Je größer unser Glaube ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass wir erleben werden, wie Wunder geschehen, sich unsere Umstände verändern, sich unsere Träume erfüllen und Gott durch unser Leben seine Größe zeigt.
Es ist matchentscheidend, mit welchem Glauben wir unsere Gebete beten. Beten wir im Glauben, dass Gott wirklich ein Wunder tun kann und wird? Oder beten wir einfach, damit wir sagen können, dass wir gebetet haben? Je größer unser Glaube wird, desto wahrscheinlicher erleben wir, wie sich Dinge verändern, wie Wunder geschehen, wie Türen aufgehen und wie Gott durch unser Leben seine Größe sichtbar macht.
Heute möchte ich dir drei Arten des Glaubens vorstellen.
- Der Kleinglaube
Glaube ist vorhanden – aber Angst, Sorgen und Umstände dominieren unser Denken. Jesus beschreibt seine eigenen Jünger einmal genau so. Sie sind mit Jesus im Boot unterwegs, als ein starker Sturm aufkommt. Die Jünger geraten in Panik. Sie glauben, sie würden sterben. Währenddessen schläft Jesus. Die Jünger wecken ihn voller Angst – und bevor Jesus den Sturm stillt, sagt er: »Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen?«
Kleinglaube schaut auf den Sturm. Kleinglaube schaut auf Rechnungen, Krankheiten, Probleme und Unsicherheiten und denkt: »Das kommt nicht gut.«
Ich denke, wir alle kennen diese Momente. Momente, in denen wir beten, aber innerlich kaum noch erwarten, dass Gott eingreift. Momente, in denen wir zwar glauben, aber unsere Angst lauter ist als unser Vertrauen.
- Der Durchschnittsglaube
Der Durchschnittsglaube ist ein echter, tragfähiger und alltagstauglicher Glaube. Man liebt Gott, man betet, man bleibt treu. Man weiß tief im Herzen: »Ich gehöre zu Jesus.« Dieser Glaube trägt uns durch vieles hindurch. Aber der Durchschnittsglaube hat eine Gefahr: Er kann bequem werden. Man lebt mit Gott, wagt aber nur selten Schritte außerhalb der Komfortzone. Man glaubt zwar, erwartet aber nicht mehr viel. Man hat sich vielleicht mit der aktuellen Situation arrangiert – mit der Krankheit, mit der Enttäuschung, mit unerfüllten Wünschen oder mit einem Leben im geistlichen Mittelmaß.
- Der große Glaube
Großer Glaube vertraut Gottes Möglichkeiten mehr als den eigenen Grenzen. Das bedeutet nicht, dass Schwierigkeiten verschwinden. Es bedeutet auch nicht, dass plötzlich alles einfach wird. Großer Glaube sieht die Probleme, lässt sich aber nicht von ihnen bestimmen. Großer Glaube wagt trotzdem Schritte und rechnet mit der Kraft und Gunst Gottes. Großer Glaube geht weiter, selbst wenn es unbequem wird. Warum? Weil er weiß: Mit Gott ist mehr möglich. Mit diesem Glauben beginnen Berge sich zu bewegen. Der Nebel beginnt sich zu lichten. Plötzlich erkennen wir wieder einen Weg. Plötzlich sehen wir Gottes Möglichkeiten statt nur unsere Grenzen.
Darum: Egal, in welcher Phase des Glaubens du dich gerade befindest – gib nicht auf und erwarte mehr. Strebe nach großem Glauben, nach einem Glauben, der auch dich erleben lässt, wie das Unmögliche möglich wird.
»Doch wenn es dir möglich ist, etwas zu tun, dann hab Erbarmen mit uns und hilf uns!« – »Wenn es dir möglich ist, sagst du?«, entgegnete Jesus. »Für den, der glaubt, ist alles möglich.« Da rief der Vater des Jungen: »Ich glaube! Hilf mir heraus aus meinem Unglauben!« Markus 9,22–24
