Als Menschen können wir entweder wie ein Thermometer oder wie ein Thermostat sein.

Wir alle sind unterwegs – auf dem Weg zum nächsten Segen, zum nächsten Wunder, zum nächsten Durchbruch, den Gott für uns bereithält. Wir sind unterwegs zum Besten, zum Nächsten, zu dem, was Gott mit uns tun möchte. Ich möchte dieses Blogserie mit einem Kapitel abschließen, das uns dabei hilft, eine Atmosphäre zu schaffen, in der es Gott leicht fällt, Wunder zu tun, sich niederzulassen und uns zu begegnen. Ich möchte dir ein Prinzip weitergeben, das uns hilft, Gott – seine Nähe, seine Kraft, seine Gegenwart, seinen Segen und seinen Überfluss – in unser Leben zu ziehen.

Es geht darum, dass wir die Atmosphäre, in der wir leben und uns bewegen, zu prägen beginnen, und selbst entscheiden, was für eine Stimmung in unserem Umfeld herrschen soll. Ich möchte dazu das Bild einer Heizung gebrauchen. Wenn bei einer Heizung die Temperatur zu hoch oder zu tief ist, gibt es zwei verschiedene Geräte, die darauf reagieren. Zum einen ist dies der Thermometer. Dieser misst die Temperatur und informiert: »Jetzt sind in diesem Raum 18 Grad.« Was macht der Thermometer danach? Nichts! Der Thermometer misst und informiert. Das ist seine Aufgabe. Doch dann gibt es noch den Thermostat. Dieser erkennt: »In diesem Raum ist es zu heiß oder zu kalt.« Dann reguliert der Thermostat automatisch die Temperatur, sodass wieder die gewünschte Wärme im Raum herrscht. Als Menschen können wir entweder wie ein Thermometer oder wie ein Thermostat sei »Thermometer-Menschen« sind diejenigen, die in einen Raum kommen, am Arbeitsplatz erscheinen oder an einer Sitzung teilnehmen, die Stimmung wahrnehmen und denken: »Hoppla, kritische Stimmung hier. Die haben ja alle schlechte Laune. Da muss ich gut aufpassen, was ich sage. Ich halte mich besser zurück und schweige lieber.« Statt die Atmosphäre zu prägen, passen sie sich den Umständen an. Sie sagen zu sich: »Das wird ein harter Tag. Viele Sitzungen, viele To-dos, die auf mich warten, ein hartes Gespräch, eine schwierige Situation, die es zu lösen gilt – oh Herr, lass es Abend werden!« Dann versuchen sie, den Tag so gut es geht zu überstehen. Wenn hingegen »Thermostat-Menschen« merken, dass die Atmosphäre negativ ist, versuchen sie, die Stimmung zu verändern. Sie bringen gute Vibes hinein, und wenn andere nicht gut drauf sind, sagen sie zu sich: »Ich bin ein Thermostat. Ich präge die Stimmung neu. Ich werde nicht den ganzen Morgen mit griesgrämigen Menschen zusammenzusitzen. Ich kreiere eine neue Atmosphäre.« Thermostat-Menschen schauen auf Gott, und trotz all der Herausforderungen, Nöte und Probleme, die sie umgeben, verändern sie die Atmosphäre zum Positiven, indem sie sagen: »Heute wird ein guter Tag. Denn es ist der Tag, den Gott gemacht hat. Ich stelle mich meinen Herausforderungen mit dem Wissen, dass Gott an meiner Seite ist und mir die richtigen Worte, richtigen Ideen, richtigen Weisungen geben wird. Ich freue mich auf das, was auf mich zukommt, denn ich werde Gottes Größe, seine Wunder und seine Führung erleben.« Mit aufrechtem Haupt und einem frohen und erwartungsvollen Herzen gehen sie in den Tag hinein. Thermostat-Menschen sind es, die die Stimmung und die Gestalt ihres Tags bestimmen – nicht ihre Umstände.

Mir hilft diese Bild der Thermostat-Menschen. Gerade wenn ich in eine neue Gruppe komme, ein herausforderndes Meeting bevorsteht oder ich mich sonst mit Menschen treffe. Egal, was auf mich zukommt, ich habe immer die Wahl, wie ich einer Begegnung oder Herausforderung begegne. Ich frage mich jeweils: »Was will ich sein?« Will ich als Thermostat die Stimmung definieren und freundlich, aufgeschlossen, positiv und zuversichtlich sein? Oder will ich nur ein Thermometer sein, das die Stimmung lediglich wahrnimmt, ohne etwas daran zu ändern?

Wenn es uns gelingt, inmitten von Dunkelheit, Schwere und unangenehmen Situationen trotzdem Gott zu ehren und unsere Dankbarkeit nicht zu verlieren, wird dies eine Atmosphäre schaffen, die Gottes Kraft, seine Nähe und seinen Geist anzieht und Wunder bewirken kann.

Nimm mein Gebet als Weihrauch an, der hinaufsteigt und zu dir gelangt! Und meine ausgebreiteten Hände, nimm sie an wie ein Abendopfer! HERR, wache über meine Zunge, stell einen Posten ans Tor meiner Lippen! Psalm 141,2–3

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch »Auf dem Weg zum Besten« von Konrad Blaser. Du kannst es HIER bestellen.