Wenn wir wieder beginnen, Gott anzubeten, ihn in unser Leben zu integrieren und ihn um all das Gute zu bitten, das er für uns bereithält, wird er immer Antwort geben!
Es gibt zwei Gründe, warum Gebete oft wirkungslos bleiben. Und beide sind herausfordernd. Jakobus bringt es in der Bibel brutal ehrlich auf den Punkt:
»Ihr bekommt nicht, was ihr wollt, weil ihr euch nicht an Gott wendet… oder weil eure Motive falsch sind.«
Zwei Probleme, die wir kurz näher anschauen wollen:
Problem 1: Wir bitten nicht darum
Das ist fast schockierend. Gott hat Dinge vorbereitet – aber wir fragen nicht danach. Wir planen unser Leben, wir kämpfen unsere Kämpfe und geben Tag ein, Tag aus unser Bestes, um unser Leben zu optimieren, aber wir haben aufgehört zu beten. Oder wenn wir beten, dann oft nur noch nebenbei. Doch Gebet ist der Zugang zu unserem Gott im Himmel. Und Gott kann uns keine Antwort geben, wenn wir ihn nicht fragen.
Problem 2: Unsere Haltung ist falsch
Das zweite Problem geht tiefer. Das griechische Wort »kakos«, das Jakobus hier verwendet, bedeutet: falsch ausgerichtet, verdorben in der Motivation oder egoistisch. Es geht in unserem Leben nicht in erster Linie darum, um was wir Gott bitten, sondern warum wir ihn um etwas bitten. Gebet ist kein Tool, um unser Ego aufzupolieren. Es ist die Verbindung zu unserem Gott im Himmel.
Oftmals, wenn wir aufgehört haben, grosse Gebete zu beten oder einen grossen Glauben zu entwickeln, dann nur, weil wir Angst haben – Angst vor Enttäuschung, Angst vor Blamage oder Angst vor den Menschen und dem, was sie über uns denken, wenn wir gross glauben. Und so beten wir klein. Unsere Gebete werden kontrollierbar – und genau das limitiert unser Erleben mit Gott.
Doch wenn wir wieder beginnen, Gott einzubeziehen, ihm zu vertrauen und gross zu denken, dann passiert etwas. Denn Gott reagiert auf Gebet im Glauben. Plötzlich beginnt sich etwas zu bewegen: Türen gehen auf, Gedanken verändern sich und Möglichkeiten entstehen.
Darum hör auf, nur um das zu bitten, was logisch ist. Fang an, Gott um das Unmögliche in deinem Leben zu bitten. Hör auf, Gott zu begrenzen. Fang stattdessen an, Gott wieder Raum in deinem Leben zu geben. Hör auf, nur dich zu sehen, sondern fang an, die Perspektive Gottes einzunehmen.
Bete wieder mutig – Gott wird es lieben. Und deine Gebete werden mehr verändern, als du dir jemals hättest vorstellen können.
Ihr tut alles, um eure Gier zu stillen, und steht doch mit leeren Händen da. Ihr seid bereit, über Leichen zu gehen, ihr seid erfüllt von Neid und Eifersucht, aber nichts davon bringt euch euren Zielen näher. Ihr streitet und kämpft, und trotzdem bekommt ihr nicht, was ihr wollt, weil ihr euch mit euren Anliegen nicht an Gott wendet. Und selbst wenn ihr euch an ihn wendet, werden eure Bitten nicht erhört, weil ihr in verwerflicher Absicht bittet: Das Erbetene soll dazu beitragen, eure selbstsüchtigen Wünsche zu erfüllen! Jakobus 4,2-4
