Es geht in unserem Leben nicht nur darum, uns nach dem auszustrecken, was Gott für uns bereithält, sondern auch darum, an dem festzuhalten, was Gott bereits getan hat.
Es gibt Momente im Leben, die alles verändern. Du erlebst einen Durchbruch. Eine Heilung. Ein Wunder. Und dann kommen sie – diese Stimmen. Stimmen, die uns sagen: »Was, wenn es nicht bleibt? Was, wenn es nur Zufall war? Was, wenn die Krankheit zurückkommt?«
In diesen Momenten entscheiden wir, wie wir mit Gottes Wirken umgehen – ob wir das Wunder behalten oder wieder verlieren.
Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als mir meine Ärztin in ihrem Sprechzimmer erklärte, dass ich nun definitiv von meiner Blutkrankheit geheilt bin. Für mich war es ein Wunder Gottes, für sie eine Spontanheilung. Egal. Ich freute mich und lobte meinen Gott für den Durchbruch, die Heilung und das Wunder. Doch dann, im Auto auf dem Heimweg, kamen sie – diese Stimmen, die mir zu sagen versuchten: »Was, wenn die Krankheit zurückkommt?«
Ich denke, wir alle kennen diese Stimmen. Stimmen, die uns das Wunder wieder rauben wollen, die den Durchbruch kleinreden und den Segen schlechtmachen wollen. Gott tut etwas und schenkt uns seinen Durchbruch, und wir beginnen – wenn wir nicht vorsichtig sind –, es zu relativieren und zu erklären. Statt das Wunder ein Wunder sein zu lassen, machen wir es im Zusammenspiel mit diesen Stimmen in uns wieder klein.
Bei mir im Auto kamen diese Stimmen der Angst. Doch zugleich kam eine andere Stimme, die zu mir sagte: »Könu, du bist geheilt. Denn wenn Gott eine Tür öffnet, dann kann sie niemand mehr schließen!«
Oft verlieren wir das Wunder, weil wir unsere Haltung an unsere Ängste, an die Umstände und an die Stimmen in uns anpassen. Wir zweifeln wieder, wir relativieren, wir vergessen. Doch Jesus lädt uns zu etwas anderem ein: »Halte an dem Wunder fest, das ich getan habe!«
Das ist Glaube. Glaube ist nicht nur: »Gott, bitte tu ein Wunder!« Sondern Glaube ist auch: »Gott, ich danke dir und vertraue dir, dass das Wunder bleibt – ich lasse mir das Wunder nicht mehr nehmen.«
Vielleicht hat Gott auch in deinem Leben schon Türen geöffnet und dich geheilt, dir eine Beziehung geschenkt, eine neue Chance oder einen Durchbruch ermöglicht. Dann stellt sich früher oder später die Frage: »Halte ich daran fest oder lasse ich es mir wieder rauben?«
Doch die Wahrheit ist: Wenn Gott eine Tür öffnet, dann kann und wird sie niemand mehr schließen.
»Ich weiß, wie du lebst und was du tust: Du hast nur wenig Kraft, aber du hast dich nach meinem Wort gerichtet und dich unerschrocken zu meinem Namen bekannt. Darum habe ich eine Tür vor dir geöffnet, die niemand zuschließen kann.« Offenbarung 3,8
