäus 11,28–29b

LEBEN MIT VISION – DU BIST DU

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»Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur. Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu.«  

Diese Zeilen stammen aus dem Lied »Du bist Du« von Paul Janz. Wir alle sind geplant, gewollt und erschaffen mit einem unglaublichen Potential, welches in uns steckt und nur darauf wartet, von uns entdeckt und ausgelebt zu werden. Doch leider schleppen sich trotzdem so viele Menschen mit einem Minderwert durch ihr Leben. Sie gehen von Herausforderung zu Herausforderung und jagen von einer Aufgabe zur nächsten. Tief in ihrem Herzen quälen sie Fragen wie: »Warum bin ich hier? Was ist der Sinn meines Lebens? Gibt es überhaupt einen Sinn?« Ja, unser Leben hat einen Sinn. Wir wurden erschaffen, um positive Spuren der Liebe Gottes auf dieser Welt zu hinterlassen. Wir wurden erschaffen, um ein Leben in voller Fülle zu erleben, um den Segen, der auf uns wartet, zu entdecken und um das Kraftvolle, das in jedem Einzelnen von uns steckt, freizusetzen. Wir sind da, um die Welt vorwärts zu bringen und für unsere Kinder und die Menschen in unserem Umfeld eine lebendige Inspiration zu sein. Wir sind geschaffen von unserem Gott im Himmel. Gott hat uns ausgestattet mit einem Plan und mit so vielen göttlichen Ideen, die er mit uns zusammen ausleben möchte. Denn Gott hat uns schon lange gesehen, bevor wir überhaupt auf diese Erde kamen. Alle Tage, die wir hier leben, sind in seinem Buch aufgeschrieben. Wir führen kein Zufallsleben, sondern mit Gott zusammen haben wir eine Aufgabe, eine Bestimmung zu erfüllen. Doch damit dies geschehen kann, müssen wir wieder beginnen zu glauben und zu sehen, dass wir wirklich eine Schöpfung unseres Gottes sind. Kein Zufallsprodukt, sondern einzigartig und genial, ausgestattet mit so vielen Möglichkeiten, die wir mit Gott zusammen sehen, entdecken und freisetzen können.

Wir haben einen Schöpfer. Kein Mensch ist einfach so zufälligerweise auf dieser Erde. Deine Geburt war weder ein Fehler noch ein Unfall, auch keine Laune der Natur. Eventuell haben dich deine Eltern zwar nicht geplant, Gott aber schon. Als deine Eltern noch gar nicht an dich dachten, hat Gott schon an dich gedacht. Gott hat jede Einzelheit unseres Körpers festgelegt. Gott hat unsere Volkszugehörigkeit, unsere Hautfarbe, unser Geschlecht, unseren Charakter, unsere Größe, einfach alles schon lange im Voraus definiert und bestimmt. Gott hat uns Begabungen und eine Persönlichkeit gegeben. Gott hat uns mit einer bestimmten Absicht erschaffen. Gott hat im Voraus alles geplant und festgelegt, was wir erleben werden. Gott hat sogar dein Todeszeitpunkt schon definiert. Bei Gott ist kein Detail dem Zufall überlassen. Und weil du so einzigartig für Gott bist und er dein größter Fan ist, kannst du ohne Angst durchs Leben gehen, weil du weißt, Gott ist da und er wird dich nie im Stich lassen.

Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen. Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann! Wie überwältigend sind deine Gedanken für mich, o Gott, es sind so unfassbar viele! Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer; wollte ich sie alle zählen, ich käme nie zum Ende» Psalm 139,15–18

LEBEN MIT VISION – ES GEHT NICHT UM DICH

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Es geht in unserem Leben um viel mehr als um unsere Selbsterfüllung, persönliche Zufriedenheit, unser Glück und eine erfolgreiche Ehe, Familie und Karriere. 

