Bleib dran – auch wenn du falsch gehandelt hast oder eine falsche Entscheidung getroffen wurde.

David, der als junger Hirte zum König gesalbt wurde, ging nicht direkt an den Königshof, um die Krone entgegenzunehmen. Bis er tatsächlich König wurde, vergingen 13 Jahre. In dieser langen Zeit war er Hirte, dann Diener des Königs, Soldat und später Heerführer – und schließlich war er auf der Flucht vor dem König, der ihm das Leben nehmen wollte. Auf dem Weg zur Krone musste sich David vielen Kämpfen stellen. Denken wir an Goliat, den Riesen, oder all die Herausforderungen am Hof des Königs, wo er belogen, bedroht, betrogen und hintergangen wurde. Zudem verspotteten ihn seine Brüder, und nur selten hatte er Menschen an seiner Seite, die an ihn glaubten, ihm Mut zusprachen oder ihn nicht infrage stellten. Vor diesem Hintergrund glaube ich, dass Davids größter Kampf war, treu an der Zusage festzuhalten, die Gott ihm gegeben hatte. Dieses Festhalten an seinem Traum, an Gottes Zusage, brachte ihn weiter. Es brachte ihn näher zu Gott, führte ihn Schritt für Schritt zum Ziel – und ließ ihn wachsen.

So wird es auch bei uns sein. Auch wir tragen Träume, Sehnsüchte, Wünsche und Ziele in uns. Wir haben Bilder vor unserem inneren Auge, von denen wir wissen: Das hat Gott uns versprochen, das hat er uns verheißen. Doch dann kommen die Stimmen. Umstände, Zweifel und Ängste melden sich zu Wort und wollen uns weismachen, dass wir es niemals erreichen werden. Und genau in diesen Momenten sind wir herausgefordert, weiterzugehen und unbeirrt und treu an dem festzuhalten, was Gott uns aufs Herz gelegt hat.

Um unser Ziel erreichen zu können, brauchen wir Gott. Wir brauchen seine Wegweisung, seine Ermutigung, seine Erfrischung und seine Nähe – denn sie tragen, stützen, leiten und begleiten uns. Priorisiere deshalb deine Zeiten mit Gott. Zeiten, in denen du ihn suchst, ihn anbetest, ihn ehrst und von ihm lernst – sei es am Morgen, über den Tag verteilt oder Sonntag für Sonntag in der Kirche. Wie und wo spielt keine Rolle – entscheidend ist, dass du Gott suchst. Immer wieder. Und du wirst erleben, wie er dir begegnet, dich stärkt, ermutigt, zu dir spricht und dir genau das gibt, was du brauchst, um den nächsten Herausforderungen erfolgreich zu begegnen. Warum sollten wir uns immer wieder Zeiten nehmen, in denen wir Gott suchen und ihm begegnen können? Du und ich, wir wurden von Gott erschaffen. Wir Menschen sind mit allem ausgestattet, was wir brauchen, um unser bestes Leben zu leben. Niemand von uns ist zufällig auf dieser Erde. Gott hat einen Plan für dich und mich. Seine Wunder, sein Segen und seine Fülle erwarten uns jeden Tag aufs Neue. Das Beste in unserem Leben werden wir nur erfahren, wenn wir die richtigen Entscheidungen treffen – und diese finden wir, wenn wir Gott und seine Nähe suchen. Immer und immer wieder. Ich persönlich liebe es zum Beispiel, das Vaterunser in meinen eigenen Worten zu beten. Und besonders liebe ich den Schluss des Gebets, wo wir beten:

»Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.« Matthäus 6,13

Mit diesem einfachen Satz bekennen wir am Ende des Gebets nichts anderes, als dass Gott uns führen wird – dass er uns vor allem Bösen, vor Irrwegen, falschen Entscheidungen und Missgeschicken bewahren kann. Gott will uns seinen Geist schenken, der uns hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich durfte schon so oft erleben, wie Gott mich in meinem Alltag vor kleinen wie großen Fehlentscheidungen bewahrt hat und ich dadurch nicht in die falsche Richtung gegangen bin.

Eine kleine Begebenheit möchte ich mit dir teilen, um dich zu ermutigen, ebenfalls mit Gott durch den Tag zu gehen und mit seiner Bewahrung zu rechnen: Ich versuchte, einen Flug für unsere Familienferien zu buchen. Doch aus unerklärlichen Gründen war der Preis am Ende des Buchungsvorgangs plötzlich höher als zu Beginn angegeben. Ich war nicht bereit, den höheren Preis zu zahlen, also versuchte ich es noch einmal von vorne. Wieder dasselbe Spiel: zuerst günstig, dann am Ende teurer. Ich wechselte sogar den Internetbrowser – doch auch dort wiederholte sich das Ganze. Nach drei Versuchen gab ich auf und beschloss, abzuwarten. Vielleicht wollte Gott mir ja etwas damit sagen. Ein paar Tage später sprachen meine Frau und ich erneut über unsere Ferien. Während unseres Gesprächs kamen wir plötzlich auf die Idee, unsere Reise ganz anders zu planen – eine Lösung, die viel besser und passender für uns als Familie war. Ich dachte nur: Zum Glück hat das Buchen nicht geklappt!

Ich weiß, das ist nur eine kleine Geschichte. Aber all diese kleinen Geschichten in unserem Alltag zeigen uns auch im Großen, dass Gott uns führen wird – wenn wir bewusst mit ihm in den Tag starten und ihn einladen. Er bewahrt uns vor vielen falschen Entscheidungen. Und mit seiner Leitung können wir immer wieder das Beste aus unseren Wartezeiten herausholen – weil wir wissen und bei Gott immer wieder neu erkennen: Unsere Zeit wird kommen!

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch »Auf dem Weg zum Besten« von Konrad Blaser. Du kannst es HIER bestellen.