»Ich bleibe mit Gott unterwegs, auch wenn ich nicht alles verstehe, nicht alles logisch nachvollziehen kann und nicht auf jede Frage eine Antwort habe. Gott hat einen Plan, und ich darf ihm jeden Tag von Neuem vertrauen.«
Kennst du dieses Gefühl? Du scrollst durch Social Media, liest Nachrichten, hörst Podcasts – und hast keine Ahnung, wie du mit all den Informationen umgehen sollst? Willkommen im Informationszeitalter. Noch nie hatten wir so viel Wissen – und gleichzeitig so wenig innere Ruhe. Wir wollen verstehen, was um uns herum passiert. Wir wollen Antworten auf jede Frage. Wir wollen Kontrolle. Doch genau hier liegt das Problem: Wenn dein Leben davon abhängt, dass du alles verstehst, wirst du nie zur Ruhe kommen.
Was wirklich zählt, ist, dass wir tief in unserem Herzen wissen dürfen: Gott hat alles im Griff. Auch wenn wir noch lange nicht alles sehen, verstehen oder begreifen, was in unserem Leben passiert, werden wir zusammen mit Gott unser nächstes Ziel erreichen. Wir werden den nächsten Ort des Segens entdecken und den Weg, trotz aller Ungewissheit, immer wieder finden.
Paulus beschreibt dies in der Bibel auf eine schöne Weise: Er motiviert uns, unterwegs zu bleiben, auch wenn wir nicht alles sehen und verstehen. Wir müssen nicht alles krampfhaft begreifen, um glauben zu können. Wir müssen weder unser eigenes Leben noch die Bibel in jedem Detail verstehen, noch müssen wir alle Geschehnisse in der Welt oder die Gründe für Leid und schwere Zeiten kennen, um weitergehen zu können. Wir dürfen innerlich frei werden, ruhig bleiben und gelassen durchs Leben gehen, auch wenn es um uns herum tobt und stürmt. Denn wir haben Gott an unserer Seite, und er hält alles in seiner Hand. Darum müssen wir längst nicht alles wissen.
Und darin liegt der Schlüssel für ein erfolgreiches, ruhiges und gelassenes Leben: Besser zu leben heißt nicht, mehr zu wissen – sondern zu vertrauen. In jedem Leben gibt es Fragen, auf die wir keine Antwort haben wie z.B.: Warum musste dieser Schicksalsschlag passieren? Warum dauert der Durchbruch so lange? Warum fühle ich mich manchmal trotz Gebet leer?
Vielleicht werden wir auf all diese Fragen keine Antwort bekommen. Aber das bedeutet nicht, dass es keinen Sinn gibt. Es heißt nur: Du bist nicht Gott – und das ist gut so. Denn wenn Gott alles in seiner Hand hält, darfst du loslassen. Du musst nicht alles wissen – du darfst ihm einfach vertrauen.
Jetzt sehen wir die Dinge noch unvollkommen, wie in einem trüben Spiegel, dann aber werden wir alles in völliger Klarheit erkennen. Alles, was ich jetzt weiß, ist unvollständig; dann aber werde ich alles erkennen, so wie Gott mich jetzt schon kennt. Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei bleiben. Aber am größten ist die Liebe. 1. Korinther 13,12