Es ist befreiend, wenn wir begreifen und verstehen, dass es in unserem Leben um mehr geht als nur um uns selbst. Denn diese Einsicht bringt uns dazu, alles ein bisschen lockerer zu sehen und auch uns selbst etwas weniger wichtig zu nehmen. Wir können das Unperfekte in unserem Leben besser stehen lassen. Wir können Wartezeiten besser aushalten, weil wir wissen, es geht um mehr als um unsere persönliche Erfüllung. Und wir können den Moment mehr genießen und wahrnehmen, weil wir trotz Herausforderungen immer etwas Schönes in unserem Alltag finden, an dem wir uns erfreuen können.

Doch vielleicht fragst du dich jetzt: »Aber um was geht es denn, wenn es nicht um mich geht?« Diese Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten: Es geht um Gott. Wir lesen in der Bibel an vielen Stellen, dass Gott alles in seiner Hand hält. Wir lesen, dass Gott uns geschaffen und uns den Atem geschenkt hat. Wenn wir den Sinn und Zweck für unser Leben herausfinden wollen, müssen wir beginnen, uns um Gott statt um uns selbst zu drehen. Wir sollten mehr an Gott, an seine Zusagen, an seine Wünsche und an sein Reich denken, statt an uns selbst. Wenn wir es schaffen, Gott in unser Leben zu integrieren, uns um Gott zu drehen, Gott zu priorisieren und ihn als unseren persönlichen Erlöser und Retter kennenzulernen, dann werden wir alles andere wie von selbst herausfinden. Wir finden mehr und mehr heraus, warum wir hier sind. Wir finden den Sinn und Zweck unseres Lebens und entwickeln nach und nach eine neue – göttliche – Sicht.

Die Suche nach dem Sinn und Zweck des Lebens beschäftigt die Menschen seit es sie gibt. Wir fragen uns, warum wir hier sind. Woher kommen wir? Was ist der Sinn und Zweck unseres Daseins? Wie sieht unsere Zukunft auf? Dr. Hugh Moorhead, ein bekannter Philosophieprofessor schrieb die 250 bekanntesten und berühmtesten Wissenschaftler, Philosophen und Denker unserer Zeit an und fragte sie um eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Einige schrieben ihm ihre Überzeugungen und Vermutungen dazu. Andere erzählten, dass sie sich selbst einen Sinn kreiert hätten und wieder andere gestanden, dass sie darauf keine wirkliche Antwort hätten. Einige der berühmten Intellektuellen baten ihn sogar, dass er ihnen den Sinn mitteilen solle, wenn er ihn gefunden hätte. Also so gesehen haben wir die Wahl. Wir können suchen, uns den Sinn selber zusammenbasteln – oder wir können den fragen, der uns geschaffen hat. Und auch hier haben wir zwei Optionen: Entweder gehen wir davon aus, dass wir per Zufall entstanden sind oder wir erkennen, dass es eine höhere Macht gibt, einen Gott, der uns geschaffen und kreiert hat. Bei der ersten Option kannst du gerade wieder aufhören, nach dem Sinn zu suchen, weil alles Zufall ist. Dein Leben ist Zufall, deine Zukunft ist ungewiss, dein Leben hat keinen Sinn und du wirst auch nie herausfinden, warum du eigentlich hier bist. Doch wenn du erkennst, dass wir einen Schöpfer haben und alles weder Fehler noch Zufall ist, dann wirst du deinen Sinn finden. Warum? Weil du deinen Schöpfer, der dich erschaffen hat, fragst. Wenn wir herausfinden wollen, warum wir hier sind, gibt es nichts Besseres als den zu fragen, der verantwortlich dafür ist, dass es uns gibt. Schaue also weg von dir und schaue stattdessen auf Gott. Je mehr wir Gott und seine Gedanken für uns kennenlernen, umso mehr erkennen wir auch den Sinn und Zweck unseres Lebens.

Alle Lebewesen hält er in der Hand, den Menschen gibt er ihren Atem. Hiob 12,10